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T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

(Special Hobby - Nr. 32059)

Special Hobby - T-2 Buckeye

Produktinfo:

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:32059 - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"
Maßstab:1:32
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Januar 2014
Preis:ca. 50-55 €
Inhalt:
  • 8 Gießäste aus hellgrauem Kunststoff 
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff 
  • 16 Resinteile
  • 2 Decalbögen
  • 1 farbige Bauanleitung

Besprechung:

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Der gut gefüllte Karton präsentiert nach dem Öffnen acht sauber verpackte Gießäste und sicher verstaute Resin- und Klarsichtteile. Auf den ersten Blick machen die gut 180 Einzelteile einen sehr guten Eindruck. Bei genauerer Inspektion tritt dann doch der "Short-Run" Charakter ein wenig in Erscheinung. So gibt es hier und da ein wenig Grat, auch die Gravuren und die Details können nicht ganz mit den aktuellen Produkten der Konkurrenz mithalten. Nahezu sämtliche Details am Rumpf und den Tragflächen sind versenkt ausgeführt, dabei ist das Original doch übersät mit richtig schön weit hervorstehenden Nieten und auch aufgesetzten Blechen. Letztere wurden ansatzweise nur am Seitenleitwerk umgesetzt. Die zahlreichen kleinen Gitter und diversen Luftein- und Auslässe sind allesamt verschlossen und sollten vorsichtig geöffnet werden, schließlich bewegen wir uns hier auf dem Terrain des Großmaßstabes 1:32.

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Werfen wir einen Blick auf die korrekte Umsetzung des Originals. Legt man die Zeichnungen aus dem Naval Fighters Buch zugrunde stimmen die äußeren Abmessungen sehr gut überein, kleinere Abweichungen gibt es im Bereich der vorderen Flügelwurzelverlängerung und bezüglich der Kontur der Cockpithaube. Im ersteren Fall liegt der Fehler wohl in der Zeichnung, Vergleiche mit Photos bestätigen die deutlich kleinere Ausführung von Special Hobby. Was die Cockpihaube angeht denke ich müsste der vordere Teil stärker gekrümmt sein, die Rahmenhöhen stimmen zwar, aber das Profil bzw. der Verlauf dazwischen ist zu flach. Das fällt allerdings nur bei geschlossener Haube wirklich auf. Ansonsten ist alles im grünen Bereich.

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T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

 

Die Ausführung der Details in den relevanten Bereichen ist sehr ordentlich. Beim Cockpit stehen natürlich die beiden sehr schön gemachten Schleudersitze aus Resin im Mittelpunkt. Entgegen dem allgemeinen Trend bei dieser Art von Bausätzen ist der Rest vom "Office" ganz klassisch ohne Multimediaschnickschnack aufgebaut. Insgesamt knapp über 40 Teile kommen hier zum Einsatz. Die Instrumentenbretter verfügen über schöne, erhaben geprägte Elemente, allerdings ohne Ziffernblätter oder Skalen. Die theoretisch dafür zu verwendenden Decals kann man sich sparen, diese sind für 1:32 inakzeptabel. Glücklicherweise gibt es ja mittlerweile passende Instrumentendecals für solche Fälle, Viel Arbeit die sich am Ende aber rentiert, vor allem bei geöffneter Haube. Was man bei geöffneter Haube auch noch tun könnte ist die Überarbeitung der Pedale, diese sind beim Original wie ein Gitterrost aufgebaut, hier nur als Relief. Für die griechische Version liegt ein separater Steuerknüppel bei. Etwas zu einfach gehalten ist für meinen Geschmack die Traverse die die Haube stabilisiert. Diese ist beim Original eine genietete Struktur, hier jedoch einfach ein glattes Bauteil. Überhaupt ist dieser Bereich insgesamt sehr "detailfrei", es gibt z.B. noch nicht einmal die Rückspiegel, geschweige denn irgendwelche Rahmendetails.

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Verlassen wir nun die Führungsetage und begeben uns hinab in die Schächte. Der Bugfahrwerkschacht ist eine einfache Sache und besteht aus nur zwei Bauteilen. Es sind wie beim Original nur wenige Details vorhanden, allerdings stark vereinfacht. Auf die beiden dicken Auswerfermarken hätten wir verzichten können, wenigstens sind sie erhaben und man braucht keinen Spachtel. Die Hauptfahrwerkschächte sind schon deutlich komplexer aufgebaut. Auch hier stören einige Auswerferpins. Einige Leitungen und Kabel sollte man hier aber noch ergänzen. Die Fahrwerke selbst bilden zumindest eine gute Arbeitsgrundlage, ein paar Sachen fehlen aber auch hier (Ösen, Leitungen, Schraubenköpfe, Verbindungsgestänge zu den Klappen etc.). An den Teilen G3 sind noch die beiden wie Auswerfer aussehenden Prägungen aufzubohren. Aus unerfindlichen Gründen sind die Gestänge der inneren Hauptfahrwerksklappen als Resinteile ausgeführt. Diese sind sehr filigran und müssen zudem noch von reichlich Grat bzw. Fischhaut befreit werden.

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Kommen wir nun zu den Lufteinläufen. Diese sind bis zur ersten Verdichterstufe voll ausgebildet. Aufgrund der komplexen Form ist hier alles vertikal geteilt - bleibt zu hoffen, dass die Passungen hier stimmen. Insgesamt aus jeweils sieben Teilen inklusive der Einlauflippe bestehen die Kanäle. Auf der gegenüberliegenden Seite haben wir zwei schön tiefe Abgasrohre, auch diese sind vertikal geteilt. Im Bereich der Abgasrohre werden auch die beiden Resinteile an die Rumpfinnenseiten geklebt, diese decken von hinten die Kühlöffnungen der Triebwerke ab. Ein lobenswertes Feature sind die separaten Steuerflächen. Diese können allesamt in ausgelenkter Stellung gebaut werden, sowohl an den Flügeln als auch an den Leitwerken. Die beiden Flügelspitzentanks verfügen über vorbildgerechte erhabene Details, die Spitzen der Tanks (Leuchten) sind aus klarem Material, wie auch alle anderen Positionslampen rund um den Flieger. Wer will kann noch zwei Pylone unter die Flügel hängen, allerdings bleiben diese unbestückt.    

