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Yak-18PS

(Amodel - Nr. 72320)

Amodel - Yak-18PS

Produktinfo:

Hersteller:Amodel
Sparte:Flugzeuge Zivil
Katalog Nummer:72320 - Yak-18PS
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:August 2015
Preis:ca. 20 €

Besprechung:

Geschichte:

Nach dem „tödlichen“ Debakel der sowjetischen Nationalmannschaft bei den 5. Kunstflugweltmeisterschaften gegen das DDR-Team 1968 in Magdeburg, saß das Designteam im OKB Jakowlew wieder an einem runden Tisch und suchte nach Antworten und technischen Möglichkeiten für eine leichtere Variante der Jak-18PM. Entscheidend war, man musste leichter werden, da ein stärkeres Triebwerk nicht zur Verfügung stand. Kurz, die Flächenbelastung musste verringert werden. Das Modell bekam die Bezeichnung Jak-18PS und brachte ganze 110 kg weniger Gewicht auf die Waage. Die meisten Kilo brachte die Änderung des Fahrwerkes. Das Hauptfahrwerk wurde nun einfach nach hinten, zur Hälfte in den Flügel eingeklappt. Das Bugfahrwerk ersetzte man durch ein einfaches Spornrad. Dazu wurde die Kraftstoffanlage wieder verändert, es gab nur noch einen zentralen Haupttank, der Ölkühler kam unter den Vorderrumpf und die Höhen- und Seitenruder wurden so modifiziert, dass die Steuerdrücke geringer wurden. Zusätzlich kitzelten die Triebwerksspezialisten ganze 8 PS mehr aus dem AI-14RF. Drei Flugzeuge wurden aus Jak-18PM zur PS umgebaut.

Zwischen dem 20. und 28. Juni 1970 fanden die Testflüge in Schukowski statt. Dabei wurden nur 18 Flüge mit einer Dauer von neun Stunden durchgeführt. Die Einschätzung der Maschine war mehr als positiv. Keine vier Wochen später fanden schon die 6. Weltmeisterschaften statt. Der richtige Erfolg im englischen Hullavington wurde es nicht, da die nötige Zeit nicht vorhanden war, sich auf den neuen Typ einzufliegen. Eine nachgeführte Jak-18PM (gelbe 07) brachte dann immerhin noch den absoluten Weltmeistertitel bei den Herren. 

Heute könnte man die Jak-18PS mit der Jak-50 verwechseln. Man kann sie aber als Prototyp der Jak-50 betrachten, mit einen neuen Flügel bei dem das Hauptfahrwerk nach vorn einfährt.

Amodel - Yak-18PS

Bausatz:

Genau wie die Bausätze der Jak-18P und Jak-18PM erscheint auch das Modell der Jak-18PS in einer ansprechenden Stülpschachtel. Sauber verpackt, in Plastiktütchen, drei graue Spritzrahmen mit 42 Teilen. Für diese Variante werden aber zwölf Teile nicht benötigt. Selbst das Modell wird dabei, wie das große Vorbild, leichter als das Vorgängermodell. Wenn das kein Modellbau ist? Schade, dass es hier keine Smileys gibt. Die einteilige Kabinenhaube, etwas dick aber gut durchsichtig. Die feinen Paneellinien passen gut zum Maßstab und die angenehme Oberflächenstruktur des Rumpfes und vor allem der Tragflächen lässt jetzt nicht gleich Short-Run erkennen. Es sind die Angüsse, die immer etwas überarbeitungsbedürftig sind. Die Stoffbespannung der Tragflächen ist gut wiedergegeben.

Amodel - Yak-18PS

Amodel - Yak-18PS

Übrigens, einen Sternmotor gibt es bei keinem der drei Modelle. Die zweiteilige Cowling wird noch vorn mit der bekannten Lamellen-Jalousie abgeschlossen. Das Cockpit ist mit sieben Teilen, bei geschlossener Haube, ausreichend detailliert. Der sauber gedruckte Decalbogen erlaubt zwei Bemalungen, die aber im Detail nur eine minimale Abweichung am Seitenleitwerk erkennen lassen. Bei beiden Maschinen handelt es sich um die gelbe 05 mit einer frühen und späteren Variante. Die Amodel typische Bauanleitung findet man auch in diesem Bausatz wieder. Fünf Zeichnungen führen zum montierten Modell. Die Affinität zu Humbrol hat sich bei Amodel nicht geändert.

Amodel - Yak-18PS

Weitere Bilder

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Yak-18PS

 

Darstellbare Maschinen:
  • Jak-18PS, gelbe 05, letzte Bemalung
  • Jak-18PS, gelbe 05, frühe Bemalung mit schwarzer 37 am Leitwerk
Stärken:
  • gut gemachter, detaillierter Bausatz
Schwächen:
  • Cockpithaube einteilig, zu dick
Anwendung:
  • einfach zu bauen

Fazit:

Wenn man denkt, von Jakowlew gibt es schon alle Modelle, nein, da kommt Amodel und zaubert was Neues aus dem Ärmel, im übertragenen Sinne. Eigentlich aus dem Spritzautomat. Und weil das so ist, bleibt es gerade bei Amodel auch weiterhin spannend. Das Modell ist mit wenigen Teilen einfach zu bauen.

Diese Besprechung stammt von Bernhard Pethe - 25. September 2015

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