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De Havilland Vampire Mk.6

Schweizer Luftwaffe

von Helmut Dominik (1:48 Trumpeter)

Modell de Havilland DH.100 Mk.6 Vampire J-1156 1955 noch ohne Schleudersitz auf dem Flugplatz in Meiringen
Modell de Havilland DH.100 Mk.6 Vampire J-1156 1955 noch ohne Schleudersitz auf dem Flugplatz in Meiringen

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland DH.100 Mk.6 Vampire der Schweizer Luftwaffe

  • Entwicklungsfirma: De Havilland Ltd. Hatfield, GB
  • Hersteller: De Havilland Aircraft Ltd. Hatfield und Chester, GB
  • Baujahr: 1949
  • Verwendungszweck: Jagd- und Erdkampf
  • Besatzung: 1 Pilot
  • In der Schweiz im Einsatz von 1949 bis 1990

Die J-1005 noch ohne Martin Baker Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1005 noch ohne Martin Baker Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)

Technische Daten

  • Bauart: Freitragender Mitteldecker, Pressholzrumpf, Trag- und Steuerflächen samt Leitwerk Metall
  • Abmessungen: Spannweite 11,58 m; Länge 9,37 m; Höhe 2,15 m; Bezugsfläche 25,95 m2
  • Gewichte: Rüstgewicht 3470 Kg; Zuladung 2380 Kg; max. Abfluggewicht 5850 Kg
  • Triebwerk: Modell Goblin 3; Radial-Turbo Strahltriebwerk
  • Ausrüstungen: Fallschirm, Einziehfarwerk, Radbremsen,Landeklappen, Luftbremsen, Druckkabine, Sauerstoff- und Feuerlöschanlagen,
  • Funk- und Nachtflugausrüstungen
  • Bewaffnung: Zwei 20 mm-Hispano-Kanonen 48, anstelle der Kanonen 3 und 4 wurde ein entsprechender Kanonen-Ersatzballast montiert. Zwei 455 kg-Bomben oder acht ungelenkte 76 mm-Raketen.

Im Jahre 1960 wurden alle Flugzeuge mit einem Martin-Baker Schleudersitz ausgerüstet. Diese Modifikation bedingte neue Kabinendächer mit Einfachverglasung. 

Flugleistungen

  • Ve max. horizontal: 810 km/h
  • Max. Steigleistung: 15,0 m/s
  • Max. Einsatzhöhe: 10.000 m ü.M.
  • Flugdauer: 1 Std.
  • Reichweite: 600 km ohne Zusatztanks

Gestützt auf die mit der DH.100 Mk.1 erzielten positiven Erprobungsresultate konnte schon Ende 1948 der Entscheid für ein neues Kampfflugzeug gefällt und eine Serie von 75 DH.100 MK.6 in Auftrag gegeben werden. Im Mai 1949 wurden die ersten Flugzeuge übernommen und als Ersatz für die veralteten Me 109–E1/3 und Morane D-3800/01 den Fliegerstaffeln übergeben. Alle Flugzeuge wurden ohne Zwischenfälle von Hatfield in England nach Emmen in die Schweiz überflogen. Die anfänglichen Befürchtungen, dass dieses hochgezüchtete Flugzeug nicht mehr miliztauglich sei, trafen glücklicherweise nicht zu. Die 75 Flugzeuge wurden in den Jahren 1949 und 1950 ausgeliefert. Ein Jahr später folgte die Beschaffung einer zweiten Serie von 100 Flugzeugen. Ab 1953 waren dann auch Doppelsitzer (DH.115) im Einsatz.

Die schweizerische Flugwaffe hatte mit dem Vampire jenes Kampfflugzeug beschafft, mit welchem die 54. Staffel der Royal Air Force im Juli 1948 in einer Sechserformation den Nordatlantik von England nach den USA erfolgreich überquerte.

Beim anfänglichen Einsatz in der Schweiz führte ein Zahnradbruch im Gerätekasten eines Vampires zu einer gut abgelaufenen Bauchlandung. Dieser Vorfall führte anschließend zum Einbau von verbesserten Zahnrädern in den Getriebekästen bei allen Triebwerken. Im weiteren Einsatzverlauf traten bei den Schweizer Vampires keine weiteren nennenswerten Probleme auf.

Anzahl beschaffter Flugzeuge direkt aus England

75 DH.100 Mk.6 Vampire in England erworben. 1949 bis 1973 im Einsatz. Die meisten Flugzeuge sind in den Jahren 1968/1969 abgeschrieben worden. Immatrikulation J-1005 bis J-1079

Die 75 direkt in England gekauften Vampire wurden von De Havilland Werkspiloten von Hatfield nach Emmen überflogen. (Foto Sammlung H. Dominik)
Die 75 direkt in England gekauften Vampire wurden von De Havilland Werkspiloten von Hatfield nach Emmen überflogen. (Foto Sammlung H. Dominik)

Umschulungskurs 1950 in Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)
Umschulungskurs 1950 in Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)

Anzahl beschaffter Flugzeuge im Lizenzbau

100 DH.100 Mk.6 Vampire im Lizenzbau. Ab 1951 im Einsatz. Eine respektable Anzahl wurde 1974 abgeschrieben, Liquidationen erfolgten aber noch bis 1988. Immatrikulation J-1101 bis J-1200

Schweizer Lizenzbau in Emmen 1951/1952. Bis 1960 waren alle Vampire noch ohne Martin Baker-Schleudersitz im Einsatz. (Foto Sammlung H. Dominik)
Schweizer Lizenzbau in Emmen 1951/1952. Bis 1960 waren alle Vampire noch ohne Martin Baker-Schleudersitz im Einsatz. (Foto Sammlung H. Dominik)

Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz  (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)

Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)

Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1105 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)

Die J-1115 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1115 noch ohne Martin Baker-Schleudersitz (Foto Sammlung H. Dominik)

Gegen die Hitze im Sommer wurden wegen der ungenügenden Klimaanlage eine leichte Fliegerkombi und weiße Helme eingeführt.

