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Beechcraft C-45F Expeditor

(Revell - Nr. 03966)

Revell - Beechcraft C-45F Expeditor

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:03966 - Beechcraft C-45F Expeditor
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:November 2015
Preis:ca. 20€
Inhalt:
  • 2 Gießrahmen aus hellgrauem Kunststoff
  • 2 Tragflächenteile
  • 1 Rahmen mit Klarsichtteilen
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Bauanleitung

Besprechung:

Revell - Beechcraft C-45F Expeditor

Die Beechcraft C-45 war eines der vielseitigsten Flugzeuge seiner Art. Entwickelt wurde die als Beech Model 18 bekannte Maschine bereits ab Dezember 1935. Grundlage bildete eine Umfrage bei potenziellen Kunden, nach der die wesentlichen Spezifikationen festgelegt wurden. Dies waren geringe Betriebskosten, einfache Wartung, Starts und Landungen von kleinen Flugplätzen und ein Komfort wie bei großen Airlinern. Gut 14 Monate später erfolgte bereits der Erstflug des Prototypen. In der Folge wurden über 6.000 Maschinen gebaut, die Produktion endete erst 1957.

Revell - Beechcraft C-45F Expeditor

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Die militärische Version der Beechcraft Model 18 lautete C-45. Die hier vorgestellte C-45F war das letzte Produktionsmuster und wurde 1522 mal gebaut, 42 davon als Aufklärer F2B-BH. Ihre Motorisierung bestand aus zwei 450PS Pratt & Whitney R-985-AN-1 Sternmotoren. Sie bot sieben Passagieren Platz und wurde im Laufe der Jahre kontinuierlich weiterentwickelt. Die USAF musterte ihre letzten C45 im Jahre 1963 aus, bei der Navy flogen sie bis 1972 und die letzten Army Flieger durften erst 1976 in Rente gehen. Es gab auch zahlreiche ausländische Nutzer, von Argentinien bis Zaire stand sie bei gut 30 Nationen im Dienst.

Revell - Beechcraft C-45F Expeditor

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Seit einiger Zeit kooperiert Revell gerne mal mit dem ukrainischen Hersteller ICM, so auch bei diesem Bausatz. Der 2014 erstmals erschienene Bausatz wurde unverändert übernommen und mit eigenen Decals versehen. Die knapp über 120 Bauteile sind von guter Qualität und sehr sauber gespritzt. Grat oder Fischhaut konnte ich keine ausmachen. Stellenweise gibt es ein paar Auswerferspuren in sichtbaren Bereichen, aber keine große Sache. Die Detaillierung ist schon ganz ordentlich, die Gravuren sauber gesetzt und relativ fein. Ein paar Nietenreihen hätten es aber schon sein dürfen. Die Oberfläche sollte man für das spätere Finish nochmal leicht überschleifen und polieren. Die Aufteilung der Zelle ist insofern ungewöhnlich, dass beide Tragflächenhälften duchgängig aus einem Stück gefertigt sind und der Kabinenboden bereits in die obere Hälfte integriert ist. Etwas ungünstig sind die am Rumpfrücken angegossenen Antennen, diese sollte man am Besten gleich abschneiden und erst am Ende des Zusammenbaues wieder ankleben.

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Der Innenraum ist für das, was später noch davon sehen wird, adäquat detailliert. Das Instrumentenbrett verfügt über erhabene Instrumente und kann wahlweise mit einem Decal belegt werden. Auch an die kleine Konsole im Kabinendach hat man gedacht. Die Sitzgurte werden ebenfalls mit Decals nachgebildet, Decal Nr. 23 und 24 sind für das Cockpit, die Nr. 28 für die Passagiersitze. Die Sitze selber sind ganz schön gemacht mit separatem Polster und Gestell. Wer den Innenraum noch etwas verschönern möchte kann auf das bereits erhältliche Eduard-Set zurückgreifen. Wenn man die hintere Tür geöffnet baut sollte man zumindest in diesem Bereich die typische, rautenförmig strukturierte Innenraumverkleidung nachbilden.

Revell - Beechcraft C-45F Expeditor

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Die beiden Sternmotoren sind sozusagen das "Lowlight" an diesem Bausatz, weder die Details an den Zylindern noch am Getriebegehäuse können überzeugen. Das Eduard Set schafft hier auch nur bedingt Abhilfe. Ersatz aus Resin (Vector/NeOmega) gibt es, aber diese sind recht teuer. Die separaten Kühlluftklappen vermitteln den Eindruck, als wären sie leicht geöffnet, interessant wie das umgesetzt wurde. Da die Aufhängung der Motoren in den Fahrwerksschächten gut sichtbar ist bzw. die Fahrwerke dort mit dranhängen, wurde sie komplett nachgebildet. Die Schächte selbst sind ausreichend detailliert, wer will kann an den Fahrwerken noch die Bremsleitungen ergänzen. Die Räder (unbelastet) weisen ein feines Längsrillenbprofil auf. Die Steuerflächen sind bis auf die Querruder fest angegossen, letztere sind, wie in der guten alten Zeit, beweglich baubar. Wer möchte kann auch das Fahrwerk im eingezogenen Zustand bauen, es liegen sogar passende ungeteilte Klappen dafür bei.

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Beechcraft C-45F Expeditor

 

Der 15x12cm große Decalbogen hält zwei Optionen bereit, eine Maschine der USAF und eine der britischen Fleet Air Arm. Beide sind in Naturmetall und stellen Maschinen aus der Zeit von 1948/49 dar. Der Druck der Decals ist sehr sauber, der Trägerfilm matt. Es empfielt sich den "USAF" Schriftzug und die Kennungen weitestgehend vom Trägerfilm zu befreien, da sonst Gefahr besteht, dass man den später noch sieht. Hergestellt wurden die Decals wieder bei Colorad in Portugal. Die farbige Anleitung ist sehr übersichtlich und lässt keine Fragen offen. Da sie aktuell nicht zum Download angeboten wird haben wir euch die einzelnen Schritte hier mit drangehängt, da kann sich jeder vorab schon mal ein Bild machen.

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Darstellbare Maschinen:
  1. Beechcraft UC-45F Expeditor, S/N 335764, CC-764, 2nd Electronics Squadron, USAF, Olmsted Field, PA, 1948
  2. Beechcraft Expeditor C:II, KP115, No.728 Naval Air Squadron, Fleet Air Arm, Hal Far, Malta, September 1949
Stärken:
  • Einfacher Aufbau
  • Solides Modell, welches eine sehr gute Grundlage bietet
  • Günstiger als die ICM Auflage
Schwächen:
  • Sternmotoren
Anwendung:
  • Einfach

Fazit:

Solche Wiederauflagen sind immer gerne gesehen. Der Bausatz bildet eine sehr gute Grundlage für ein schönes Modell. Und der Preis ist sogar noch günstiger als bei ICM.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 29. Dezember 2015

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