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U-Boot der U212A-Klasse

(Revell - Nr. 05019)

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Produktinfo:

Hersteller:Revell
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:05019 - U-Boot der U212A-Klasse
Maßstab:1:144
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:14,99 €
Inhalt:53 Teile in 2 Spritzlingen, 2 Klarsichtteile, eine achtseitige Bauanleitung, ein Decalblatt.

Besprechung:

Zum Original:

Mit den neuen U-Booten der Klasse 212 A verfügt die Bundesmarine über den derzeit modernsten konventionellen U-Boot- Typ, ausgestattet mit Spitzen- Technologie für langandauernde, nahezu geräuschlose Fahrt. Dieses weltweit erste mit einem hochmodernen, außenluftunabhängigen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb ausgerüstete U-Boot kann wochenlang unter Wasser operieren, ohne zum Laden der Fahrbatterien in Schnorcheltiefe auftauchen zu müssen. Die Brennstoffzellenanlage wird für Tauchfahrten bei mäßiger Geschwindigkeit eingesetzt, während der konventionelle Diesel-Elektro-Antrieb für den sogenannten Transit (Fahrten zum geplanten Einsatzgebiet), sowie bei Manöver unter Höchstgeschwindigkeit genutzt wird. Angetrieben wird das U-Boot von einem neu entwickelten Elektrofahrmotor in Zusammenarbeit mit einem neuentwickelten für diesen U-Bootsentwurf optimalen Propeller. Bei der Entwicklung dieser U-Bootsklasse wurde sehr großer Wert auf reduzierte Signaturen in Bezug auf Akustik, Magnetik, Infrarot und Radar gelegt. Die Bewaffnung besteht unter anderem aus dem neu entwickelten Schwergewichtstorpedo "Seehecht", der aus sechs Torpedorohren verschossen werden kann. Das neue U-Boot soll über Wasser mehr als 10 Knoten bzw. unter Wasser ca. 20 Knoten schnell laufen, Gewicht: 1.450 t. Insgesamt vier U-Boote wird die Deutsche Marine beginnend ab Herbst 2005 in Dienst stellen, gebaut von den Werften der Thyssen Krupp Marine System (Nordseewerke in Emden und Howaldtswerke). Die italienische Marine erhält zwei U-Boote dieser Klasse, die auf der Werft Fincantieri (bei La Spezia) gebaut werden.

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Zum Modell

Revell ist nach dem VII/C wieder einmal ein hervorragendes U-Boot Modell gelungen. Übersichtliche Anzahl an Teilen, bei hohem Detaillierungsgrad lassen auch den Einsteiger ein beachtliches Ergebnis erzielen. Das liegt vor allem an der schlauen Produktionsart der Teile, die zusammengefügt wenig bis überhaupt keine Spachtel- und Schleifarbeit erforderlich macht. Im Vergleich zum Testshot des 212ers, der auf der DPMV-Seite vorgestellt wurde, sind einige Teile verbessert und ergänzt worden, die Farbe des Polystyrols wurde mit rotbraun festgelegt. Vielleicht ist diese Farbzuweisung für diejenigen Bastler bestimmt, die sich eine Lackierung ersparen möchten, da das Original auch einen bräunlich-anthrazitfarigen Anstrich hat. Die Teile sind gratfrei, haben keine Auswurfmarken an sichtbaren Bereichen und der Formenversatz bei Komplettteilen ist fast nicht merkbar. Die Schraube, die beim VII/C ein echter Schwachpunkt war, ist hier sehr gut gelungen. Leider ist auf der Innenseite keine Markierung für einen Schitt, um ein Wasserlinienmodell zu bekommen. Dafür liegen Alternativ-Teile bei für eine Darstellung des Modells in aufgetauchtem oder getauchtem Zustand.

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Detail des Bugsegmentes:

Bei diesen Details sieht man deutlich die versenkten Gravuren, die aber maßstabsgemäß nicht so betont sind, wie es zum Beispiel beim einem Modell im Maßstab 1:72 oder 1:48 nötig wäre. Auf dem linken Teil sieht man deutlich den dargestellten Antirutschbelag.

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Die Klarsichtteile:

Die Klarsichtteile bestehen aus der Beleuchtung für die Aussparung am hinteren Bereich des Turms, sowie die Verglasung am Turm vorne für den Bereich der Positionslichter.

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Das Decalblatt:

Sehr schön auf mattem Trägerfilm gedruckt sind Markierungen für die Wasserstandszeiger, die Flaggen der Deutschen und Italienischen Marine, alle Wappen von U31-U-34, sowie die Turmnummern und -beschiftungen "Kiel" und "Emden", sowie der goldene Stern für die italienischen Boote vorhanden. Außerdem Beschriftungsschiebebilder für den Sockel.

Revell - U-Boot der U212A-Klasse

Der Bauplan:

Der Bauplan gliedert sich sehr übersichtlich in 19 Abschnitte und leitet den unerfahrenen und fortgeschrittenen Modellbauer sicher zum Ziel. Bei der Baustufe, die sich mit der Montage der Sauerstofftankabdeckungen befasst wird auf den Einsatz von "Tesafilm" hingewiesen. Wer das Boot im aufgetauchten Zustand bauen möchte, dem wird empfohlen, eine optionale Verspannung zweier Bereiche vorzunehmen, für die ich allerdings nicht das vorgeschlagene Garn, das nicht im Bausatz enthalten ist, verwenden würde, sondern eher transparenten Polyamidfaden oder ein Stück gezogenen Gußast.

Darstellbare Maschinen:
  • U-31 in der Testphase
  • U-31 bis U34 in Dienst gestellt
  • Ein italienisches Boot.
Stärken: Übersichtliche Anzahl an Teilen, bei hohem Detaillierungsgrad. Tolle Bauanleitung, umfangreiches Decalblatt.
Schwächen: Keine erkennbar.
Anwendung: Für die Version von U-31 in der Testphase sollten Originalfotos zur Rate gezogen werden, um den etwas scheckigen Anstrich nach zu empfinden. Für eine Wasserlinienmöglichkeit erst das Boot bis zur Baustufe 5 komplettieren, dann den unteren Bereich (ca. 2 Fünftel oben zu 3 Fünftel unten) absägen.

Fazit:

Super Umsetzung der U212A-Klasse. Die Formen sind auf dem Stand der Zeit, die Qualität ist hoch. Wer einige ungetrübte Bastelstunden haben möchte, sollte hier zuschlagen, denn auch das Preis-/Leistungsverhältnis ist weit vorne. Weiter so!

Diese Besprechung stammt von Martin Kohring - 29. August 2005

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