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F4U-4 Corsair

(Revell - Nr. 03955)

Revell - F4U-4 Corsair

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:03955 - F4U-4 Corsair
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Februar 2016
Preis:ca. 7 €
Inhalt:
  • 4 Gießäste aus weißem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Anleitung in Schwarz-Weiß

Besprechung:

Revell überraschte uns 2014 mit einem Bausatz der F4U-1A Corsair aus neuen Formen. Obwohl es damals bereits eine Reihe von Dash 1As in 1:72 (Tamiya, Academy, Hasegawa - um nur einige zu nennen) gab, war der "Neue" durchaus willkommen. Nun hat man in logischer Konsequenz eine F4U-4 nachgelegt. Die Änderungen gegenüber der F4U-1A sind in Form zweier neuer Rahmen umgesetzt. Diese enthalten einen neuen Hamilton Standard Vierblattpropeller, ein geändertes Getriebegehäuse und eine neue Motorenverkleidung. Die Abgasrohre sind nun entsprechend der F4U-4 auf dem Umfang verteilt und der Kinn-Lufteinlauf ist nun ebenfalls vorhanden. Außerdem wurden die Tanks durch einen Satz Bomben ergänzt, die Pylone waren ja bereits schon bei der F4U-1 enthalten. Das Cockpit, einer der wesentlichsten Unterschiede zwischen beiden Versionen, wurde allerdings unverändert beibehalten. Die F4U-4 sollte eigentlich eine richtige Cockpitwanne haben, hier muss man sich anderweitig behelfen, wenn man das korrekt wiedergeben will. Das Instrumentenbrett und die Seitenkonsolen sind beim Original ebenfalls anders, allerdings hat Revell hier ohnehin einen Mix kreiert. Der Sitz sollte so oder so ausgetauscht werden, da er kaum etwas mit dem Original zu tun hat.

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F4U-4 Corsair

 

Ansonsten bleibt bei den 65 nun in Hellgrau gespritzten Bauteilen und den beiden Klarteilen alles beim Alten. Die Oberflächendetaillierung besteht aus feinen versenkten Gravuren, beinahe schon zu fein. Die bespannten Bereiche auf den Rudern und am Seitenleitwerk sehen ganz ok aus, diejenigen im äußeren Bereich der Tragflächen sind mir persönlich etwas zu stark betont. Die paar Sinkstellen sind noch immer vorhanden, aber keine wirklich große Sache. Die Hinterkanten der Tragflächen sind Teil des Oberteils und dadurch sehr schön dünn ausgeführt (daher auch ein Teil der Sinkstellen). Der Motor ist vollständig nachgebildet, die Zylindersterne hat Revell aber schon besser hinbekommen. Interessant ist die Option für ausgestellte Kühlklappen rund um die Motorenabdeckung. Wer diese nicht mag, kann das Bauteil mit den geschlossenen Klappen verwenden.

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F4U-4 Corsair

 

Die Fahrwerke sind sehr filigran und sehr gut detailliert. Die Räder verfügen über durchbrochene Speichen und separate innere Felgenteile. Die Fahrwerksschächte verfügen über erhabene Strukturen und sind Teil der oberen Traglächenhälften, was einen schön tiefen Schacht ergibt (im Gegensatz zu Italeris F4U Reihe). Wer die F4U im Fluge bauen will, für den hat Revell die Fahrwerksklappen an einem Stück belassen, was die Sache deutlich erleichtert. Alle anderen müssen die Klappen vor dem Einbau zerteilen. Sonstige Optionen beim Bau gibt es bis auf die angesprochenen Kühlluftklappen und das eingezogene Fahrwerk keine. Sämtliche Steuerflächen und auch die Flügel sind aus einem Stück. Wer hier etwas ausgelenkt oder beigeklappt bauen will muss selbst die Initiative ergreifen. Das spiegelt sich andererseits auch positiv im Preis wieder, für knapp 7 Euro erhält man hier deutlich mehr als anderswo.

Im Gegensatz zur 2014 Auflage bietet uns Revell hier nur noch eine einzige Markierungsoption an, eine F4U-4B der Naval Air Reserve Training Unit in Jacksonville Florida aus dem Jahr 1954. Die Decals stammen von Zanchetti und sind von sehr guter Qualität. Ich habe kein Foto der Maschine finden können, von daher kann ich die Richtigkeit der Decals nicht überprüfen. Wartungshinweise sind keine auf dem Bogen enthalten, auch hier kann ich nicht sagen ob man welche gebraucht hätte. Die Anleitung ist wie gewohnt sehr übersichtlich. Als Farbton für das Marineblau ist Revell 350 Lufthansablau angegeben, mischen bracht man hier nur bei der Cockpitfarbe.

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F4U-4 Corsair

 

Darstellbare Maschinen:
  • F4U-4B, '66', 63048, Naval Air Reserve Training Unit, Jacksonville, Florida 1954.
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Durchdachter Aufbau
  • Gute Decals
  • Unschlagbarer Preis
Schwächen:
  • Die stoffbespannten Bereiche sind zu übertrieben dargestellt
  • Cockpit entspricht nicht dem einer F4U-4
Anwendung:
  • Einfach

Fazit:

Die notwendigen Änderungen für eine F4U-4 wurden leider nicht alle korrekt umgesetzt. Allerdings muss man schon ein Experte in Sachen Corsair sein, um das zu erkennen, vor allem bei geschlossenem Cockpit. Ideal für ein Zwischendurchprojekt, natürlich auch für Anfänger geeignet.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 19. März 2016

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