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IL-2 Stormovik

(Revell - Nr. 03932)

Revell - IL-2 Stormovik

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:03932 - IL-2 Stormovik
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Oktober 2017
Preis:ca. 40 €
Inhalt:
  • 7 Rahmen mit hellgrauen Kunststoffteilen
  • 1 Rahmen mit Klarsichtteilen
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Bauanleitung

Besprechung:

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IL-2 Stormovik

 

Die Illuschin IL-2 war mit über 36.000 Exemplaren das meistgebaute Flugzeug der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg. Die Entwicklung dieses Schlachtflugzeuges begann in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre in Eigenregie von Illjuschin ohne Auftrag von der Führung. Der Entwurf wurde aber dennoch akzeptiert und man erteilte die Freigabe zum Bau der Prototypen, welche dann im Oktober und Dezember 1939 zu ihrem Erstflug abhoben. Die Il-2 verfügte über eine integrierte Panzerung von mehreren Millimetern Stärke für den Motor, Kühlung und Cockpit. Abgesehen davon war die IL-2 ein konventioneller Entwurf aus Holz für den Rumpf und metallbeplankten Flächen. Die Serienproduktion wurde Ende 1940 angeordnet. Die Arbeiten begannen sofort, so dass im März 1941 die erste Serienmaschine das Werk 18 in Voronesh verließ. Die ersten Serienmaschinen hatten im Gegensatz zu den Prototyen einen Ganzmetallrumpf sowie einige weitere äußerliche Unterschiede. Der (hintere) Rumpf wurde aber schon bald wieder aus Holz gefertigt. Bewaffnet war die IL-2 mit je zwei 23mm VYa-23 Kanonen und 7,62mm ShKAS MGs. Die 23mm Kanonen lösten schon sehr bald die zuerst eingebauten, sehr unzuverlässigen 20mm ShVAK ab. Außerdem konnten unter den Flügeln bis zu acht RS82 oder RS132 Raketen mitgeführt werden sowie verschiedene Kombinationen aus Freifallbomben an den rumpfnahen Unterflügelstatioenn sowie im internen Bombenschacht. Die Produktion der einsitzigen IL-2 endete im Spätsommer 1942, danach übernahmen die Doppelsitzer das "Ruder".

Revell - IL-2 Stormovik

Die 125 Bauteile verteilen sich auf acht einzelne Rahmen die alle in einem einzelnen kleinen Beutel eingepackt sind, einschließlich der Klarsichtteile. Produktionstechnisch sind die Teile von guter Qualität, Grat oder Fischhaut konnte ich keinen ausmachen. Sein Alter kann der Bausatz aber nicht so ganz verbergen, es gibt doch einige heftige Auswerferpins an teilweise später noch sichtbaren Stellen. Manchmal wurden dadurch Details einfach "weggestempelt", wie z.B. an den Seitenwänden im Cockpit. Nun denn, dafür kann Revell ja nix. Am Rumpf gibt es auf der Außenseite im Bereich des Cockpit eine kleine Sinkstelle wegen der Strukturen auf der Innenseite. Die Gravuren sind sehr fein ausgeführt, allerdings gibt es, abgesehen von den Scharnieren der Bombenschachtklappen und einigen "Beulen", kaum erhabene Details, wodurch das Modell sehr glatt wirkt.

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Das Cockpit ist recht ordentlich detailliert mit einem Instrumentenbrett aus klarem Kunststoff. Wem die Bemalung zu aufwändig ist, kann auf ein passendes, allerdings leicht verdrucktes Decal zurückgreifen. Ebenfalls aus klarem Kunststoff ist das rückwärtige Schott mit der Panzerglasscheibe ausgeführt. Für die Sitzgurte schlägt Revell ebenfalls die Verwendung von Decals vor, was bei geschlossenem Cockpit völlig ausreichend sein dürfte. Der Aufbau des Cockpits erfolgt auf der Innenseite des Tragflächenmittelstücks. Der zusammengeklebte Rumpf wird dann einfach darüber gestülpt. Entgegen der Bauanleitung würde ich aber die beiden Teile des vorderen Rumpfes zuerst an die jeweiligen hinteren Teile ankleben. So kann man etwaige Passprobleme an der Flügelwurzel vermeiden. Wegen der damals ebenfalls erschienenen IL-2M3 mit leicht gepfeilten äußeren Tragflächen müssen diese hier aus fünf Teilen zusammengesetzt werden. Die Bombenschächte zwischen Rumpf und Fahrwerk sind nur geschlossen baubar, wer hier was zeigen möchte, kann auf entsprechende Sets von CMK oder Eduard (nur noch 2nd Hand verfügbar) zurückgreifen.

