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Grumman Widgeon/Gosling

(Airfix - Nr. A01073)

Airfix - Grumman Widgeon/Gosling

Produktinfo:

Hersteller:Airfix
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:A01073 - Grumman Widgeon/Gosling
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juli 2010
Preis:ca. 6 €
Inhalt:
  • 4 Spritzlinge aus hellblauem Kunststoff
  • 1 Spritzling aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung in Schwarz-Weiß

Besprechung:

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Grumman Widgeon/Gosling

 

Die Gosling, ein auch unter ihrem amerikanischen Namen Widgeon bekanntes Amphibienfahrzeug, wurde Anfang 1940 für den Privatgebrauch hergestellt. Bevor die Maschine militärisch von der amerikanischen Küstenwache eingesetzt wurde, war eine beachtliche Zahl als kommerzielle Maschinen vom Band gerollt. Ab 1941 wurde die Gosling von der Royal Canadian Air Force im Kurierdienst sowie für Schulungszwecke eingesetzt, weitere Maschinen wurden von der RAF und der Royal Navy für Rettungs- und Kurieraufgaben verwendet. Da sie entweder von Land oder Wasser aus einsatzfähig ist, war die Gosling bzw. Widgeon ein in hohem Maße nützliches Flugzeug. Einige davon werden auch noch heute auf der ganzen Welt verwendet, beispielsweise in der Vereinten Republik Tansania und in Schweden, hauptsächlich für den Personencharterverkehr für vier Passagiere. Die Gosling wird durch zwei 200 PS Ranger Motoren angetrieben und erreicht damit eine Höchstgeschwindigkeit von 265 km/h, die Reichweite beträgt 1250 km. Normalerweise fliegt sie ohne Bewaffnung, doch wurden in früheren Einsätzen der US Coast Guard manchmal Wasserbomben mitgeführt.

Airfix - Grumman Widgeon/Gosling

Was beim Mitbewerber Revell "Made in Europe" heißt, nennt sich hier "Made in India", will heißen im Kasten befinden sich in der Regel relativ alte Bausätze des jeweiligen Kataloges. In diesem Fall dürfte das Ersterscheinungsjahr bei etwa 1958 liegen. Dementsprechend gering sollten die Ansprüche sein wenn man sich diesen Bausatz zulegt. Gerade einmal 37 Teile gibt es zu verbauen. Die Qualität des Gusses offenbart das Alter der Formen, reichlich Grat und kaum ausgeprägte Details. Von letzteren gibt es ohnehin kaum welche. Im Cockpitbereich gibt es lediglich zwei angegossene Sitze auf denen man den Piloten setzen kann - sonst nichts - kein Instrumentenbrett oder sonstige Kabinenaustattung. Dementsprechend fehlen auch jegliche Möglichkeiten Türen geöffnet darzustellen. Allerdings würden die relativ dicken und schlierigen Klarsichtteile ohnehin kaum etwas erkennen lassen. Im Motor- und Fahrwerksbereich siehts genauso düster aus. Etwas aufwerten kann man das Modell durch Hinzufügen der Verspannungen der Schwimmer und der Antennen.

Airfix - Grumman Widgeon/Gosling

Wenigstens eine Sache hat sich seit der Übernahme von Airfix durch Hornby stetig weiterentwickelt - die Qualität der Decals. Der in seidenmatt gedruckte, ca. 12 x 7 cm große Bogen enthält Markierungen für zwei Maschinen. Der Druck ist sehr sauber und versatzfrei. Selbst kleinste Schriftzüge lassen sich einwandfrei lesen. Die Bauanleitung ist im typischen Stil von Airfix gehalten, leicht verständlich und klar gegliedert. Allerdings finden sich keinerlei Hinweise über die notwendigen Verspannungen der Schwimmer oder angebrachte Antennen. Die Bemalungs- und Decalanleitung könnte übersichtlicher nicht sein. Die Farbangaben beziehen sich wie gewohnt auf die Humbrol-Farbpalette.

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Grumman Widgeon/Gosling

 

Airfix - Grumman Widgeon/Gosling

Darstellbare Maschinen:
  • Grumman J4F-1 Gosling, FP456, Fleet Air Arm 1943
  • Grumman J4F-1 Widgeon, V203, United States Coast Guard 1940
Stärken:
  • Exotisches Vorbild
  • Gut gemachte Decals
  • Relativ günstiger Preis
Schwächen:
  • Uralte Bausatzform mit entsprechender Gussqualität (Ausführung der Details, Grat etc.)
  • Minimalistische Detaillierung
  • Mäßige Passgenauigkeit
Anwendung:
  • Schwierigkeitsgrad nach oben offen, was nicht heissen soll, dass man den Bausatz nicht auch einfach aus dem Kasten heraus bauen kann, siehe Airfix-Seite.

Fazit:

Diese alten "Schätzchen" muss man einfach nehmen wie sie sind. Dieser Bausatz eignet sich hervorragend für Zwischendurch ohne die üblichen Kapriolen des heutzutage üblichen Zurüstwahns. Mit einigen kleineren Verbesserungen lässt sich ein sehr schönes Ergebnis realisieren, wie wär's zur Abwechslung einmal mit einem kleinen "Anlegestellendiorama"? Und mit knapp 6 Euro jetzt auch keine allzu große Investition.

Weitere Infos:

Referenzen:

Spezielle Literatur zur Widgeon ist mir keine bekannt, das allgegenwärtige Internet förderte zumindest einige Bilder zutage:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 25. Januar 2011

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