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Bell UH-1D Luftwaffe / Heer

(Revell - Nr. 04444)

Revell - Bell UH-1D Luftwaffe / Heer

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Hubschrauber
Katalog Nummer:04444 - Bell UH-1D Luftwaffe / Heer
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1998
Preis:ca. 7 bis 10 €
Inhalt:
  • 4 Spritzlinge in Grün
  • 1 klarer Spritzling
  • Anleitung 
  • Abziehbilder

Besprechung:

Übersicht
Übersicht

Die Bell UH-1 bezeichnet an sich eine ganze Reihe von leichten Mehrzweckhubschraubern. Die hier vorgestellte UH-1D ist genauer gesagt eine Version der Bell 205. Die Bell 205 bietet Platz für 13 Passagiere oder 6 Tragen. Der Hubschrauber wird von einem 1100 PS starken Lycoming-T53-L-11-Triebwerk angetrieben. Die bei der Luftwaffe eingesetzten Hubschrauber werden von einem Lycoming-T53-L13B betrieben und sind nach UH-1H Standard gebaut. Diese wurden zum Teil auch in Lizenz bei Dornier gebaut und eben im Bundesgrenzschutz und der Bundeswehr eingesetzt. Insbesondere als Rettungshubschrauber beim SAR-Dienst der Bundeswehr (Search and Rescue) wurde das Modell lange als eingesetzt, wo es auch große Berühmtheit erlangte und auch in der Serie „Die Rettungsflieger“ wird eine solche Maschine geflogen. Erst seit den letzten Jahren wird das Modell durch modernere ersetzt.

Bilder vom Original
Bilder vom Original

Der Bausatz:

Nachdem seit der Indienststellung des Originals bereits Bausätze der Bell 205 von verschiedenen Herstellern in größeren Maßstäben auf dem Markt zu finden waren, brachte Hasegawa 1971 die erste Bell 205 in 1:72 auf dem Markt, dieser Bausatz wird bis heute regelmäßig aufgelegt. 1981 nahm auch Esci, zusammen mit Revell, diesen Hubschraubertypen in ihr Sortiment auf. Nach dem 1981 die Zusammenarbeit endete, entwickelte Revell 1994 eigene Formen und bracht diese unter dem Titel Bell UH-1H Gunship auf den Markt. Hier wurde aber nur die amerikanische Kampfhubschrauberversion berücksichtigt. Dies änderte sich dann 1998, als man diesen Bausatz mit deutschen Markierungen wiederauflegte. 2010 hat Revell die Bell UH-1D erneut aufgelegt, der Bausatz wurde schon hier vorgestellt.     

Spritzling 1
Spritzling 1

Spritzling 1 Rückseite
Spritzling 1 Rückseite

Wenn man die Teile das erste Mal in der Hand hält, fällt auf, dass der Bausatz einer Übergangszeit entstammt. Zum einen haben wir hier versenkte Gravuren, zum anderen auch erhabene. Auch fällt auf, dass die Details oft verwaschen wirken und hier und da auch Fischhaut zu finden ist. Auch Auswerfmarken sind zu sehen. Leider hat Revell hier das dunkle grüne Plastik verwendet, welches viele Details frisst und man auch Fehler erst nach dem Lackieren bemerkt. Außerdem halten helle Farben eher schlecht auf dem Plastik, insbesondere das Leuchtorange benötigt hier eine Grundierung. 

Spritzling 2
Spritzling 2

Spritzling 2 Rückseite
Spritzling 2 Rückseite

Der Bau beginnt mit dem Interieur. Dies ist sehr schön detailliert. Die Riffelstruktur am Boden ist sehr gut wiedergegeben. Auch die Pilotensitze machen etwas her. Besonders die Instrumententafeln sind schön dargestellt. Man hat zwei Möglichkeiten: entweder man baut ein Transporthubschrauber mit Sitzbänken für 13 Mann oder man entscheidet sich für den Rettungshubschrauber mit sechs Tragen. Beide Varianten sind wirklich gut wiedergegeben und die Oberflächen der Sitze und der Tragen ist sehr gut geworden. Allerdings wirken die Tragen ein wenig zu schmal, und auch so ist die medizinische Ausrüstung auf ein Minimum beschränkt worden, hier hätte man durchaus noch einiges mehr dazu packen können.  

