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Henschel Hs 129B-2

von Oliver Peissl (1:48 Revell)

Henschel Hs 129B-2

Das Original

Die HS 129 war das einzige Flugzeug des 2.Weltkriegs, dessen einziger geplanter Zweck die Zerstörung feindlicher Panzer war. Außer der russischen Sturmovik, einem vielseitig bewaffneten Angriffsflugzeug, hatten die Alliierten keine Maschine dieser Klasse. Alles, was die RAF vorzuweisen hatte, waren einige völlig unzureichende, mit 40-mm-Kanonen ausgestatteten Hurricanes. Dennoch erkannte man in Hitler-Deutschland nicht die entscheidende Bedeutung der HS 129 und so konnte man dem russischen Vormarsch 1944/45 nur wenig entgegen setzen. Der erste Prototyp startete im Februar oder März 1939 mit den Argus AS 410A1 Motoren, deren Leistung, wie sich herausstellte für dieses Flugzeug zu schwach waren. Nach dem Fall Frankreichs wurden die, in großer Stückzahl vorhandenen, Französischen Gnome-Rhône-14M-Sternmotoren verwendet. Diese Maschine wurde mit etlichen Waffenausführungen aufgerüstet, bis die Fertigung ende September 1944 aufgrund des „ Notjägerprogramms “ eingestellt wurde.

Henschel Hs 129B-2

Das Modell

Dieses Modell stellt eine Maschine der 10. Staffel des SG 9 dar, die im März 1944 in Czernovitz stationiert war. Geflogen wurde diese Maschine von Leutnant Walter Krause. Die ursprüngliche Form von Hasegawa wurde von Revell zu einem wesentlich günstigeren Preis übernommen. Der Spritzguss weist eine hervorragende Qualität auf. Enthalten sind versenkte Gravuren sowie, die im Original, erhabenen Wartungsklappen. Jedoch wurde der mir aufgefallene einzige Fehler auch übernommen. Es handelt sich hierbei um die Höhenflosse, die zweimal die gleiche Seite aufweist. Aber dieser kleine Fehler versinkt unter der Top Qualität des restlichen Modells. Es sind nur geringfügige Spachtelarbeiten an Rumpf und Tragfläche nötig. Das Cockpit ist von hoher Qualität, wurde aber von mir durch ein Eduard-Cockpit ersetzt, mit RLM 66 lackiert und danach mit schwarzer Plakafarbe eingeschwärzt. Mit Hilfe etwaiger Bilder wurden dann die Instrumente und Schalthebel des Cockpits bemalt und durch Trockenbürsten gealtert. Die Fahrwerkssektion wurde mittels RLM 02 lackiert und wie auch das Cockpit gealtert. Zusätzlich kamen noch aus meiner Grabbelkiste einige Fotoätzteile hinzu.

Henschel Hs 129B-2

Die Lackierung

Lackiert wurde dieses Modell in der Segment-Tarnung RLM 70,71 oberhalb und RLM 65 von X-tra Color unterhalb. Da die Einheit des SG 9 jedoch im Frühjahr 1944 eingesetzt war musste eine, für diese Jahreszeit entsprechende Tarnung angebracht werden. Dies geschah indem man eine kalkähnliche, abwaschbare Farbe auftrug. Diese Farbe wurde von mir nach Aushärten der Grundfarben mittels glänzendem Weiß von Revell aufgetragen. Das gelbe Rumpfband sowie die Tragflächespitzen wurde in RLM 04 lackiert. Die Propellerblätter wurden schwarzgrün (RLM 70) lackiert.

Henschel Hs 129B-2

Das Finish

Beim Altern dieser Maschine kann man ruhig etwas großzügiger sein, da die Flugzeuge im Osten zu diesem Zeitpunkt mehrere Einsätze am Tag flogen. Nach der Lackierung wurde das Modell komplett mit Plakafarbe eingeschwärzt, danach wurde mit Silber an Wartungsplanklappen und den üblichen Abnutzungsstellen trockengebürstet. Die Fahrwerksbeine wurden mittels gezogenem Gußast, zur Darstellung von Bremsschläuchen, von mir gesupert. Bevor nun das komplette Modell mit Revell Mattlack behandelt wurde, alterte ich mittels Pastellkreide an Spanten und Blechstößen. Zu guter Letzt wurde der Antennendraht, sowie die Polsterung an der Cockpitscheibe ergänzt.

Oliver Peissl,
www.Erlawerke.de

Publiziert am 08. Oktober 2004

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