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Grumman F-14A Tomcat

Catshot - The Tomcat ready for "take off"

von Ben Schumacher (1:72 Hasegawa)

Grumman F-14A Tomcat

'Catshot!'

Dieses Diorama stellt für mich – ohne Übertreibung – eine Art "wahr gewordenen Traum" dar. Das Verlinden-Trägerdeck war einfach nicht zu finden, und davon abgesehen eigentlich auch unerschwinglich. Im letzten Jahr wendete sich jedoch das Blatt: Jo entdeckte nämlich bei einem gemeinsamen Ausstellungsbesuch in Mol das erwähnte Objekt der Begierde – und noch dazu zu einem Wahnsinns-Preis! Eigentlich hätte fast jede Navy-Maschine auf das Katapult gepasst, aber für mich stand von vorne herein fest, dass eine "Cat" den Mittelpunkt der Szene bilden sollte. Nicht nur, dass eine Tomcat mit voll ausgefahren Flaps und komplett eingefedertem Bugfahrwerk in meinen Augen eine unvergleichbare Dynamik ausstrahlt, auch die im Hasegawa-Bausatz gebotenen Möglichkeiten zur Darstellung der Maschine während des Starts ließ die Wahl noch leichter fallen. So wäre es z.B. ein erheblich höherer Aufwand gewesen, eine Hasegawa - Hornet oder - Viking der Situation entsprechend anzupassen.

Grumman F-14A Tomcat

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Der Bau der Tomcat

Der Bau meiner "Turkey" erfolgte nach dem gleichen Schema, das ich bereits im Bericht zu meiner Bombcat beschrieben habe. So kam auch hier wieder das hervorragende Resin - Cockpit von Verlinden zum Einbau. Auch wenn die Pilotenfiguren die Sicht auf die Panele erschweren, ist der Eindruck trotzdem ungemein besser als der des Bausatzcockpits. Hierzu tragen natürlich auch die wunderschön detaillierten Sitze in hohem Maße bei. Auch die Passprobleme sind nach wie vor die gleichen: vor allem der Übergang zwischen Vorder- und Hinterrumpf sowie der Anbau der Lufteinlaufkanäle erfordert sorgfältiges Anpassen. Ansonsten geht der Bau recht problemlos von der Hand. Für die Lackierung verwendete ich wie immer auschließlich Humbrol - Farben. Nach der erfolgten Grundlackierung wurde das Modell mit aufgehellter Grundfarbe erst grob übernebelt, schliesslich wurden mehr oder weniger „präzise“ Flecken aufgetragen, um einen Teil der älteren Farbausbesserungen darzustellen, die ebenfalls schon anfangen zu verwittern. Die Alterung erfolgte mittels eines Pastellkreiden-Spülmittel-Wasser-Gemischs, das großflächig auf das Modell aufgetragen wurde. Nach einer kurzen Trocknungszeit wurde anschließend jedes einzelne Panel mit einem Wattestäbchen von innen nach außen sauber gerieben. Auf diese Weise kann man den Farbton der einzelnen Panels recht einfach bestimmen und gegebenenfalls leicht variieren, was dem Modell noch mehr Leben einhaucht. Schließlich wurden an besonders beanspruchten Zonen der Maschine – Schrauben an Wartungsklappen, Blechstösse etc noch zahlreiche „Touch-Ups“ mit dem Pinsel aufgetragen: diese stellen dann die auffälligeren, neueren Farbausbesserungen dar. Die Decals stellen eine Maschine der VF-154 „Black Knights“, stationiert 1991 auf der USS Independence, dar. Sie stammen aus dem Fujimi-Kit der F-14, den ich eigentlich nur wegen des enthaltenen Sets mit Trägerdeckpersonal gekauft habe. Sie ließen sich sehr gut verarbeiten, sind sehr sauber gedruckt und passen sich mit einem Hauch Micro Sol hervorragend den feinen Gravuren des Modells an.

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Das Diorama

Das Trägerdeck stammt, wie bereits erwähnt, von Verlinden. Der Zusammenbau des Decks beschränkt sich im Endeffekt auf die Montage der Blast Shields und die Bemalung und das Weathering der Platte. An meinem Exemplar waren jedoch viele der Tie-Down-Points nicht richtig ausgeformt, und so mussten diese mit Hilfe von kleinen Tamiya-Tape-Streifen nachgearbeitet werden. Nach einer Grundierung mit Tamiya-Primer aus der Dose wurde auch hier die Lackierung mit Humbrol-Farben ausgeführt. Die Alterung erfolgte mittels Übernebeln mit der Airbrush und einem anschließenden Washing. Die Deckmarkierungen spritzte ich mit Hilfe von losen Masken auf, da die Farbe aus unerfindlichen Gründen trotz Grundierung nicht richtig haftete. Die Bremsspuren sind recht einfach nachzubilden: einfach ein Wattestäbchen ins „Washing“ getunkt und in Flugrichtung übers Deck ziehen – fertig. Die Figuren stellen einen erheblichen Teil des Arbeitsaufwandes an diesem Diorama dar. Es existieren zwar zwei verschiedene Sets mit Trägerdeckpersonal und Schleppern von Fujimi, die Posen der in beiden Sets identischen Figuren gefielen mir jedoch nicht. So kommt es, dass jede Figur auf dem Deck sich entweder leichten Überarbeitungen oder gar schweren Eingriffen unter Zuhilfenahme von Organ- bzw Teilespendern von Esci, Airfix oder Hasegawa unterziehen musste. Die Bemalung der Hautpartien erfolgte mittels Games-Workshop-Farben, die in meinen Augen für Figuren dieser Größe hervorragend geeignet sind. Der Rest wurde wie gehabt mit Humbrol bemalt.

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Der Bau eines solchen Dioramas stellt einen nicht unerheblichen Aufwand dar – das Ergebnis entschädigt aber in jedem Fall für die Mühen, auch wenn das Gesamtergebnis natürlich noch erheblich besser ausfallen kann als bei meinem Modell. Nichtsdestotrotz – mein „wahr gewordener Traum“ steht nun endlich in meiner Vitrine, und macht somit selbst aus einer Tomcat etwas „exotisches“ im Modellregal!

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Fragen, Kritik und Anregungen – einfach Email an bensmehlbox@hotmail.com.

Ben Schumacher

Publiziert am 22. Mai 2005

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