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SMB-2 Super Mystère

(Special Hobby - Nr. SH 48223)

Special Hobby - SMB-2 Super Mystère

Produktinfo

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:SH 48223 - SMB-2 Super Mystère
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Dezember 2025
Preis:41,10 Eur (UVP)
Inhalt:
  • 7 Spritzlinge aus grauem Polystyrol-Kunststoff
  • 1 Spritzling mit Klarsichtteilen
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Bauanleitung
  • Toploaderkarton als Verpackung.
  • Besprechung

    Der Kit in seiner Verpackung (Foto: Special Hobby).
    Der Kit in seiner Verpackung (Foto: Special Hobby).

    Zum Vorbild

    Die SMB-2 Super Mystère war das erste in Serie gefertigte westeuropäische Flugzeug, das im Horizontalflug die Schallmauer durchbrach. Bei der Entwicklung knüpfte Dassault an frühere Serienjäger wie die Ouragan und die Mystère IVB sowie an diverse Versuchsprototypen an. Das erste Serienflugzeug – von insgesamt 180 gebauten Maschinen – hob am 26. Februar 1957 erstmals ab. Die neuen Flugzeuge wurden schrittweise drei Staffeln der Armée de l’Air (Nr. 10, 12 und 5) zugewiesen und kamen zudem bei den Testzentren CEV und CEAM sowie an Flugschulen zum Einsatz. Später gefertigte SMB-2-Maschinen erhielten das leistungsstärkere Triebwerk vom Typ Atar 101G-2 oder G-3. Die Super Mystère blieb bis 1977 im Dienst der Einsatzstaffeln; in diesem Jahr wurden die letzten SMB-2 der Staffel 12 außer Dienst gestellt und durch die Mirage III ersetzt. Der Einsatz der SMB-2 bei der Armée de l’Air verlief weitgehend ereignislos und umfasste Übungen in NATO-Staaten und Afrika sowie die Teilnahme an der Operation „Air Bull“ in Thailand.

    (nach einem aus dem Englischen übersetzten Text von Special Hobby

    Die Box wird gelüftet...
    Die Box wird gelüftet...

    Der ausgebreitete Inhalt des Bausatzes (Foto: Special Hobby).
    Der ausgebreitete Inhalt des Bausatzes (Foto: Special Hobby).

    Werbetext von Special Hobby

    SH bietet seinen Kit mit folgenden Worten an:

    Modell eines französischen Düsenjägers. Das Modell wird im Spritzgussverfahren hergestellt und umfasst acht (sic! es sind tatsächlich sieben...) Spritzlinge mit Kunststoffteilen (zwei davon sind identisch) sowie einen Spritzling mit Klarsichtteilen.

    • fein detailliertes Modell von höchster Maßstabsgenauigkeit
    • perfekte, präzise Decals für drei Maschinen der Armée de l’Air, einschließlich eines vollständigen Satzes an Wartungshinweisen (Stencils)
    • vorgeschnittene Maskierfolien sind ebenfalls erhältlich; weitere 3D-Druck-Sets sind in Vorbereitung
    Interessanter Ausblick zum Schluss! Wir werden einige der Zurüstsets hier bei MV besprechen. Doch zunächst ein paar Worte zum vorliegenden Bausatz.

    Der ausgebreitete Inhalt des Bausatzes (Foto: Special Hobby).
    Der ausgebreitete Inhalt des Bausatzes (Foto: Special Hobby).

    Die drei baubaren Varianten des Kits auf der Kartonverpackung.
    Die drei baubaren Varianten des Kits auf der Kartonverpackung.

    Schon mal gesehen...

    Das Ursprungsmodell von Azur-FRROM wurde von Special Hobby seit dem Jahr 2023 zweimal in unterschiedlichen Varianten wiederaufgelegt. Der Basiskit wurde seinerzeit hier bei MV von Frank Richter vorgestellt, und ich pflichte Frank bei seiner Bewertung des Bausatzes vollumfänglich bei. 

    Zusammenfassend entsteht somit nach wie vor ein positiver Eindruck des Bausatzes: feine Details und Gravuren, sinnvollle Konstruktionsaufteilung bei überschaubarer Teilezahl und insgesamt ansprechender Bausatzqualität. Eine erfreuliche Wiederauflage also!

    Nach wie vor muss der Schleudersitz scratch mit Gurtmaterial versehen werden, da der Sitz "nackig" daherkommt. Ein weiterer damaliger Kritikpunkt wird mit dem vorliegenden Bausatz jedoch relativiert: mittlerweile sind die damals fehlenden Außenlasten (Tanks und Pylone) als Doppelspritzling (G) beigelegt. Eine separat enthaltene Extraseite der Bauanleitung weist auf die Montage dieser Bauteile hin.

    Die Bauteile des Kits im Überblick

    SMB-2 Super MystèreSMB-2 Super MystèreSMB-2 Super MystèreSMB-2 Super MystèreSMB-2 Super MystèreSMB-2 Super MystèreSMB-2 Super Mystère

    SMB-2 Super Mystère

     

    Special Hobby - SMB-2 Super Mystère

    Bauanleitung, Lackierung, Decals und Markierungen

    Die farbige Bauanleitung kommt in hochglänzend gedrucktem DIN-A-4 Format daher und führt in 27 Baustufen, in denen das Modell meist als ganzes im Querformat zu sehen ist, sehr übersichtlich gestaltet zum Bastelziel. 

