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IS-3 "Stalin"

(Roden - Nr. 701)

Roden - IS-3

Produktinfo:

Hersteller:Roden
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:701 - IS-3 "Stalin"
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 6,50 €
Inhalt:
  • zwei grüne Spritzlinge mit 124 Teilen
  • zwei Gummiketten
  • ein kleiner Decal-Bogen
  • Bauanleitung in Russisch, Englisch und Deutsch

Besprechung:

Der IS-3 war der letzte schwere Panzer der UdSSR der während des zweiten Weltkrieges entwickelt wurde. Nach den Verlusten in der Schlacht bei Kursk (1943) wurde auf Basis des JS-2 der Josef Stalin 3 (im englischen Iossif Stalin) entwickelt. Im Zweiten Weltkrieg kam er in Europa nicht mehr zum Einsatz. Lediglich in Asien wurde er gegen die japanische Armee verwendet. Bekannt wurde er durch die Teilnahme an der Siegesparade auf dem Roten Platz. Exportiert wurde er nach China, Nordkorea, Ägypten und in geringem Umfang nach Polen und in die CSSR.

Roden - IS-3 "Stalin"

Der Bausatz überzeugt mit vielen Details und sehr feinen negativen „Gravuren". Die Kanone wurde nicht im Ganzen hergestellt und die Mündungsbremse geteilt. Das macht das Aufbohren überflüssig. Die Luken sind verschlossen, was nicht stört, da eine Inneneinrichtung nicht vorgesehen ist; in dem Maßstab eher die Ausnahme.

Roden - IS-3 "Stalin"

Roden - IS-3 "Stalin"

Ein deutlicher Schwachpunkt ist die Gummikette. Das Bild täuscht nicht. Diese wurde recht lieblos in die Verpackung hineingegeben und kam bei mir völlig verdreht zum Vorschein. Mal sehen, wie sich das an den Laufrollen ausrichtet und die Farbe darauf haftet.

Roden - IS-3 "Stalin"

Die Bauanleitung ist klar, verständlich und kommt ohne Text aus. In 13 Bildern sollten auch nicht erfahrene Modellbauer mit diesem Bausatz klarkommen. Die Farbangaben richten sich nach dem Humbrol-Farbcode. Auf der Kartonrückseite ist die sowjetische Version farbig dargestellt.

Roden - IS-3 "Stalin"

Roden - IS-3 "Stalin"

Nachtrag: Der Bau

Die Kette nahm Enamelfarbe sehr gut an und ließ sich auf den Laufrollen befestigen. Das sie außer Form war, zerstörte sie den Eindruck des Modells völlig.

Auf der Bodenseite ist die wellige Form nicht weiter zu erahnen. Auf der Oberseite konnte ich nur noch die Kette an die Wanne ankleben (auf die Umlenkrollen kleben sah auch nicht besser aus). Ich weiß nicht, ob die Kollegen von Roden an Bügeln dachten. Eventuell hilft eine Pappunterlage wie es Dragon praktiziert. Es mag daran liegen, dass ich kein Panzerspezialist bin, aber für mich ein wesentlicher Kritikpunkt.

Die Passgenauigkeit ist gut. Geringer Grat schnell entfernt. Für die Griffe der Infanterie (die sowjetische Taktik bevorzugte im II. Weltkrieg auf Panzern aufgesessene Truppen statt Schützenpanzer) sind Senklöcher vorgesehen. Diese passen nicht zur Größe der Griffe; Abstand zu groß. Entweder die Löcher verspachteln und neu bohren oder Kunststoffgriffe des Bausatzes gegen aus Draht selbst gefertigte tauschen.

Abziehbilder ließen sich nur mäßig gut verarbeiten und widerstanden auch größeren Mengen von Weichmacher (Sol oder Essiglösung). Am Ende wurden sie mit Leim aufgeklebt und überlackiert. Sie waren auch mit leichtem Versatz gedruckt.

Die Gitter der Motorabdeckung sind, im Gegensatz zu den letzten Revell- oder Dragonmodellen, geschlossen ausgeführt. Wenn man optische Tiefe beim Motorraum erreichen will, kommt man um ein Aufbohren, -fräsen nicht herum.

Roden - IS-3 "Stalin"

Darstellbare Fahrzeuge:
  • ägyptische Landstreitkräfte Kairo, Juli 1956
  • sowjetische Gradedivision Kantemirow, 1946
  • polnische Streitkräfte Offiziersschule in Posnan, Ende der 40er
  • Streitkräfte der Volksrepublik China während der Paraden in den 50ern
Die letzten drei in Tarngrün und die ägyptische Variante in Sandbraun. Die Texte dazu sind nicht in Deutsch, was aber nicht störend ist.

Fazit:

Netter Bausatz, Schwachpunkt ist die Gummikette, hier wäre Plastik die bessere Wahl.

Weitere Infos:

Referenzen:
Anmerkungen: Wer das Modell mit Zubehör aufwerten will:
  • Extratech - Ätzteilsatz
  • EurekaXXL - Abschleppseil und Ösen
  • Aber - Metall - Kanonenrohr 122 mm D25T

Diese Besprechung stammt von Andreas Eidner - 26. April 2011

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