Spritzling 3 mit Teilen der Transportversion
Spritzling 3 mit Teilen der Transportversion

Spritzling 3 Rückseite
Spritzling 3 Rückseite

Vom Motor sieht man nicht viel, außer dem Gehäuse sowie dem Abgasauslass, der an den Rumpfteilen ohnehin angegossen ist. Die Rotorhalterung lässt sich später drehen, der Antriebsblock sieht gar nicht so schlecht aus. Allerdings sind die Details hier etwas verwaschen und benötigen etwas Nacharbeit. Wobei man aber sagen muss, man sieht danach nicht mehr viel davon. (sollten hier fachlich ein paar Ausdrücke falsch sein, bitte ich um Entschuldigung, ich kenne mich mit Helikoptern nicht so aus)

Spritzling 4 mit Teilen der SAR-version
Spritzling 4 mit Teilen der SAR-version

Spritzling 4 Rückseite
Spritzling 4 Rückseite

Die beiden Rumpfhälften lassen sich nur schwierig zusammenfügen, hier muss definitiv viel gefeilt bzw. gespachtelt werden. Am Rumpf erkennt man auch die Übergangszeit am deutlichsten, denn es sind erhabene als auch versenkte Gravuren zu finden. Außerdem sollen 5 g Gewicht in den Rumpf eingebracht werden, wie oder womit man das machen soll ist mir ein Rätsel, denn dafür ist hier kaum Platz.    

Klarsichtteile
Klarsichtteile

Sind hier die Schwierigkeiten aber erst einmal überwunden bzw. beseitigt, dann steht einem angenehmen Weiterbau nichts mehr im Weg. Es kommen in den nächsten paar Schritten noch Antennen, Positionslichter und ähnliche Kleinigkeiten an den Rumpf. Die Rotorblätter sowie der Heckrotor sollten sich drehen lassen. Als letztes kommen die Schiebetüren, diese kann man geschlossen und geöffnet darstellen. Wenn man diese in die vorgesehenen Führungen einbringt, kann man sie sogar beweglich darstellen, allerdings sind die Türen etwas nach innen versetzt, was nicht dem Original entspricht. Übrigens soll man bereits bei Schritt 15 die Klarsichtteile einbringen, dies empfehle ich aber nicht und würde sie nach dem Lackieren anbringen. Die Teile der Bewaffnung liegen dem Bausatz auch bei, werden aber nicht benötigt.    

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Bell UH-1D Luftwaffe / Heer

 

Die Bemalung und Abziehbilder:

Wie oft bei Revell werden hier zwei Versionen vorgeschlagen. Beide waren bei der Bundeswehr im Einsatz. Der Rettungshubschrauber des SAR-Dienstes, welcher auch auf dem Cover zu sehen ist, gehörte 1997 zum Lufttransportgeschwader 63. Der andere Hubschrauber in der Transportversion wurde in der Heeresfliegerwaffenschule Bückeburg vermutlich 1998 eingesetzt. Die Abziehbilder sind trotzt des Alters noch nicht vergilbt. Im Gegensatz zu vielen anderen Bausätzen sind die Decals der beiden Versionen sauber getrennt voneinander. Es gibt keinen Versatz, aber die Trägerschicht wirkt ein wenig dick. 

Revell - Bell UH-1D Luftwaffe / Heer

Anleitung:

Die Anleitung ist schon die mit der Beschreibung zum Vorbild auf der ersten Seite, gefolgt von Sicherheitshinweisen und den revelleigenen Farbangaben. Danach kommen die Teileübersicht und die Bauschritte. Von den 26 Schritten werden nicht alle benötigt, denn die spezifischen Bauschritte für die Transport- oder Rettungsversion, werden ja bei der jeweils anderen nicht berücksichtigt. Auf der letzten Seite sind die beiden Bemalvorschläge. 

Ein kleiner Blick in die Vergangenheit....
Ein kleiner Blick in die Vergangenheit....

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Bell UH-1D Luftwaffe / Heer

 

Darstellbare Maschinen:
  • Bell UH-1D des Lufttransportgeschwader 63, Hohn, 1997
  • Bell UH-1D der Heeresfliegerwaffenschule, Bückeburg, 1998
Stärken:
  • Interieur gut detailliert
  • zwei Versionen ausgearbeitet
  • Rotoren und Schiebtüren beweglich
Schwächen:
  • erhabene und versenkte Gravuren
  • dunkelgrünes Plastik
  • nicht mehr ganz zeitgemäß, aber diese Auflage ist nun auch schon 22 Jahre alt
  • Medizinische Ausrüstung unvollständig
Anwendung: Für Anfänger geeignet  

Fazit:

Hier hat Revell eine wirklich schöne Version der Bell UH-1 heraus gebracht. Das Interieur ist toll wieder gegeben und der Bastelspaß ist garantiert, auch wenn man hier wirklich sehr genau arbeiten muss, um beim Versäubern die Details nicht zu zerstören. Auch wenn es einiges an Konkurrenz am Markt gibt, so hat man hier die Möglichkeit, eine schöne Version der Bundeswehr zu bauen.     

Diese Besprechung stammt von Andy Hartung - 08. September 2020

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