Curtiss P-40N WarhawkDer 15.000ste Curtiss-Fightervon Frank Barkhofen (1:48 Eduard)
Wer dieses Jahr im März die Euro Modell Expo in Lingen besucht hat, konnte das hier gezeigte Modell bereits im Wettbewerbsbereich sehen.
Der BausatzEtwas untypisch von meiner Werkbank, aber wenn es im letzten Jahr schon drei Jets gab, rückt auch ein anderes Subjekt in den Rahmen der Möglichkeiten. Zumindest, so lange es bunt ist! Eduard arbeitet sich gerade durch den Zoo der verschiedenen Curtiss P-40 Versionen. Unter den Bausätzen der letztes Jahr erschienenen P-40N in 1:48 war auch ein Limited Edition-Bausatz des 15.000sten Curtiss-Fighters. Und da diese Maschine nun wirklich bunt ist, ist sie mir aufgefallen. Beim Bau erhielt ich auch den Kommentar, dass es eine Erinnerung an die Modelle der Kindheit ist: einfach alle Kokarden des Abziehbilder-Blattes auf das Modell kleben!
Das ZubehörObwohl mich der Bausatz in Passung, Engineering und Optionsvielfalt beeindruckt hat - es war ohne Zweifel der beste Bausatz dieser Firma, den ich in den Händen hatte - wäre es nicht Eduard, wenn es dafür nicht weiteres Zubehör geben würde. Auch wenn diese Edition bereits Ätzteile und Masken enthält, habe ich einiges mehr gekauft. Es gibt Resin-Räder mit verschiedenen Reifenprofilen, die filigranen "Fishtail"-Auspuffenden sind offen gestaltet, die Kühler mit offenen Klappen, Fahrwerksbeine aus "Dental-Resin" (dazu später mehr), die sogar hohle Fahrwerksklappen enthalten, geätzte Landeklappen, ..... Verzichtet habe ich auf die umfangreichen Brassin-Sets für Cockpit und Motor. Weil speziell bei dieser Lackierung die MGs unterschiedlich bunt lackiert sind, habe ich auch ein Set von Master mit gedrehten Läufen und einer 3D-gedruckten Basis benutzt. Dieses Set liefert auch Teile für das Pitotrohr sowie für die Zieleinrichtung vor dem Cockpit mit (wie dreht man so winzige Teile? Auf dem Korn ist oben eine Kugel!).
Landeklappen aus Ätzteilen
Bau und LackierungDas Modell habe ich mit Alclad grundiert und mit Farben von Gunze und AK lackiert. Nach Glanzlack folgten die umfangreichen Decals, deren Trägerfilm ich (mechanisch, mit Zahnstocher und Pinzette) entfernt habe. Im ersten Moment sehen die Farben dann sehr blass aus, aber die Farbe kommt mit einer weiteren Schicht Klarlack, in dem Fall matt, zurück. Zum Schluss habe ich noch weitere Details wie Antennen und Positionslichter (das ist eine Klasse Lösung von Eduard!) montiert. Weniger schön ist, dass zwar Masken im Bausatz enthalten sind, aber nicht die der T-Face Reihe auch für die Innenseite. Die soll man sich extra kaufen und die enthaltenen verschenken? Nein Danke, ich habe die Masken per Schneidplotter dupliziert, um auch innen abkleben zu können.
Eine SchrecksekundeUnd jetzt noch zu einer negativen Überraschung! Leider wurden die robusten Fahrwerke der "Bronze"-Reihe durch 3D gedruckte Fahrwerksbeine aus Dental-Resin ersetzt. Man erkennt sie an sehr glattem, sehr hellem, fast weißem Resin. Der Bau hat auch soweit funktioniert, die Details, z.B. die Zahnkranzsegmente an den Hauptfahrwerksbeinen sind wirklich schön. Als ich aber an einem kalten und sonnigen Tag die finalen Outdoorfotos machen wollte und das Modell auf die Grundplatte stellte, brach das Spornradbein ab. Nein, es brach nicht, es zersplitterte in viele Teile! Zum Glück habe ich das Rad noch gefunden, bin sofort wieder nach Hause gefahren und habe nach dem Muster des noch vorhanden Spritzgussbeines (was mir aber auch zu filigran vorkam, um das Modell zu tragen) ein neues Bein aus Messing gefertigt. Die Fotosession am nächsten Tag war dann erfolgreich. Seitdem gehe ich mit dem Modell noch vorsichtiger um, um die Hauptfahrwerksbeine nicht auch noch abzubrechen. Vermutlich ist dieses Resin sehr temperaturempfindlich? Ich habe Eduard informiert, aber keine Antwort erhalten. Ehrlich, ich wünsche mir die Bronze-Linie zurück!
Meine ErgänzungenNeben dem erwähnten Spornradbein habe ich nur ein Messing-Lager für die Luftschraube, die Betätigungsstangen der Landeklappen und einen Reflektor aus geprägtem Alublech ergänzt. Für die Antennen ist der Modellbauer auch selbst zuständig.
Der neue Spornradhalter aus Messing
Auch für dieses Curtiss-Projekt habe ich auf Scalemates einen ausführlichen Baubericht geschrieben, der noch mehr Details zeigt. Fotos aus dem Lichtzelt
Das FazitSo war das Projekt ein entspannter, fast out-of-the-box Bau, die Zubehörboxen zähle ich mal dazu. Mit dem Resultat bin ich zufrieden und habe wieder einiges gelernt. Übrigens, die Decals wären nicht von Eduard, wenn sie nicht einen klitzekleinen Fehler enthalten würden (hätte ich das vorher bemerkt, hätte ich Ober- und Unterseite getauscht) - viel Spaß beim Suchen!
Frank Barkhofen Publiziert am 16. Juni 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |