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M1A1 Abrams

(Italeri - Nr. 6438)

Italeri - M1A1 Abrams

Produktinfo:

Hersteller:Italeri
Sparte:Militärfahrzeuge Modern
Katalog Nummer:6438 - M1A1 Abrams
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. xx €
Inhalt:
  • 257 sandfarbene/beige Plastikteile,
  • 23 Resinteile (5 für den Fahrerbereich, 10 für den Turm und 8 für den Motorraum),
  • Gittermaterial (Turmstaukörbe, etc.),
  • ein transparentes Plastiksheet (Optiken, etc.),
  • ein Decalbogen,
  • Bau- und Bemalungsanleitung.
  • Besprechung:

    Der Bausatz

    Dieser "neue" Italeribausatz ist im Grunde genommen wieder ein alter Bekannter - nämlich der Bausatz des M1A2 Abrams (6390), der bereits vor einiger Zeit bei Italeri erschienen ist. Lediglich ein neuer/anderer Giessast für den A1-Turm sowie insgesamt 23 Resinteile wurden beigefügt.

    Die Plastikteile sind ohne Formenversatz sauber gespritzt und gut detailliert. Einsinkstellen und Auswerfermarkierungen halten sich in einem akzeptablen Rahmen, befinden sich allerdings an markanten Stellen wie z.B. an der Kette und an den Wannenseitenteilen. Das Versäubern dieser Stellen ist jedoch problemlos.

    Die Spritzgusskette stellt eine "T-158"-Kette dar und besteht aus jeweils zwei längeren Segmenten und einigen Einzelkettengliedern zur Verwendung am Treib- und am Leitrad.

    Qualitätsmäßig sehr gut sind die beigefügten Resinteile. Diese teilen sich auf in 5 Teile für das Fahrerabteil, 10 Teile für den Turm sowie 8 Resinteilen zur Verfeinerung des Motorraums. Es liegt die Vermutung nahe, dass bis auf die Motorraumteile der alte M1-Zurüstkit von Kirin Eingang in den Bausatz gefunden hat ...

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Die Wanne

    Die Unterwanne besteht aus drei separaten Bauteilen: Unterwannenboden sowie zwei Seitenteilen. Die Schwingarme sind an den Seitenteilen mit angegossen, so dass eine Anpassung des Laufwerkes an Bodenunebenheiten "mit viel Arbeit" verbunden ist. Die Auswerfer- und Sinkstellen an den Seitenteilen sind relativ leicht zu entfernen bzw. nach dem endgültigen Zusammenbau nicht mehr zu sehen. Die Laufräder sind zweiteilig ausgeführt - eine (gute) Detaillierung findet man jedoch nur an den Aussenseiten der Räder. Die Treibräder sind ebenfalls nur auf der Aussenseite detailliert.
    Die Form/Ausführung der Durchbrüche am Treibrad (zur Verringerung des Gewichts) scheint nicht ganz dem Original zu entsprechen, wobei dies vermutlich formentechnische Gründe hat. Ebenfalls im Bausatz befinden sich die zusätzlichen Aufsatzscheiben für die Antriebsräder, welche man an etlichen USMC-M1 finden kann, die ein Abwerfen der Kette verhindern sollen ... wäre noch die entsprechende Schnorchelausrüstung im Bausatz dabei, könnte man ... hmmm ...
    Diese Aufsatzscheiben findet man allerdings kaum an M1A1-Fahrzeugen der US-Army (oder ich habe sie übersehen ...).

    Die Oberwanne besteht aus einem "Riesenteil" mit angegossenen Motorraumseitenwänden. Bei der Detaillierung ist hier alles berücksichtigt worden - abgesehen von den Seitenwänden des Motorraums. Hier kommen denn auch die Resinteile für den Motorraum zum Einsatz. Das ist denn auch die Stelle beim Zusammenbauen, der sich Detailfreaks so richtig hingeben können indem sie eine komplette Verkabelung vornehmen und auch sonst alle notwendigen Anschlüsse anbringen. Das schreit geradezu nach einem Inst.-Diorama.

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Der Turm

    Der Turm selbst besteht aus zwei Hauptteilen. Die Maßhaltigkeit ist, soweit festellbar, genau getroffen. Die Detaillierung ist auch hier wieder als gut zu beszeichnen: alles da - sogar die korrekte A1-Kommandantenkuppel... Hier wie auch bei der Ladeschützenluke und der Hauptoptik kann man wählen, ob man diese aus dem klaren Plastksheet herstellt oder die massiven Plastikteile des Bausatzes nimmt - mit jeweils entsprechender Bemalung anschließend.

