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Convair B-58A Hustler

von Peter Doll (1:48 Monogram)

Convair B-58A Hustler

Das Original:

Konzipiert als reiner Jagdbomber mit der Fähigkeit taktische A-Waffen mit Überschallgeschwindigkeit an Ziele rund um den Globus zu tragen, startete der Prototyp der B-58 am 11. November 1956 zu seinem Jungfernflug. Hervorstechende Merkmale waren das deltaförmige Tragwerk und die konsequente Umsetzung der Fächenregel in Form einer Einschnürung des Rumpfes zur Erzielung schallschneller Geschwindigkeiten.Die Anordnung der in Triebwerksgondeln unter den Deltaflügeln angebrachten vier J-79, gab der B-58 sein wohl einzigartiges optisches Erscheinungsbild.

Nach einer Vorserie von 30 Maschinen folgten 86 weitere Exemplare. In ihrer wechselvollen Geschichte kam es zu einer Reihe von tragischen Abstürzen, von denen sich zwei anläßlich des Pariser Luftfahrtsalons 1961 und 1965 vor internationalem Fachpublikum ereigneten. 1969 begann die Ausmusterung dieses Exoten bei der US Air Force, der Beileibe nicht einfach zu fliegen und zu händeln war. Erfreulich für uns Modellbauer ist jedoch, daß Flugzeugmuseen in den Staaten eine ganze Reihe von Maschinen der "Hustler" in ihrem Ausstellungsprogramm haben und ein Besuch in einem dieser Museen den Autor dieser Zeilen zu einem spontanen Nachbau angeregt haben.

Convair B-58A Hustler

Das Modell:

Bereits Anfangs der achtziger Jahre brachte Monogram die B-58 im quarter-inch-Scale mit einer Detaillierung auf den Markt, die uns auch heute noch staunen läßt. Insbesondere im Fahrwerksbereich ist Nacharbeit kein Thema und die filigrane Ausarbeitung der zahlreichen Einzelteile ist eine Freude. Negativ anzumerken sind allerdings die erhaben dargestellten Nieten und Blechstöße, die abgeschliffen und neu aufgebracht werden mußten. Eine Heidenarbeit, die sich aber in jedem Fall lohnt.

Convair B-58A Hustler

In Punkto Paßgenauigkeit ist ebenfalls Kritik angebracht, vorwiegend im Zuge des Zusammenbaus von Rumpfvorderteil und Heckbereich. Nur durch reichlich Spachtelmasse lassen sich die hier auftretenden Toleranzen ausgleichen. Sehr schön detailliert sind auch die Rettungskapseln, in denen die Schleudersitze der Besatzung untergebracht sind.Leider erkennt man diese Detaillierung auch bei geöffneten Canopies kaum, so daß ich mich entschlossen habe den Vogel mit geschlossenen Kabinendächern darzustellen.Eine Entscheidung, die der eleganten Linie des vorderen Rumpfes zugute kommt.

Convair B-58A Hustler

Das Finish:

Da alle Maschinen in Natumetall geflogen wurden, habe ich auch hier Alu-Folie verwendet. Vorbild für mein Modell war eine B-58A mit der Serien-Nummer 59-2458, die heute in hervorragend restauriertem Zustand im USAF-Museum in Daytona, Ohio zu besichtigen ist.

Convair B-58A Hustler

Die Decals:

Die dem Bausatz beiliegenden Abziehbilder sind mit einer sehr dicken Trägerfolie ausgestattet, die nur beschränkt zu empfehlen sind, wobei Weichmacher eine wichtige Rolle spielen. Nach Möglichkeit sollte man aber neuzeitliche Decals verwenden, die wohl jeder gut sortierte Modellbauer in seinen Beständen hat und die nicht spezifisch an einen Flugzeugtyp gebunden sind.

Convair B-58A Hustler

Wer noch etwas Zeit hat sollte die Neuauflage der "Hustler" abwarten, die Revell-Monogram in Kürze auf den Markt bringen will und hierzu war zu hören, daß es sich zwar um die alten Formen handelt, aber die Decals neu gestaltet und gedruckt werden. Man kann also gespannt sein.

Peter Doll

Publiziert am 23. Januar 2003

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