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Special Hobby - T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

Die beiliegenden Decals erlauben die Darstellung von 3+2 Maschinen. Plus zwei deshalb weil sowohl die zweite griechische Version als auch die zweite amerikanische Version der jeweils ersten sehr ähnlich sind. Die Qualität der Decals lässt gemessen am Maßstab etwas zu wünschen übrig. Vereinzelt ist ein wenig Versatz im Druck, aber wenigstens die Hoheitsabzeichen sind in Ordnung. Die beiden Instrumentenbrett-Decals hätte man sich schenken können, da sie wenig überzeugend aussehen. Es sind zahlreiche - auch länderspezifische - Wartungshinweise enthalten, auch hier muss man sagen - da geht heutzutage mehr. Die Schriftzüge sind zwar bis auf wenige Ausnahmen entzifferbar und auch sprachlich korrekt, jedoch teilweise so dick gedruckt, dass es wenig realistisch aussieht. Hergestellt wurden die beiden Bögen von Aviprint.

Die farbige Anleitung besteht aus einem DIN A5 großen Heft. Die Gliederung ist sehr übersichtlich und man kann trotz des kleinen Formats alles gut erkennen. Die Bemalungshinweise sind vorbildlich und beziehen sich wie gewohnt auf die Gunze Sangyo Palette. Die Decalanleitungen hätten aber durchaus etwas größer ausfallen können, wer will kann sich aber die entsprechenden Blätter bei CMK herunterladen und größer ausdrucken.

Sehr schön gemachte Sitze
Sehr schön gemachte Sitze

T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"Die Betätigungsgestänge der inneren HauptfahrwerksklappenT-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

 

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T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

 

T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"Die vielen kleinen Gitte sind leider alle zu.Hinter die großen Schlitze unterhalb der Flügel kommen 2 der Resinteile.Schön geschwungene TiptanksDie wenigen erhabenen Details befinden sich im Heckbereich.T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"Man beachte die Auswerfer
Schöne Instrumentenbretter, jedoch ohne SkalenT-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"Zwei Pylone sind enthalten, aber keine passende Zuladung

T-2 Buckeye "Camouflaged Trainer"

 

Die Pedale sollte man von der Rückseite bearbeiten. um die 'Gitter' zu öffnen.Federbeinscheren und BugräderAbgasrohre und 'Verdichterschaufeln'Hauptfahrwerksräder und Teile des FahrwerksDie 'Löcher' in den Dreiecken sollte man aufbohren.Auch am Fanghaken sollte man den Bohrer rundgehen lassen.Die Lufteinläufe, eine mehrteilige Geschichte
Bugfahrwerkschacht mit Auswerfer und sehr einfachen DetailsSeitenkonsolen mit erhabenen DetailsDie Cockpihaube ist in der Seitenansicht zu flach, die Rahmenhöhe stimmt aber.Dafür ist sie glasklar und ohne Grat in der Mitte.Die Haubenrahmen sind ziemlich frei von Details.

Die Pedale sollte man von der Rückseite bearbeiten. um die 'Gitter' zu öffnen.

Die Pedale sollte man von der Rückseite bearbeiten. um die 'Gitter' zu öffnen. 

Darstellbare Maschinen:
  1. T-2E Buckeye, Bu.No. 160082, 362 MEA "Nestor", Luftwaffenbasis Kalamata, Griechische Luftwaffe 2007
  2. T-2E Buckeye, Bu.No. 160083, 362 MEA "Nestor", Luftwaffenbasis Kalamata, Griechische Luftwaffe 2007
  3. T-2D, #3600, Venezuela AF
  4. T-2C, Bu.No. 158904, VT-43 "Challengers", NAS Oceana 1986, frühes Tarnschema
  5. wie 4. nur mit späterer Ausführung des Tarnschemas
Stärken:
  • Ordentliche, ausbaufähige Detaillierung
  • Sehr gute Bauanleitung
Schwächen:
  • Einige ärgerliche Auswerfermarken
  • Manche Teile zu stark vereinfacht (z.B. Cockpitrahmen)
  • Keinerlei erhabene Nieten, auch nicht an kleineren Bauteilen
  • Decals nicht überzeugend, im Maßstab 1:32 muss mehr drin sein
Anwendung:
  • Mittlerer Schwierigkeitsgrad

Fazit:

Die Buckeye von Special Hobby ist trotz einiger Schwächen ein gelungener Bausatz mit ordentlicher Detaillierung. Klar wird man bei 1:32 noch einiges nachlegen können, aber die Basis stimmt. Die vielfältigen Optionen, insbesondere die separaten Steuerflächen, sind ein weiterer Pluspunkt. Weniger gefällig sind die Decals, da wäre qualitätsmäßig mehr drin gewesen. 

Weitere Infos:

Referenzen:
  • T-2 Buckeye, Naval Fighters No.15, Steve Ginter
  • Walk Around auf Primeportal.net: 1, 2
  • Walk Around auf IPMS.nl
Anmerkungen: Auf der Artikelseite zu diesem Bausatz bei cmkkits.com kann man sich die Anleitung herunterladen und etwas größer ausdrucken.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 08. März 2014

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