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Fouga CM-175 Zéphyr

(Special Hobby - Nr. SH72323)

Special Hobby - Fouga CM-175 Zéphyr

Produktinfo:

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:SH72323 - Fouga CM-175 Zéphyr
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2015
Preis:ca. 15 €
Inhalt:
  • 4 Gießrahmen aus hellgrauem Kunststoff
  • 1 Gießrahmen aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Anleitung

Besprechung:

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Fouga CM-175 Zéphyr

 

Die Fouga CM.175 Zéphyr ist eine navalisierte Version der Magister, dem Standard-Jettrainer der französischen Luftwaffe vor der Ära des Alpha Jets. 1956 wurden 30 Maschinen inklusive zweier Prototypen von der Aeronavale geordert, um die Piloten der Marineflieger vor allem in Sachen Decklandung und Katapultstart zu instruieren. Die Zéphyr wies einige Unterschiede zur Landversion auf, so verfügte sie über ein verstärktes Fahrwerk mit Katapulthaken, einen Fanghaken und eine Cockpihaube mit Schiebesegmenten anstelle der nach hinten aufklappenden Hauben. Dies sollte Starts und Landungen mit offener Haube ermöglichen, da ja keine Schleudersitze verbaut waren. Die Zelle war stellenweise ebenfalls verstärkt, um die höheren mechanischen Belastungen eines Trägerflugzeuges aufnehmen zu können.

Die ersten Maschinen stießen ab 1959 zur Flotte, es wurden zwei Staffeln mit der Zéphyr ausgerüstet, die Escadrille 59.S und 57.S, Allerdings flog die 57.S die Zéphyr nur kurz und gab ihre Maschinen bereits Anfang 1960 an die 59.S ab. Es wurde immer nur ein Teil der Maschinen verwendet, die restlichen waren eingelagert und wurden regelmäßig ausgetauscht, um die Flugstunden gleichmäßig auf die Flotte zu verteilen. 1994 wurden die letzten Maschinen ausgemustert und das Training in die USA verlagert.   

Special Hobby - Fouga CM-175 Zéphyr

Eine Fouga Magister war ja bereits seit längerem von Special Hobby angekündigt gewesen, nun endlich ist es soweit und die erste Variante aus den neuen Formen ist auf unseren Basteltischen gelandet. Interessanterweise ist es keine Magister sondern die navalisierte Version Zéphyr, die als erstes erschienen ist. Aber keine Angst, die Magister wird definitiv folgen, denn auf den Rahmen sind bereits alle erforderlichen Teile enthalten. Bisher gab es von der Magister ja nur zwei schon recht alte Bausätze, nämlich von Airfix und Heller. Diese können nun aber beruhigt in die Rubrik "Sammlerstücke" wechseln, denn der neue Bausatz ist ihnen haushoch überlegen.

Die recht unpraktische Schüttbox enthält vier Gießrahmen im typischen grauen Kunststoff sowie einen Klarteilerahmen mit verschiedenen Ausführungen der Cockpithaube. Ein erster Blick auf die Teile bringt wieder - wie in letzter Zeit üblich bei Special Hobby - einige schöne Details zum Vorschein. Die Gravuren sind natürlich versenkt und ausreichend fein für den Maßstab. Einige kleinere Details sind erhaben ausgeführt. Ein Wermutstropfen ist die wegen der "All-In-One" Ausführung erforderliche Aufteilung des Rumpfes, Bug- und Heckkonus jeweils mehrteilig, plus weitere optionale Teile - hoffentlich passt das am Ende alles gut zusammen, wäre nämlich schade um die Gravuren.

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Fouga CM-175 Zéphyr

 

Der Zusammenbau beginnt wie üblich im Cockpit. Die Cockpitwanne weist einige einfache Details auf und taugt zumindest mal als Grundlage für weitere Detaillierungsarbeiten. Es lassen sich da nämlich durchaus noch ein paar Leitungen und strukturelle Teile an den Seitenwänden ergänzen. Die Instrumentenbretter weisen geprägte Elemente auf und können entweder bemalt oder mit den Decals belegt werden. Auch hier sollte man die Instrumente zumindest andeutungsweise noch verkabeln. Die Sitze haben zwar die Polster an der Rückenlehne jedoch keinerlei Gurtzeug. Vielleicht kommt ja noch was an Ätzteilen von den üblichen verdächtigen. Etwas ärgerlich sind die Auswerferspuren auf den Innenseiten des Rumpfes, eine der wenigen am ganzen Bausatz. Bevor der Rumpf nach Fertigstellung des Cockpits geschlossen werden kann, müssen noch die Triebwerkskanäle eingebaut werden. Dazu hat Special Hobby einfach ein passendes Gegenstück für die Rumpfinnenseiten konstruiert, in das die Teile der Verdichter- und Turbinenschaufeln als "Begrenzungen" eingeklebt werden. Die Naht sieht man später ganz gewiss nicht mehr. Die Einlauflippen und Auslässe sind separate Teile, also auch hier saubere Übergänge vorhanden. Simpel aber sehr effektiv!

