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Mörser "Karl" Gerät 040

...und die Musik spielt dazu.

von Thomas Borst (1:72 Hasegawa)

Mörser "Karl" Gerät 040

Einleitung

Den Bausatz des Karl kaufte ich aus dem Bauch heraus, wollte ihn nur mal schnell bauen, doch leider liegt mir das nun mal nicht und es wurde mein bis Dato größtes Projekt. Nach längerer Recherche, auf die ich jetzt an dieser Stelle nicht so genau eingehen möchte, da es den Rahmen sprengen würde, baute ich einen Thor mit 8 Laufrollen. Zu viele Quellen haben sich im I-Net widersprochen, wer mit wie vielen Laufrollen in welcher Farbe, mit welchem Namen wo im Einsatz war. Als bestes Beispiel vergleicht man den Adam mit 11? Laufrollen im Museum. Aus diesem kühlen Grunde gibt es nun einfach ein Übungsplatzdiorama in einer frühen Phase.

Mörser "Karl" Gerät 040

Zur Namensgebung, Farbe und Laufwerk zitiere ich folgende Quelle:

''Alle Geschütze hatten zudem einen eigenen Namen, doch wurde die komplette Baureihe oft nach dem ersten Geschütz Thor benannt, da die Presse wegen der Geheimhaltung nicht wusste, dass die Mörser individuelle Namen hatten. Zudem wurden nur wenige Fotos und Unterlagen veröffentlicht und auch die Bezeichnung Gerät 040 sagte nichts über Zweck oder Kaliber der Waffe aus. Durch die hohe Geheimhaltung gab es nur vorläufige Schusstafeln ohne besondere Hinweise auf das Gerät 040. Da die Originalunterlagen teilweise vernichtet worden sind und zum anderen von den Besatzungsmächten beschlagnahmt wurden, gibt es auch heutzutage kaum ausführliche Dokumente aus der damaligen Zeit zum Gerät 040.''

Mörser "Karl" Gerät 040

Diorama

Den Boden stellte ich aus gesiebtem Waldboden mit verdünntem Weißleim her, drückte mit einer Kette die Spuren in den noch nassen Boden und bestäubte ihn danach (nach einer mehrere Wochen langen Trockenphase) mit Pastellkreide. Hinter die Gleise platzierte ich echtes Moos. Einen 1:87er Prellbock habe ich etwas vergrößert und auf die Schienen gesetzt. Die Telegrafenmasten und weiteres Zubehör sind von Italeri. Verfeinert habe ich das alles mit diversen Ätzteileresten. Zusätzlich verwendete ich den feinen Schotter vom Eisenbahnzubehör, das Tarnnetz zum Schutz vor der Sonne entstand aus Mullbinde und Birkensamen.

Mörser "Karl" Gerät 040

Mörser Karl (Gerät 40)

Beim Hauptdarsteller meines Dioramas verwendete ich den Ätzteilesatz von Eduard. Die fehlerhafte Wanne habe ich geöffnet. Bei der Kettendarstellung ist leider nur die Fahrposition möglich, aber egal, ist ja eh auf dem Testgelände.

Mörser "Karl" Gerät 040

Tragschnabelwagen

Hier mussten leider Auswerferstellen ohne Ende an den sichtbarsten Bereichen bereinigt werden. Es gab auch sehr viel Fischhaut zu entfernen, bei einer ansonsten aber sehr guten Detaillierung des Modells. Die Ketten und Haken an der Kupplung mussten ausgehöhlt werden.

Mörser "Karl" Gerät 040

Munitionsschlepper Pz.Kpfw. IV

Das Hasegawa Modell habe ich geöffnet dargestellt, musste es aber nochmal fast komplett zerpflücken, da ich leider in einer schon etwas zu weit fortgeschrittenen Phase der Existenz eines Ätzteilesatzes gewahr wurde. Schließlich fügte ich noch eine Haltekette für das Trittblech hinzu.

Als zweiten Schlepper (es gehörten immer zwei zum Karl) besorgte ich mir das Modell von Hobby Boss, welches ich geschlossen darstellte, da es noch hinter dem ersten wartete. Es wich leicht vom Hasegawamodell ab, was ich persönlich aber als eine Bereicherung empfinde, da nicht alles so stereotyp aussehen sollte. Ich passte ihn nur leicht an den anderen Schlepper an, verwendete dabei einige der übriggebliebenen Ätzteile. Auch öffnete ich die Luke für den Fahrer und führte einen kompletten Umbau des Krans durch, den ich noch liegend darstellen wollte.

Mörser "Karl" Gerät 040

Kfz. 17 Funkkraftwagen

Die Teile dieses Bausatzes bestachen nicht gerade durch eine Passgenauigkeit, die als gut zu bezeichnen wäre. Erschwerend kamen auch noch der viele Grat und die relativ schlechte Bauanleitung hinzu.

Das Interieur hingegen war sehr schön ausgeführt, sodass ich die Türe offen darstellte, was sich aber als sehr mühsam herausstellte, da die Teile doch durch ein dickes, aber dafür stabiles, Plastik zu punkten wussten.

Nach meinen üblichen Detaillierungsarbeiten brachte ich noch einen Wimpel an und ergänzte ein Seil.

Mit einiger Mühe ist mit diesem Bausatz durchaus ein sehr schönes Ergebnis zu erzielen.

Mörser "Karl" Gerät 040

BMW R75

Die Motorräder und der Beiwagen wurden gespachtelt und weiter detailliert, die Decals für die Nummernschilder zurechtgetüftelt. Bei den Scheinwerfern kamen wiederum Strasssteinchen zum Einsatz.

Mörser "Karl" Gerät 040

Bemalung

Hierzu verwendete ich Aqua- und Ölfarben. Auch kamen Pastellkreide und Graphitstift zum Einsatz.

Mörser "Karl" Gerät 040

Figuren

Dabei griff ich auf eine mannigfaltige Auswahl zurück: Die besten der bescheidenen Qualität der Bedienmannschaft vom Hasegawa Bausatz (hier war leider viel Nacharbeit von Nöten), Preiser, CMK, Italeri (auch mit vielen Nachschnitzereien verbunden), Revell und der Schäferhund von Pegasus.

Es gab schöne Unterschiede in Größe und Form (die sich immer in der Toleranz des Maßstabs bewegten), aber das ist ja gerade das Gute, wie im richtigen Leben eben.

Mörser "Karl" Gerät 040

Fazit

Arbeitsmäßig ausgeartetes ''Nebenbeimodell''. Man soll ihn eben nicht unterschätzen. Ist schon ein mächtiges Kaliber, der Karl!

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Mörser "Karl" Gerät 040

 

Thomas Borst

Publiziert am 30. März 2011

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