    Hier kommen dann auch die restlichen Resinteile des Bausatzes zum Einsatz - wirklich viel zu sehen ist davon nach dem kompletten Zusammenbau nicht mehr ...

    Das Rohr des Hauptgeschützes ist zweiteilig ausgeführt. Von der Detaillierung her gut, sollte man jedoch versuchen, es gegen ein einteiliges Rohr aus dem Zubehörhandel auszutauschen. Das Gleiche gilt für das beiliegende, eher rudimentär ausgeführte MG an der Kommandantenkuppel

    Die Turmstaukörbe bestehen aus mehreren Teilen. Hier kommt das beigefügte Gittermaterial zum Einsatz, das anhand einer Vorlage im Bauplan passend zugeschnitten werden kann. Um das übliche "Gerödel" in diesen Staukörben darzustellen, sollte man ebenfalls auf den Zubehörhandel zurückgreifen, da die dem Bausatz beiliegenden Plastikteile ( 4 Munitionskisten, 2 Benzinkanister und 3 Rucksäcke) m.E. als unbrauchbar zu bezeichnen sind.

    Leider liegen dem Bausatz im Gegensatz zu einigen anderen erhältlichen Modellen keine weiteren Zurüstteile zur Darstellung von Fahrzeugen aus den Golfkriegen ("Desert Storm" bzw. "Operation Iraqui Freedom") bei - aber auch hier kann der Zubehörhandel Abhilfe schaffen ...

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Die Kette

    Wie bereits erwähnt, handelt es sich bei der beiliegenden Plastikkette um das Modell T-158. Die Detaillierung ist gut - abgesehen von einigen leicht zu entfernenden Sink- und Auswerferstellen. Die Montage derselben muss nicht zwingend nach Bauplan erfolgen, da die Ausführung der Kette und der restlichen Anbauteile genügend Spielraum für eine spätere Montage zulässt.

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Die Abziehbilder

    Auf dem Abziehbilderbogen (neudeutsch: Decals) befinden sich Abzeichen zur Darstellung zweier Fahrzeuge: einmal für einen in Deutschland stationierten M1A1 im NATO Dreifarben Standardtarnmuster sowie kurioserweise für ein sandfarbenes Fahrzeug aus dem Kuwait-Einsatz von 1991 - kurioserweise deshalb, weil die Teile für die äusserlichen Unterscheidungsmerkmale für Golfkriegsfahrzeuge im Bausatz nicht enthalten sind.

    Italeri - M1A1 Abrams

    Italeri - M1A1 Abrams

    Darstellbare Maschinen:
  • Ein in Deutschland stationierter M1A1 im NATO Dreifarben Standardtarnmuster,
  • Ein über alles sandfarbenes Fahrzeug aus dem Kuwait-Einsatz von 1991 (dieses Fahrzeug lässt sich allerdings nur unter Zuhilfenahme von extra anzuschaffenden Zurüstteilen darstellen ...).
    Stärken: Wie bei Italeri üblich gibts hier wieder einmal viel Bausatz für kleines Geld. Da lassen sich auch ein paar kleine Ungereimtheiten des Bausatzes (s.u.) leicht verschmerzen.
    Schwächen: Ein schöner Bausatz aber irgendwas fehlt ... Zum einen sind Abziehbilder für ein Fahrzeug aus dem ersten Golfkrieg dabei, andererseits fehlen die nötigen Zurüstteile. Dies gilt ebenso für eine mögliche Variante eines USMC-M1A1 - einige Bauteile zur Darstellung der äusserlichen Untererscheidungsmerkmale sind an den Spritzlingen vorhanden, andere nicht ...

    Fazit:

    Mit dem vorliegenden Bausatz lässt sich ein vom Grundsatz her korrekter M1A1 Abrams der US- Army darstellen. Die Beigabe der Resinteile ermöglicht den Bau eines hervorragend detaillierten Modells. Einzig das Fehlen von Bauteilen, die einen aktuellen Bezug zu diesem Fahrzeug herstellen (Irakeinsatz), trüben die Freude ein wenig. Aufgrund des hervorragenden Preis-Leistungsverhältnisses dieses Bausatzes lässt sich das sehr wohl verschmerzen.

    Für Freunde moderner amerikanischer Panzerfahrzeuge sehr zu empfehlen.

    Weitere Infos:

    Referenzen:
  • Osprey New Vanguard - M1 Abrams Main Battle Tank,
  • Concord - Mini Color Series (7502) - M1A1/A2Abrams,
  • Museum Ordnance Special - 9 - Abrams Main Battle Tank - M1A1 and M1A2,
  • Europa Militaria - 28 - Abrams Company.
  • Diese Besprechung stammt von Rolf Giebeler - 30. Dezember 2004

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