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Die in den Gondeln untergebrachten Fahrwerksschächte weisen einige erhabene Strukturen auf und leider auch ein paar störende Auswerferpins. Die Fahrwerke selbst sind ganz ordentlich gemacht und wirken sehr robust. Ein paar Leitungen und Gestänge im Inneren der Schächte lassen sich noch ergänzen. Die Räder liegen sowohl abgeflacht wie auch unbelastet bei. Die Fahrwerksklappen sind bereits an den Gondeln angegossen. Weniger gelungen finde ich das Spornrad, hier ist das Rad mit angegossen, was sehr bescheiden aussieht. Sämtliche Steuerflächen sind bereits am Platz, d.h. wer hier etwas Leben in die Bude bringen möchte, muss zur Säge greifen. Die Landeklappen gab es auch mal von Eduard, als der Bausatz 1997/98 erschienen ist. An Außenlasten stehen zwei 250kg Bomben sowie acht ungelenkte RS Raketen zur Auswahl. Abschließend noch ein Blick nach vorne zum Motor, die Abgasstutzen sind massiv ausgeführt und man ersetzt sie am einfachsten durch ein passendes Resinteil z.B. von Quickboost. Bei der Gelegenheit kann man gleich noch darüber nachdenken, den etwas zu schlanken Propeller und den etwas zu stark abgerundeten Spinner auszutauschen. Ersatz gibt es von Vector (VDS48026), allerdings muss man ein wenig danach suchen.

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Der Decalbogen ist wieder einmal recht übersichtlich ausgefallen und ermöglicht uns den Bau von zwei Maschinen. Revell macht keine näheren Angaben zu den beiden und gibt lediglich eine Jahreszahl an. Die erste Maschine aus der Zeit Sommer 1944 ist im zweifarbigen Anstrich aus AMT-4 Olivgrün und AMT-6 Schwarz über AMT-7 Blaugrau lackiert, die andere aus dem Winter 1942/43 hat zusätzlich noch eine weiße Wintertarnung bestehend aus MK-7 aufgetragen. Die Decals wurden bei Zanchetti in Italien gedruckt und sind weitestgehend von guter Qualität. Perfekt sind sie nicht, da das Schwarz ein wenig verdruckt ist, wie man an der Nahaufnahme des Instrumentenbrett-Decals sehen kann. Glücklicherweise wurde Weiß zuerst gedruckt, denn ansonsten hätte es sein können, dass alle Sterne unbrauchbar gewesen wären.

Die Bauanleitung ist wie immer recht übersichtlich. Vielleicht sollte man doch mal wieder hergehen und ein paar Informationen zum Original geben, so wie früher auf der Titelseite der Anleitung. Und warum wird denn eigentlich die Farbpalette nicht mal etwas erweitert? Diese ewige Mischerei nervt, ich bin sicher, dass sich Farbsets zu bestimmten Themen sicherlich gut verkaufen lassen.

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Darstellbare Maschinen:
Zwei nicht näher definierte Maschinen vom Winter '42/43 und Sommer 1944

Fazit:

Der Bausatz hat nun 20 Jahre auf dem Buckel. Er liegt immer noch ganz gut im Rennen, auch wenn er nicht mehr voll und ganz mit der neuesten Generation mithalten kann. Im Falle der einsitzigen IL-2 ist er aber nach wie vor alternativlos, zumindest aus der Schachtel heraus gebaut.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 03. Januar 2018

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