Heinkel He 51 A-05D-IDIE, Reklamestaffel Mitteldeutschland im DLVvon Johannes Wipauer (1:72 Hasegawa)
Zum Vorbild
Im Oktober 1932 wurden von der Reichswehr taktische Vorgaben für das „Rüstungsflugzeug III“, einen Jagdeinsitzer, erarbeitet, der für die Rüstungsperiode von 1933 bis 1937 vorgesehen war. Darin wurden die technischen Forderungen an ein solches Flugzeug festgelegt. Quelle: https://fliegerweb.com/de/lexicon/Geschichte/Heinkel+He+51-783
Es ist eine der neun He 51 A-0-Vorserienmaschinen: die A-05 D-IDIE, Seriennummer 1078. Die Bestellung erfolgte im November 1933, die Auslieferung begann am 16. April 1934. Die He 51 A-0 wurden von der „getarnten Luftwaffe“ für Erprobungen eingesetzt und trugen daher zivile Kennzeichen und Registrierungen. Sie gehörten außerdem zur „Reklamestaffel Mitteldeutschland im DLV“ (Werbestaffel Mitteldeutschland des Deutschen Luftsport-Verbandes). Die DLV war eine paramilitärische Organisation, die Jugendliche zu Piloten ausbildete. Die „Reklamestaffel“ diente als Tarnung für ein am 1. Mai 1934 in Döberitz bei Berlin aufgestelltes Militärgeschwader. Mit der offiziellen Präsentation durch die Luftwaffe am 1. März 1935 und dem Ende der Tarnung wurde das Hakenkreuz auf den Flugzeugen eingeführt. Rund 2.000 Flugzeuge verschiedener Typen waren bereits im Einsatz. Viele dieser Maschinen behielten zumindest zeitweise ihre zivilen Kennzeichen, einige erhielten nie eine militärische Seriennummer oder einen Code. Da die He 51 A-1 noch produziert wurde, wurden vorhandene Fotos retuschiert, um das Hakenkreuz sichtbar zu machen. Die „Reklamestaffel“ wurde am 1. März 1935 zur I. Gruppe des Jagdgeschwaders 152 und zwei Wochen später auf den Namen „Richthofen“ getauft. Übersetzt aus https://www.shu-aero.com/AeroPhotos_Shu_Aero/Aircraft_F/Heinkel/HE_51_D_IDIE_D_IJAY_01.html
Mein ModellGebaut habe ich dieses Modell bereits vor längerer Zeit. Damals war ich sehr stolz, eine Bildquelle gefunden zu haben, die das Flugzeug in zivilem Elfenbein oder Hellgrau ohne Balkenkreuze, dafür mit zivilem Kennzeichen zeigte. So wie auf dieser Ansichtskarte, die eine "Reklamestaffel" zeigte - es waren insgesamt drei Maschinen zu sehen - habe ich die Decals entsprechend selbst hergestellt. Dass ich dabei einer historischen "Bildfälschung" (siehe voriger Abschnitt) aufgesessen bin, habe ich erst erkannt, als ich für diesen Modellversium-Beitrag nach Detailangaben gesucht habe. Es wurde also doppelt retuschiert: Damals auf Vorlage von steuerbords schwarz-weiß-rot auf Swastika. So habe ich es im Modell nachgebildet, und ein zweites Mal auf den Modellfotos zwecks Gesetzeskonformität wieder die Swastika unkenntlich gemacht. Weil sicher auch das eine oder andere Detail falsch ist, belasse ich es dabei.
Johannes Wipauer Publiziert am 05. Februar 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |