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Mustang Mk.III with RAF Pilots and Ground Personnel

(ICM - Nr. 48124)

ICM - Mustang Mk.III with RAF Pilots and Ground Personnel

Produktinfo:

Hersteller:ICM
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:48124 - Mustang Mk.III with RAF Pilots and Ground Personnel
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 15 €
Inhalt:
  • 5 graue, 1 klarer Gussast
  • 1 Gussast mit Figuren
  • Decals
  • Bauanleitung

Besprechung:

Die Mustang Mk. III ist die RAF-Version der P-51B/C. Angesichts der bekannten, farbenfrohen amerikanischen Mustangs wird oft vergessen, dass der Bau dieses Musters auf eine Initiative der RAF zurückging. Ab der B-Version waren die Maschinen mit dem Merlin-Motor ausgestattet, der es ermöglichte, Bomber bis zu ihrem Einsatzort zu begleiten und dort noch im Luftkampf zu bestehen. Für die Luftüberlegenheit der Alliierten über Europa werden neben der schieren zahlenmäßigen Überlegenheit von vielen Quellen die Qualitäten der Mustang verantwortlich gemacht - ein Stück Geschichte also, das es verdient, auch von Bausatzherstellern gewürdigt zu werden.

So werden Mustangs von fast jedem großen Hersteller angeboten. Die hier vorgestellte Version Mk.III bzw. B/C gibt es in zeitgemäßer Ausführung in 1:48 von Tamiya, Accurate Miniatures und ICM. Während der Straßenpreis der ersten beiden Kits bei 25-40 € liegt, ist der ICM-Bausatz bereits für 12,20 € zu haben. Alle haben sie ihre Vor- und Nachteile. Im Vergleich zu den wesentlich teureren Produkten besteht für das ICM-Produkt somit die Hoffnung, dass hier ähnlich Positives zu berichten ist wie bei ICMs Bf 109F-Reihe, die hier bereits in sämtlichen Versionen vorgestellt wurde und eine willkommene und preiswerte Alternative zu den etablierten Herstellern darstellt. Also - schnell die lummelige Faltschachtel geöffnet und die Spritzlinge ans Tageslicht befördert.

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Mustang Mk.III with RAF Pilots and Ground Personnel

 

Die Detaillierung der Mustang braucht den Vergleich prinzipiell nicht zu scheuen, insbesondere Cockpit und Radkästen sind positiv zu erwähnen. Die Instrumententafel ist recht einfach gehalten, der Eduard-PE-Satz bietet hier aber ggf. unkompliziert Abhilfe. Auch die separaten Landeklappen sind ein wichtiges Feature, das manch teurerer Bausatz vermissen lässt. Der verwendete Kunststoff ist hingegen recht weich und die Teile weisen keine Nummern auf, diese sind dem Plan zu entnehmen. Auch verfügen die Teile über keine Passstifte, womit sich der Bausatz für Anfänger und Kinder schon mal disqualifiziert. Die nicht separat verpackten Klarsichtteile sind schön dünn, aber leider ist die Kanzel nur einteilig. Da die verstrebte Haube der B-Version und die Malcolm-Haube der C-Version beiliegen, lässt sich da mit etwas Engagement aber selbst was machen, denn das Windshield ist bei beiden Hauben gleich.

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Die Decals scheinen leider der berüchtigten ICM-Qualität zu entsprechen, sie sind also bestenfalls zu gebrauchen, um den Umsatz an Beruhigungstees in der örtlichen Apotheke zu steigern. Die Bauanleitung ist übersichtlich und angemessen, die Bemalungsanleitung befindet sich in Farbe auf der Rückseite der Packung. Die dargestellte Version konnte ich in der unten angegebenen Fachliteratur verifizieren. Ferner liegen eine wirklich ordentliche Pilotenfigur bei sowie je zwei verschiedene Felgen, Pilotensitze, Endrohre und Propeller mit separaten Blättern und, alle Achtung, belastete und unbelastete Reifen. In dem von mir für 15 € erworbenen Set mit der Nummer 48124 lag zudem der Spritzling des hervorragenden RAF-Bodenpersonals mit Zubehör, das hier bereits vorgestellt wurde und separat derzeit für ca. 8 € oder im Verbund mit einer Spitfire oder US-Mustang für ca. 15 € zu haben ist.

ICM - Mustang Mk.III with RAF Pilots and Ground Personnel

Mittlerweile habe ich den Bau begonnen und muss leider konstatieren, dass die Passgenauigkeit zu wünschen übrig lässt. Die Größe der eigentlich schönen seitlichen Konsolen und Wanddetails im Cockpit lässt sich nicht mit dem zur Verfügung stehenden Platz vereinbaren, sie müssen gekürzt werden. Die Rumpfhälften sind recht verzogen und durch die komplexe Rumpfform und die fehlenden Passstifte ist es recht mühsam, die Rumpfhälften ohne sichtbare Naht zu verbinden. Kleben mit Ethylacetat macht hier die Arbeit leichter. Die Tragflächen lassen sich hingegen problemlos schließen und auch der oft kritische Übergang Rumpf-Tragfläche lässt keine Probleme erkennen.

Von Eduard wird für diesen Bausatz ein kleines Set Fotoätzteile angeboten, es enthält insbesondere Teile für das Cockpit. Gurte sollten in jedem Fall nachgerüstet werden, hierzu werden ja für wenige Euros Sets angeboten, die für mehrere Maschinen ausreichen.

Stärken:
  • Solide Detaillierung
  • Teile für B- und C-Version
  • Günstiger Preis
Schwächen:
  • Spritzgusstechnisch nicht auf dem Niveau aktueller Konkurrenzprodukte.
  • Keine Passstifte, keine Nummern an den Bauteilen - daher trotz Taschengeld-Preis leider nichts für Kids.
  • Passgenauigkeit lässt zu Wünschen übrig.
  • ICM-Decals sind nur was für Masochisten. Schade.
  • Cockpithaube einteilig

Fazit:

Insbesondere in Verbindung mit dem Figurenset ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis, denn allein die Figuren (und die sind wirklich spitze) kosten separat 8 €. Wer mit den genannten Schwächen leben kann und ausreichend RAF-Decals in der Grabbelkiste hat, findet auch in diesem Kit eine solide Basis für ein Schmuckstück in der Vitrine, auch wenn der Bausatz hinter der Bf 109 aus dem gleichen Hause etwas abfällt.

Weitere Infos:

Referenzen: Schöne Referenzen zu diesem Bausatz, etwas abseits der üblichen „walk arounds":
  • Kolacha/Zurek: „NA P-51 Mustang, P-82 Twin Mustang", Band 2, AJ-Press, 2000, nur polnischer Text, aber viele gute Bilder und sogar 4-Seiten-Skizzen der hier vorgestellten Decalversion. Wann übersetzt endlich mal jemand diese Dinger?
  • "Wings of Fame-The Journal of Classic Combat Aircraft", Volume 1, Aerospace Publishing ltd., 1995. Englischer Text, 60-seitiger Beitrag über alle Mustang-Versionen, hochwertiger + großformatiger Druck, viele Farbfotos, Profile, Übersichtstafeln zum Rausklappen und großformatige Risszeichnung.

Diese Besprechung stammt von Thomas Plösser - 21. Dezember 2010

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