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Hawker Hurricane Mk.I

(Revell - Nr. 00018)

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:00018 - Hawker Hurricane Mk.I
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:September 2009
Preis:ca. 18 €
Inhalt:
  • 4 z.T klein geschnittene Spritzlinge aus grünem Kunststoff 
  • 1 Spritzling aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • Bauanleitung
  • Ein "richtiger" Karton

Besprechung:

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Die Hurricane gehört zu den berühmtesten Flugzeugen des 2.Weltkriegs und zeichnete sich durch ihre robuste Konstruktion aus. Mit der Hurricane begann eine neue Ära im britischen Flugzeugbau. Der Prototyp startetet erstmals am 6. November 1936 zu seinem Erstflug. Im Frühjahr 1940 trafen die Hurricane der RAF erstmals über Frankreich auf die um 40 km/h schnelleren Messerschmitt Bf-109 E-3. Während der Luftschlacht um England im Sommer und Herbst 1940 erzielten die 32 Hurricane Staffeln der RAF mit ihren langsameren, aber wendigeren Maschinen weit mehr Abschüsse als die 19 Spitfire Staffeln. Die Serienproduktion des Flugzeugs lief von 1937-1944, insgesamt wurden mehr als 14.200 Exemplare gebaut. Ihre Zuverlässigkeit, ihre Stabilität und gutmütigen Flugeigenschaften sorgten dafür, dass die Maschinen mit besserem Antrieb und Bewaffnung noch bis Kriegsende zum Einsatz kamen.

Quelle: Bausatzkarton

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Schon beim Lesen der Beschreibung auf den Kartonseiten sollte einem klar werden, worauf man sich einläßt beim Kauf der Hurricane. Ganze 54 Teile in olivgrünem Kunststoff reichen aus, ein Modell im Maßstab 1:32 auf die "Beine" zu stellen. Konkret sieht das ganze dann wie folgt aus:

  • Erhabene Gravuren und Nietenreihen, die selbst den Graveur von Airfix zusammenzucken lassen.
  • Sehr rudimentäres, wenig dem Vorbild entsprechendes Cockpit
  • Stark vereinfachte Fahrwerksschächte, die zudem innen von der Form her falsch sind.
  • Die als Schiebehaube beweglich gehaltene Verglasung ist relativ dick.

Auf der Habenseite steht eine recht gute Passgenauigkeit sowie eine stimmige Grundform. Somit können sich die Arbeiten voll und ganz auf die Details beschränken. Der Bausatz bietet als einzige Option einen geöffnet darzustellenden Motor. Die Detaillierung des Aggregates liegt auf dem Niveau der restlichen Teile, einschließlich der geschlossenen Abgasrohre. Nett: Das Spornrad und Gabel sind als einzelne Teile ausgeführt. Der beiliegende sitzende Pilot überzeugt nicht wirklich.

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Die Decals kann man getrost als das Highlight des Bausatzes bezeichnen. Zwar gibt es nur Markierungen für eine einzelne Maschine, dafür jedoch enthält der Bogen neben den Kokarden und Buchstaben auch zahlreiche Wartungshinweise. Der Druck (Printed in Italy) ist hervorragend, die Farben sind satt und Versatz konnte ich keinen feststellen.

Die Bauanleitung lässt ebenfalls keine Wünsche offen. Nach einer recht umfangreichen Einführung zur Hurricane wird man in 20 Schritten zum fertigen Modell geführt. Ungewöhnlich ist die relativ hohe Anzahl benötigter Farben, insgesamt 18 Stück, wovon zwei selbst gemischt werden müssen, allerdings nur für den Cockpitbereich. Die Tarnfarben gehören zum Standardsortiment bei Revell - das hat man auch eher selten.

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Die Frage, die sich zwangsläufig stellt ist: Was tun mit dem Bausatz? Modellbauer mit erhöhtem Anspruch an die Details werden ganz tief in ihre Trickkiste (oder Geldbeutel) greifen müssen. um aus diesem Bausatz einen Hingucker entstehen zu lassen. Also ein eindeutiger Fall für den erfahrenen Modellbauer.

Im Gegensatz dazu hat der Bausatz durchaus das Potenzial Anfänger und Neulinge anzusprechen (genauer gesagt den Nachwuchs). Die geringe Teilezahl, die gute Passgenauigkeit und die schönen Decals versprechen einen frustfreien zügigen Zusammenbau. Die Größe des fertigen Modells lässt auch den Spieltrieb der Neulinge nicht zu kurz kommen, vor allem da die ganze Sache am Ende relativ robust ist. Allerdings sind 18 Euro dafür dann recht viel Geld. 

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

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Hawker Hurricane Mk.I

 

Revell - Hawker Hurricane Mk.I

Darstellbare Maschinen:
  • Es kann eine Maschine dargestellt werden, nämlich eine Hurricane Mk.IA der No.257 Sqn. CO R.R. Stanford-Tuck, Battle of Britain 1940.
Stärken:
  • Stimmige Grundform
  • Gute Decals
Schwächen:
  • Schwache Detaillierung
  • Recht hoher Preis
Anwendung:
  • OOB einfach, ansonsten Schwierigkeitsgrad nach oben offen.

Fazit:

Immer noch ein Einzelkämpfer - Revells große Hurricane ist (und bleibt es warscheinlich auch noch einige Zeit) der einzige Spritzgussbausatz auf dem Markt.

Weitere Infos:

Referenzen:

Hier helfen nur Details satt:

  • Scale Aviation Modeller Volume 12 Issue 1 (Januar 2006)
  • Modellers Datafile No 2, SAM Publications
  • Aero Detail Series No 12 - Hawker Hurricane
  • Squadron Signal Publications 5514 - Walk Around No 14 - Hawker Hurricane
  • Squadron Signal Publications 1072 - Aircraft in Action No 072 - Hurricane
  • AJ Press Modelmania No 04 - Hawker Hurricane
Anmerkungen:

Wer sich einmal einen groben Überblick verschaffen will, was man aus diesem Bausatz herausholen kann, sollte einmal einen Blick auf diese Seite werfen. Da kann man nur sagen: Nichts ist unmöglich! Offensichtlich wurden daraus auch einige Detailsets entwickelt. Eine Internetrecherche brachte folgendes zutage:

Der Hersteller ist Grey Matter Figures aus Großbritanien. Die Artikel sind nur direkt beim Hersteller zu kaufen.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 06. April 2010

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