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Ural 4320

von Michael Franz (1:35 Balaton Modell)

Ural 4320

Das Vorbild

Der Ural 4320 (Russisch Урал-4320) ist ein 6x6 allradgetriebener Lastkraftwagen in Haubenlenkerbauweise. Die Entwicklung des Fahrzeugs begann noch zu Zeiten der Sowjetunion im Jahre 1961 durch Uralski Awtomobilny Sawod und wird seitdem in fast unveränderter Bauweise in noch immer großer Stückzahlen produziert. Das hochgradig geländegängige Fahrzeug dient hierbei den unterschiedlichsten Anwendungen und kommt sowohl im militärischen als auch zivilen Sektor zur Verwendung. Neben der üblichsten Variante mit Pritsche und Planenaufbau sind auch weitere Optionen lieferbar, beispielsweise als Sattelzugmaschine, Kipplaster oder Kranwagen. Parallel zu der Standardausführung mit drei Achsen gibt es eine weitere Option mit gekürztem Radstand und nur zwei Achsen, den Ural 43206.

Ural 4320

Die Ausführung als Kipplaster trägt die offizielle Bezeichnung Ural 5557 und wird seit 1984 in Serie gefertigt, basiert aber auf dem bekannteren 4320, ist aber dank größerer Einzelbereifung an allen Achsen, Allradantrieb und eigener Reifendruckregelanlage für höhere Nutzlasten ausgelegt und kann 7-10 Tonnen Schüttgut transportieren. Dank dieser höheren Nutzlast wird diese Ausführung auch häufigst für weitere Sonderaufbauten oder Sonderfahrzeuge genutzt.

Ural 4320

Das Modell

Der chinesische Hersteller Trumpeter bietet den Ural-4320 im Maßstab 1:35 als Spritzguss-Bausatz an, der aus einer Vielzahl an sehr detaillierten Einzelteilen besteht. Weiterhin liegen eine kleine Platine mit Fotoätzteilen, Klarsichtteile und Reifen aus Weichgummi bei. Die Detaillierung des Bausatzes ist zeitgemäß und weißt keine wirklichen Schwächen auf.

Ural 4320

Den Umbausatz zum Muldenkipper bietet der ungarische Kleinserienhersteller Balaton Modell an. Dieser Kit besteht aus nur sechs Resin- und vier Fotoätzteilen, ist aber hervorragend detailliert und sehr passgenau. Der Hydraulikstempel liegt jedoch nur in Fahrposition vor, soll der Kipper mit aufgestellter Mulde dargestellt werden, sind Umbaumaßnahmen notwendig.

Weiterhin kommen Räder aus Resin von ET Models zur Anwendung, die das Fahrzeuggewicht sehr gut wiedergeben und den ohnehin bereits sehr bullig wirkenden LKW noch größer erscheinen lassen.

Ural 4320

Der Zusammenbau

Das Modell von Trumpeter ist sehr gut wiedergegeben, ist sehr gut detailliert. Der Rahmen wird samt Achsaufhängung und dem feinen Motor vollständig zusammengesetzt, wobei die Vorderachsen in eingelenkter Position verklebt werden. Auch das Fahrerhaus wird komplett nach Plan zusammengesetzt, im Innenraum um Fotoätzteile ergänzt. Die Sitzpolster sowie die Lehnen werden etwas nachstrukturiert, die Türen verbleiben lose und können geöffnet werden. Der Kühler wird erst später montiert, da sonst das Führerhaus später nicht mehr über den Motor geschoben werden kann. Auch die Motorhaube verbleibt lose, um später einen Einblick in den Motor bieten zu können. Hinter dem Fahrerhaus wird die Ersatzradhalterung montiert und bis auf das Ersatzrad fertig gestellt. Die Räder aus Resin von DEF-Model werden bereits jetzt montiert. Man erkennt bereits, wie wuchtig das Fahrzeug werden wird. Sowohl am Rahmen als auch am Motor werden einige Leitungen im später sichtbaren Bereich ergänzt.

Ural 4320

Die Kippmulde von Balaton Modell besteht aus vier Hauptteilen und passt sehr gut zusammen. Nur an den Übergängen sind leichte Spachtel- und Schleifarbeiten notwendig. Weiterhin beinhaltet der Umbaukit den Aufsatz für den Fahrzeugrahmen, der hinter der Ersatzradhalterung verklebt wird. Der Hydraulikstempel liegt leider nur in niedriger Version vor, so dass, sollte man das Fahrzeug gekippt darstellen wollen, Umbaumaßnahmen notwendig wären. Auch hier werden Leitungen angebracht. Der Rahmen mit Motor, Fahrerhaus mit Seitenteilen des Motorraums sowie die Kippmulde sind dann lackierfertig. Türen, Kühlergrill und Motorhaube verbleiben separat, ebenso auch weitere Kleinteile, die erst später montiert werden. Der Fensterrahmen werden später dann noch mit Schwarz bemalt, ebenso erhalten die Scheinwerfer schwarze "Gummidichtungen" aufgemalt, bevor diese montiert werden. Es folgen die letzten Details, bevor dann die Lackierung erfolgen kann.

Ural 4320

Lackierung und Alterung:

Nach einer Grundierung aller Baugruppen mit Vallejo Black Primer folgt ein lasierender Auftrag brauner Farbe, stark verdünnt, sowie AK Interactive's Extreme Metal Steel auf der Ladefläche sowie den Trittbrettern und anderen stark beanspruchten Bereichen. Heavy Chipping Medium wird mit einem Pinsel an den entsprechenden Bereichen aufgetragen, bevor dann die eigentliche Lackierung erfolgt. Der Rahmen wird mit Lifecolor's Mattschwarz, das Fahrerhaus in Vallejo's Mecha Color Deep Blue, die Mulde mit Vallejo's Matt Red lackiert, bevor dann mit Borstenpinsel und Zahnstocher die Lackschäden dargestellt werden. Diverse dunkelbraune Washings sorgen dann für eine gebrauchte Optik, betonen die Kanten und Details. Die Verschmutzung wird dann mit Pigmenten in unterschiedlichen Braun- und Beigetönen dargestellt und mit Verdünnung fixiert.

Ural 4320

Fertigstellung und Base:

Als Untergrund für die kleine Vignette dient ein weißer Holzmalgrund, auf dem das Gelände zunächst mit Holzspachtel aufmodelliert wird, bevor dann Felsstücke aus Gips in die noch feuchte Masse eingedrückt werden. Das gesamte Gelände wird mit Sand bestreut, dann alles mit verdünntem Holzleim dauerhaft fixiert und mit der Airbrush in verschiedenen Grau- und Beigetönen lackiert. Diverse Washings in Staub-, Sand und Moosfarbe sowie einige wenige Grasbüschel verleihen dem Gelände Leben. Aus denselben "Gipssteinen", analog zum Gelände lackiert und farblich behandelt, entsteht auch die Ladung für die Kippermulde, die ebenfalls mit Holzleim fixiert und als "Ladungsblock" dann lose in die Mulde eingesetzt wird.

Ural 4320

Michael Franz,
www.world-in-scale.de

Publiziert am 23. Mai 2018

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