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Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

(Roden - Nr. 438)

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Produktinfo:

Hersteller:Roden
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:438 - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 19,95 €
Inhalt:
  • 4 Spritzlinge mit 96 Spritzgussteile 
  • 1 Spritzling mit 7 Klarsichtteile
  • eine Bauanleitung
  • ein Decalbogen

Besprechung:

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Beim Öffnen des Kartons fällt der Blick auf in hellbraunen Kunststoff gespritzte Teile. An ein paar Teilen, wie z.B. der Motorabdeckung, gibt es ein wenig Grat, der aber schnell beseitigt werden kann. Der Gesamteindruck, auch von den Oberflächendetails, ist gut. Alle Steuerflächen sind separat ausgeführt und können somit am fertigen Modell  angelenkt dargestellt werden. Auch die Klarsichtteile  sind sauber ausgeführt. Am Spritzgußast der Klarsichteile ist auch die Instrumententafel enthalten, die im späteren Montageprozess mit den Decals für die Instrumente versehen werden muss. (Achtung! Die Skalen der Instrumente sind auf dem Trägerfilm nicht zu sehen, sie werden erst „sichtbar“, wenn das Decal mit der „Klebefläche“ auf die Rückseite des Klarsichtteils geklebt wird!)

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Da ich schon Erfahrung mit dem Bau der „Sea Gladiator“ von Roden gesammelt habe, und die Teile in den Spritzgußästen identisch mit denen der von mir gebauten Marine-Ausführung sind, möchte ich hier kurz wiedergeben, was mir beim Bau der „Sea Gladiator“ aufgefallen ist.

  • Die Motorabdeckung ist in drei Teile unterteilt, man muss alle Teile sehr genau ausrichten. Eine „Beule“ für die Zylinder des Sternmotors liegt genau über einer Klebekante zweier Teile. Beim Ausrichten, Kleben und Verspachteln der Cowling- Teile ging diese kleine Erhebung verloren und ich musste sie neu anfertigen.
  • Es gab leichte Sinkstellen am Rumpf im Bereich der innen liegenden Cockpitverstrebungen, ich habe sie mit Spachtel ausgeglichen.
  • Es gab Sinkstellen an den Fahrwerksbeinen und die Passung am Übergang zum Rumpf musste nachgearbeitet werden.
  • Die äußeren Tragflächenstreben sind zu kurz, bei Verwendung der Streben aus dem Bausatz würde die obere Tragfläche mittig vor der Windschutzscheibe des Cockpits stehen. Ich habe die Streben soweit verlängert, dass die Tragfläche nun oberhalb der  Verglasung steht.
  • Die Roden - Decals zerbröselten nach dem Anweichen im Wasser, ganz extrem war es bei den Seitenrudermarkierungen. Ich verwendete schließlich den schönen Decal-Bogen von Aeromaster „Defenders of Malta“ auf dem u.a. auch eine Version für die Sea Gladiator vorhanden ist.

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Ein besonderes Highlight des Bausatzes sind die verschiedenen Versionen der Luftwaffen, die dargestellt werden können. Nicht weniger als 9 (!) Versionen enthält der beigelegte Decal-Bogen. Getrübt wird die schöne Auswahl an Decals nur durch die Tatsache, dass bei den Kokarden der britischen und belgischen Luftwaffe die Mittelpunkte nicht mittig gedruckt wurden. Hier ist man also auf den Ersatz aus dem Aftermarket oder der Grabbelkiste angewiesen.

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Die Bauanleitung ist übersichtlich gestaltet und lässt keine Fragen aufkommen. Für die „abgerüstete“ Wetterbeobachtungsversion der Gladiator sind Abdeckungen für die MG-Einbuchtungen am Rumpf, ein Klarsichtteil für einen keinen Scheinwerfer links am Cockpit und ein Decal für ein, an der linken, hinteren Tragflächenstrebe angebrachtes Thermometer beigelegt. Ein ausreichender Verspannungsplan gibt Aufschluss über die Position der einzelnen Verspanndrähte.

Roden - Gloster Gladiator Mk.I/Mk.II

Darstellbare Maschinen:
  • britische Luftwaffe, No.1402 (Met) Flight, Aldergrove, Nordirland, Januar 1945
  • britische Luftwaffe, No. 1401 (Met) Flight, Bircham Newton, 1942-1943
  • litauische Luftwaffe, 5. Eskadrille, 1938-1939
  • russische Luftwaffe, unbekannte Schul-Einheit, baltische Küste, ca. 1941
  • norwegische Luftwaffe, geflogen von Sgt. K.F.Schye, Fornebu, April 1940
  • schwedische Luftwaffe, 1941
  • lettische Luftwaffe, 1937
  • belgische Luftwaffe, 1. Escadrille (die Kometen), Schaffen, 1938
  • deutsche Luftwaffe, ErgGr (s), baltische Region, 1942-1943
Stärken:
  • sehr schön filigrane Teile (im Cockpitbereich und Triebwerk)
  • umfangreicher Decalbogen
  • separate Steuerflächen
  • Oberflächen ordentlich detailliert
Schwächen:
  • Motorabdeckung 3-teilig
  • leicht verdruckte Kokarden
  • äußere Tragflächenstreben ein wenig zu kurz
Anwendung: Gemessen an der erforderlichen Nacharbeit bei den Tragflächenstreben und der Verspannung am fertigen Modell, sollte man schon ein wenig Erfahrung mitbringen. Die Gloster Gladiator von Roden ist definitiv kein "Schüttelbausatz" à la "Accutamagawa"

Fazit:

Abgesehen von den zu kurzen Streben der Tragflächen und der ein wenig aufwändigen Montage der Motorabdeckung ist der restliche Zusammenbau der Gladiator zügig durchzuführen. Man sollte dem Cockpit ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen, da man recht gut hineinschauen kann. Zumindest die Sitzgurte sollten ergänzet werden. Ein großer Pluspunkt ist, trotz der leichten Abweichungen, die große Auswahl an Decal-Versionen, man hat die Qual der Wahl…hoffentlich zerbröseln sie nicht.

Diese Besprechung stammt von Dietmar Klinkert - 29. Oktober 2006

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