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Ist der Rumpf nun endlich zu, werden die typspezifischen Bug- und Heckkonusse angebracht, vorne mit dem integrierten Bugradschacht. Dieser ist, wie auch die Hauptfahrwerksschächte, so gestaltet, dass er als Ganzes auf die vorgesehene Öffnung aufgesetzt wird. Das ergibt am Ende sehr schön tiefe und auch recht ansprechend detaillierte Schächte. Die zugehörigen Klappen können sich ebenfalls sehen lassen, auch hier hat man die leichten Unterschiede zwischen Magister und Zéphyr, die sich aus den verstärkten Fahrwerken ergeben, berücksichtigt. Die Fahrwerke und Räder selbst sind recht einfach gehalten, wer will kann noch die fehlenden Leitungen ergänzen. Die Luftbremsen in den Tragflächen können übrigens wahlweise ein- oder ausgefahren gebaut werden, man sieht das ja durchaus öfters bei abgestellten Maschinen.

Zahlreiche kleinere Anbauteile wie Lufthutzen, Antennen, Anlenkungen der Steuerflächen etc. verfeinern den Außenbereich. Viele der der Teile sind echt winzig, hier muss man wirklich sorgfältig arbeiten beim Heraustrennen aus dem Rahmen. Die Steuerflächen sind alle angegossen, dafür aber so gestaltet, dass sich schön dünne Hinterkanten ergeben. Am Ende des Zusammenbaus bleiben über 40 Teile übrig, es werden sicherlich noch viele Auflagen aus dieser Werkzeugform folgen, wir dürfen gespannt sein, was den Marketing-Leuten bei Special Hobby so alles einfällt ;) Die Klarsichtteile machen ebenfalls einen sehr guten Eindruck. Es gibt aber keine extra Teile wenn man die Haube geschlossen bauen möchte. Auch hier liegen wieder sowohl Magister- und Zéphyrteile bei. Bin mal gespannt wie gut die Hauben bei geöffnetem Cockpit übereinanderpassen.

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Fouga CM-175 Zéphyr

 

Die Decals erlauben uns die Dekoration von vier Maschinen. Da die Zephyr nur von zwei Einheiten geflogen wurde, wundert es nicht, dass drei der vier Möglichkeiten bis auf die Seriennummer praktisch identisch sind. Die Zephyr waren alle in einem silberfarbenen Ton lackiert (kein Naturmetall). Am Bug sowie am V-Leitwerk waren Bereiche mit einem Orangeton farblich hervorgehoben, die die Flugzeuge als Trainer identifizierten. Option D war indes ganz in Aluminiumfarben lackiert. Der Bogen macht einen recht guten Eindruck, allerdings scheint mir der "hameçon" in den Kokarden einen Tick verrutscht zu sein. Neben den individuellen Markierungen enthält der Bogen auch einen Satz Wartungshinweise. Die Bauanleitung lässt, wie inzwischen bei Special Hobby üblich, keine Wünsche offen - farbig auf Hochglanzpapier gedruckt mit leicht verständlichen Illustrationen. Bemalungsangaben sind genügend vorhanden, die jeweiligen Teile sind sogar farblich passend hervorgehoben. Auch wie üblich sind diese Angaben auf die Gunze Farben bezogen.

Darstellbare Maschinen:
  1. Fouga CM.175 Zéphyr N°4, Escadrille 59s, BAN Hyères, Frankreich
  2. Fouga CM.175 Zéphyr N°11, Escadrille 59s, BAN Hyères, Frankreich
  3. Fouga CM.175 Zéphyr N°16, Escadrille 59s, BAN Hyères, Frankreich
  4. Fouga CM.175 Zéphyr 57.S-23, Escadrille 57s, École de Chasse de la Marine, Khouribga, Marokko
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • All-In-One Werkzeugform mit vielen optionalen Teilen
Schwächen:
  • Keine wirklich ersichtlich, bis auf die minimal verdruckten Kokarden und die fehlenden Sitzgurte
Anwendung:
  • Der kleine hat's in sich. Viele kleine Teile und jede Menge Alternativteile.

Fazit:

Das Warten hat sich definitiv gelohnt. Special Hobby hat sich wieder mächtig ins Zeug gelegt, das Resultat ist mehr als zufriedenstellend. Die Bausätze von Airfix und Heller können nun ihren wohlverdienten Ruhestand antreten. Ein toller Bausatz für kleines Geld, super Detaillierung, viele Optionen.

Weitere Infos:

Anmerkungen: Den Bausatz findet ihr bei Special Hobby hier.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 28. September 2015

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