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PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

von Ingo Degenhardt (1:48 Tamiya)

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Eigentlich baue ich in diesem Maßstab heutzutage Flugzeugmodelle, aber als Tamiya vor einer ganzen Weile diesen Tiger herausbrachte, musste ich ihn einfach mal ausprobieren. Eigentlich wollte ich ihn "nur mal eben so" aus der Box bauen, aber so ganz hat das dann ja doch wieder nicht funktioniert...

Ich habe die Markierungen von Tamiya verwendet und mich für ein Fahrzeug der schweren Panzerabteilung 503, Ostfront 1943 entschieden. Folgende Änderungen und Ergänzungen sind vorgenommen worden:

  • alle seitlichen Schutzbleche habe ich weggelassen (die gingen ja relativ leicht verloren) und
  • ihre Befestigungspunkte mit kleinen Quadraten aus Plastikmaterial hergestellt.
  • Kabel für Scheinwerfer und Nebelkerzenwerfer angebaut
  • an der Ladeschützenluke den halbrunden Federarm ergänzt
  • die Öffnungen auf dem Motordeck mit feinem Gitter aus Ätzteilen versehen
  • Funkantenne aus Draht angebaut.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Erfreulicherweise bietet der Bausatz die Option, das vorderste äußere Laufrad wegzulassen (es liegen entsprechende Radnaben bei). Dies wurde beim Original relativ häufig abmontiert, da es durch Schnee, Eis, Matsch, etc. sehr zum Blockieren neigte. Ich habe es auch weggelassen.

Lackiert habe ich den Tiger mit XTRAColor „Panzergrau“, welches ich dafür mit Mattweiß etwas aufgehellt habe. Ein "Washing" mit dem unverfälschten Farbton und Trockenmalen mit in mehreren Stufen weiter aufgehelltem Panzergrau bildeten die Basis für mein eher zurückhaltendes Altern des Panzers. Anschließend habe ich in den Bereichen für die Abziehbilder noch Glanzlack aufgespritzt, dann die wenigen Decals angebracht und dem gesamten Modell einen Überzug in Humbrol Flat Cote verpasst. Zum Schluß bekam er noch eine "Staubschicht" aus zerriebenen Pastellkreiden, was ihn allerdings recht griffempfindlich macht.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Die Besatzung ist die "Tiger Crew" von Warriors, die dem Modell doch etwas Leben verleiht und gleichzeitig meinen „mal-eben-so“-Plänen endgültig den Garaus gemacht hat. Beschafft, gebaut und bemalt wurden die Figuren von Jörg-Michael Glas, der das wirklich ganz prima gemacht hat. Ich brauchte sie nur noch in die Luken zu kleben.

Zunächst hatte ich auch kein Diorama für den Tiger geplant, aber dann tauchte diese Grundplatte auf – im Grunde Ausschuß aufgrund einiger Materialausbrüche während der Bearbeitung. Wegwerfen wollte ich sie aber auch nicht, also habe ich die Schadstellen mit verschiedenen Werkzeugen erweitert und noch ein paar dazugefügt, so dass der Rahmen jetzt aussieht, als wäre er unter schweres Feuer gekommen. Das Material für Bäume und Gras hatte ich noch auf Lager und habe diese Gelegenheit ergriffen, es nach gut 10 Jahren dann doch mal wieder zu verwenden. Nun hat also dieser Tiger E sein eigenes Stückchen Rasen und steht passend neben einer ähnlich beheimateten Me 262, zu der er auch maßstabsmässig perfekt passt.

PzKpfw. VI Ausf. E (früh)

Vielen Dank sagen möchte ich auch noch Thomas Wasserberg, der mir netterweise diverse Fragen beantwortet und Bilder geschickt hat, weil ich in der Annahme, sowieso nie wieder einen Panzer zu bauen, meine gesamte Literatur versteigert hatte. Man soll eben niemals nie sagen...kennt man ja.

Ingo Degenhardt

Publiziert am 25. November 2006

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