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Vampire F Mk.3

(Revell - Nr. 03934)

Revell - Vampire F Mk.3

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:03934 - Vampire F Mk.3
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:April 2017
Preis:ca. 14 €
Inhalt:
  • 2 Gießäste aus grauem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 farbige Bauanleitung

Besprechung:

Revell - Vampire F Mk.3

Die De Havilland Vampire war neben der Gloster Meteor der zweite Jet der RAF, welcher nach dem Krieg in Dienst gestellt wurde. Ihre Entwicklung begann bereits 1941/42, zusammen mit dem Triebwerk, das später einmal das DH Goblin werden sollte. Zunächst nur als Prototyp geplant, mussten die Konstrukteure sich aber die Möglichkeiten schaffen, das Flugzeug später mit einer Bewaffnung zu versehen und somit einsatzfähig zu machen. Der erste Prototyp flog bereits im Spätsommer 1943, schon im Mai 1945 konnten die ersten Maschinen an die No 247 Sqn in RAF Odiham ausgeliefert werden.

Am Zweiten Weltkrieg nahmen sie nicht mehr teil, nichtsdestotrotz war ihr eine lange und erfolgreiche Karriere bei der RAF und vielen anderen Nationen beschert. Ihre Bewaffnung bestand aus 4x20mm Aden Kanonen sowie einer maximalen Zuladung von knapp 1000 kg an Unterflügelstationen. Die DH Vampire wurde auch in vielen Ländern in Lizenz gebaut, unter anderem auch in Frankreich als Sud Est Mistral. Insgesamt wurden über 3300 Vampire in den verschiedensten Versionen gebaut, die letzten Maschinen, vornehmlich Schulflugzeuge, wurden 1966 außer Dienst gestellt. In der Schweiz flogen die Vampires noch ein gutes Stück länger, nämlich bis 1990! 

Revell - Vampire F Mk.3

Revell - Vampire F Mk.3

Die Vampire von Special Hobby wurde nun auch von Revell ins Programm genommen, und zwar in der Version F.Mk.3. Die unpraktische Schüttbox enthält die bereits bekannten Spritzlinge sowie einen Decalbogen für britische Maschinen. Die Bauteile sind von sehr guter Qualität, weisen feine versenkte Gravuren auf und sind mit einer Reihe von sehr schön ausgeführten erhabenen Details versehen. Diese sind stellenweise allerdings einen Tick zu prominent geraten für den Maßstab, mit ein paar Zügen mit dem Schleifstick ist das aber schnell erledigt.

Die Aufteilung der Bauteile ist typisch für einen Vampire-Bausatz, Der Rumpf ist horizontal geteilt mit separaten hinteren Doppelrümpfen. Das minimiert zum einen die Klebenähte und bringt uns zum anderen einen schön tiefen Bugradschacht und einen sehr schön strukturierten Bereich hinter dem Sitz (unter der Haube). Geschickt gelöst wurde das Problem der fehlenden Ansaugschächte, oft herrscht hier ja gähnende Leere. Hier wurde eine Art Leitblech an den unteren Rumpf angegossen, welches die Illusion eines Kanals bildet. Die Innenseiten der Tragflächen bilden dabei den Boden und die Decke. Das Ganze lenkt dann den Blick auf die zugegebenermaßen merkwürdig aussehende erste Verdichterstufe (sieht aber im Original auch nicht viel anders aus).

Revell - Vampire F Mk.3

Revell - Vampire F Mk.3

Schauen wir ins Cockpit, neben den üblichen Teilen werden lediglich noch zwei kleine Schaltkästen an die Seitenwände verbaut. Das Instrumentenbrett verfügt über gravierte Instrumente, welche mit einem passenden Decal belegt werden können. Sitzgurte sind keine enthalten. Das Cockpit ist sehr eng und dunkel, man kann also beruhigt alles so belassen wie es ist, für eine geschlossene Haube ist das Gebotene mehr als ausreichend. Wer sein Gewissen beruhigen möchte kann auf Ätzteile von Special Hobby (K72027) oder Eduard (73506) zurückgreifen.

Die sehr gute Detaillierung findet man auch in den Fahrwerksschächten wieder. Der Vordere ist wie gesagt schön tief mit der korrekt ausgeformten Radmulde, die Hauptschächte sind ebenfalls gut gelungen, wenn auch ein wenig flach. Das Bugfahrwerk hat eine geteilte Radgabel, was sowohl der Bemalung und auch dem optischen Eindruck des Bugrades sehr zugute kommt. Das Rad selber weist die charakteristische Lauffläche mit den seitlichen Wülsten auf. Die Hauptfahrwerksräder haben separate Felgeneinsätze, was auch hier die Bemalung erleichtert. Die sehr gut gemachten Fahrwerksklappen vervollständigen diesen Bereich.

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Auch außen herum macht der Bausatz eine gute Figur. Neben der bereits erwähnten Oberflächendetaillierung sind es die Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachen. So sind zum Beispiel die Gegengewichte am Höhenleitwerk separate Teile, genauso wie die Flügelspitzen aus Klarmaterial (wegen der Positionsleuchten). Dem Bausatz liegen an Außenlasten die zwei typischen 112 gal. "Slippertanks" sowie vier 0.5 inch Raketen bei, die man aber hier nicht braucht. Die Flügelspitzen sind aus Klarmaterial, dadurch erspart man sich das umständliche Einpassen bzw. Anfertigen der Positionsleuchten (sind ja oft genug gar nicht als solche vorhanden). Apropos Klarsichtteile, diese sind ebenfalls sehr gut gemacht, zwar nicht ultradünn aber dennoch gut zu gebrauchen. Eventuell gibt es ja mal eine passende Vacuhaube von Pavla oder Rob Taurus.

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Der Decalbogen enthält Markierungen für zwei Maschinen, immerhin eine mehr als sonst ;). Es handelt sich um zwei Maschinen der Royal Auxiliary Air Force, einmal um die VT821 der No.601 Squadron sowie um die VF316 der No.608 Squadron. Der Bogen wurde bei Zanchetti in Italien gedruckt und ist eigentlich von guter Qualität. Es gibt allerdings einen - zugegebenermaßen kleinen - Versatz bei den Decals 11, 13, 14 , 15 und 16. Die Anleitung ist sehr übersichtlich mit farblich hervorgehobenen Bemalungshinweisen innerhalb der Baustufen. Gemischt werden muss nur für die Inneseite des Hecks (Abgasrohr), ansonsten ist alles bei Revell direkt als Farbton verfügbar.

Revell - Vampire F Mk.3

Darstellbare Maschinen:
  1. De Havilland Vampire F.Mk.3, VT821, No. 601 Squadron, Royal Auxiliary Air Force, North Weald, UK, Juli 1952
  2. De Havilland Vampire F.Mk.3, VF316, No. 608 Squadron, Royal Auxiliary Air Force, Thornaby, UK, 1951
Stärken:
  • Sehr gute Qualität
  • Sehr gute Detaillierung
Schwächen:
  • Etwas Vorarbeit und Trockenpassen sind nötig
Anwendung: Einfach

Fazit:

Ein sehr schöner kleiner Bausatz, bei dem man am liebsten gleich die Modellbauwerkzeuge auspacken und loslegen möchte. Schön, dass man bei Revell nun nicht mehr nur den Heller Bausatz bekommt. Sehr empfehlenswert!

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 27. April 2017

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