Anfang der 60er Jahre wurden die Vampire mit einem Martin Baker-Schleudersitz, einem Notpaket, einem neuen Steuerknüppel und einem neuen Kabinendach mit einer Einfachverglasung ausgerüstet.

Die J-1129 mit Martin Baker-Schleudersitz und neuem Kabinendach mit Einfachverglasung in Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1129 mit Martin Baker-Schleudersitz und neuem Kabinendach mit Einfachverglasung in Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)

Die J-1111 mit Martin Baker-Schleudersitz und Flügel-Zusatztanks (Foto Sammlung H. Dominik)
Die J-1111 mit Martin Baker-Schleudersitz und Flügel-Zusatztanks (Foto Sammlung H. Dominik)

Am 12. Juni 1990 wurden die letzten Vampire auf dem Flugplatz Emmen anlässlich einer Feier aus der Pilotenschule verabschiedet.

Bausatz De Havilland Vampire FB.Mk.5

Ein guter Bausatz, der es erlaubt, mit ein paar zusätzlichen kleineren Modifikationen die schweizer De Havilland DH.100 Mk.6 Vampire aus dem Jahre 1955 und damals noch ohne Schleudersitz nachzubauen.

De Havilland Vampire Mk.6

Decals

Für die notwendigen schweizer Markierungen hatte ich mir bereits vor einiger Zeit den Decalbogen in 1:48 von Matterhorn Circle besorgt. Leider ist dieser super Decalbogen zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr erhältlich und ausverkauft.

De Havilland Vampire Mk.6

Weitere ergänzende Zusatzkomponenten

Neben dem 1:48 Oe Rak 81 Pylons set for Hunter habe ich mir für den Cockpitbereich auch noch das 1:48 Vampire FB.5 interior PE set von Kuivalainen im Fachhandel besorgt.

De Havilland Vampire Mk.6

Bauhinweise

Hier habe ich mich zuerst einmal der Detaillierung vom Cockpitbereich gewidmet und es mit dem interior Set von Kuivalainen ergänzt.

De Havilland Vampire Mk.6

Vor dem Zusammenbau des Rumpfes habe ich noch genügend Bleibalast (45 g) im vorderen Rumpfteil angebracht, damit das Modell auch später gut auf dem Bugrad steht.

De Havilland Vampire Mk.6

Beim Zusammenbauen des Rumpfes wurden auch die Öffnungen für die 20 mm Kanonen auf die Schweizer Version richtig positioniert und die falschen Öffnungen verspachtelt.

De Havilland Vampire Mk.6

Den Rest des Zusammenbaus konnte ich anhand der einfachen aber gut übersichtlichen Bauanleitung fortführen.

Einzig die vordere Bugfahrwerksklappe vom Bausatz ist zu kurz und musste im unteren, geraden Bereich noch zusätzlich um 2mm verlängert werden und mit Heißluft wurde die obere Bugfahrwerksklappe noch stärker gekrümmt. Des Weiteren waren auch die Angaben für die Montage der Hauptfahrwerkstore falsch abgebildet. Auch die habe ich bei der Endmontage richtigerweise um 180 Grad gedreht und in die richtige Position gesetzt.

Auch das fehlende Pitotrohr am linken Seitenleitwerk habe ich mit einer gekürzten 0,7 mm und 0,4 mm Kanüle ergänzt. Die 0,4 Kanüle lässt sich genau in die 0,7 Kanüle einfügen.

De Havilland Vampire Mk.6

Bemalung:

Nach dem Abdecken der Klarsichtteile habe ich per Airbrush vorerst einmal eine Grundierung mit Tamiya XF-24 Dark Grey durchgeführt. Da die Vampires gesamthaft mit einem silbernen Schutzanstrich versehen wurden, war dies auch dann die Grundlage für das gleichmäßige Auftragen der Alcladfarbe ALC-106 White Aluminium über das ganze Modell.

Vor dem Montieren der vielseitigen Decals wurde als Schutzschicht noch Mr. Metal Primer aufgetragen.

Nach der Montage der Decals und dem abschließenden Anbringen der dezenten Verschmutzungsspuren und damit die silberne Alcladfarbe auch nicht zu glänzend wirkt habe ich noch mit Alclad II ALC-314 FLAT das Modell versiegelt.

Abschließend noch ein Hinweis

Ohne die mehrfachen diversen feinen Spachtel- und Schleifarbeiten können vor allem bei silbriger Bemalung keine optimalen Oberflächen erreicht werden.

Das erste Ergebnis vom fertigen Modell

Modell De Havilland DH.100 Mk.6 Vampire J-1156 1955 noch ohne Schleudersitz

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

Modellfotos im Großbildformat 1280x1024

Modellfotos mit Landschaft

De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6De Havilland Vampire Mk.6

De Havilland Vampire Mk.6

 

Modellfotos im Großbildformat 1280x1024

weitere Modellfotos mit Landschaft

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De Havilland Vampire Mk.6

 

Modellfotos im Großbildformat 1280x1024

Helmut Dominik

Publiziert am 12. Dezember 2016

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