    Die drei Decalvarianten umfassen zwei in klassischem Silber gehaltenen Einsatzmaschinen französischer Staffeln. Die dritte Variante trägt ein ansprechendes Dreifarbtarnschema, abgeleitet vom damals von den USA in Vietnam gebräuchlichen "South Eastern Asia"-Muster mit grauer Flugzeugunterseite und grünen und braunen Farbtönen auf den Oberseiten. 

    Ein Decal  stellt die Anzeigetafeln des Hauptintsrumentenbretts im Cockpit dar und kann auf das entsprechende Bausatzteil aufgelegt bzw. durch Ausschneiden der einzelnen Rundinstrumente genau in die vorgesehenen Instrumentenöffnungen eingefügt werden. 

    Die Bauanleitung

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    SMB-2 Super Mystère

     

    Special Hobby - SMB-2 Super Mystère

    Das Zusatzblatt für die Montage der Tanks.
    Das Zusatzblatt für die Montage der Tanks.

    Interessante Decaltechnik

    Interessanter Weise häufen sich die Hinweise darauf, dass die neueren Decals von Special Hobby, zu denen auch die des vorliegende Bausatz gehören, oftmals wie die von Eduard im Digitaldruckverfahren mit einer abziehbaren Deckschicht - also einer auf der Decaloberfläche liegenden Schicht - hergestellt werden. Beim genauen Betrachten des vorliegenden Decalbogens erkennt man diese über den Rand des Decals hinausgehende Hochglanzdecksicht sehr gut. Ohne dass einer der beiden Modellhersteller darauf in seinen Bauanleitungen eingeht, kann man gemäß einiger Quellen im Netz wie folgt vorgehen, um diesen oberen Trägerfilm zu entfernen:

    1. Decal vollständig trocknen lassen: nach dem Aufbringen und dem Einsatz von Weichmachern mindestens 24 Stunden warten, damit die Farbpigmente fest auf dem Modell haften.

    2. Anlösen: ein Wattestäbchen leicht mit Feuerzeugbenzin, White Spirit (Terpentinersatz) oder einfach Wasser anfeuchten (für letztere, mutmaßlich schonende Methode würde ich mich entscheiden...).

    3. Abschieben/Abziehen: mit dem feuchten Pinsel oder Wattestäbchen vorsichtig von der Mitte zum Rand des Decals reiben oder den Rand des Decals durch Reiben leicht anheben. Sobald sich der Film an den Kanten leicht kräuselt oder anhebt, ihn mit einer feinen Pinzette oder dem Wattestäbchen vorsichtig wegschieben und abziehen.

    Im Ergebnis liegt nun nur noch der reine Farbprint des Decals ohne Trägerfilm (!) auf der Modelloberfläche auf, was wirklich gut, weil wie "auflackiert", aussieht. Achtung: besonders bei kleinen Stencils extrem vorsichtig vorgehen, da die gedruckte Farbe ohne den Film sehr empfindlich ist und leicht zerkratzen kann. Das Ergebnis danach mit einer Schicht Klarlack (wie üblich) schützen.

    Die im Netz zu findenden Fotos schauen recht vielversprechend aus, auch wenn das Prozedere wohl viel Fingerspitzengefühl erfordert. Nach langem Suchen findet sich bei Eduard (Eduard Info 02/2024, Seite 88ff.) ein Hinweis auf diese technische Besonderheit mit dem Tenor: "To peel or not to peel - kann man machen, muss man aber nicht".

    Ich finde diese Methode jedoch sehr zielführend und habe am Ende dieser Bausatzbesprechung bei "Weitere Infos" ein paar Videotutorials bei Youtube verlinkt, was in dieser Methode unerfahrenen Bastlern zusätzlich helfen könnte.

    Gut zu erkennen: der transparente Hochglanz-Trägerfilm, der auf den Decals liegt und nach dem Aufbringen des jeweiligen Abziehbilds von der Modelloberfläche abgelöst werden kann (aber nicht muss).
    Gut zu erkennen: der transparente Hochglanz-Trägerfilm, der auf den Decals liegt und nach dem Aufbringen des jeweiligen Abziehbilds von der Modelloberfläche abgelöst werden kann (aber nicht muss).

    Gut zu erkennen: der transparente Hochglanz-Trägerfilm, der auf den Decals liegt und nach dem Aufbringen des jeweiligen Abziehbilds von der Modelloberfläche abgelöst werden kann (aber nicht muss).
    Gut zu erkennen: der transparente Hochglanz-Trägerfilm, der auf den Decals liegt und nach dem Aufbringen des jeweiligen Abziehbilds von der Modelloberfläche abgelöst werden kann (aber nicht muss).

    Weitere Details des Kits (1)

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    SMB-2 Super Mystère

     

    Weitere Details des Kits (2)

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    SMB-2 Super Mystère

     

    Weitere Details des Kits (3)

    SMB-2 Super MystèreSMB-2 Super Mystère

    SMB-2 Super Mystère

     

    Darstellbare Maschinen:
    • Dassault Super Mystère 10-RD c/n 67, 10ième escadre de chasse, escadron de chasse 02/010 "Seine", Base Aérienne 110 Creil, Armée de l´Air / French Airforce, Mai 1961 bis September 1968
    • Dassault Super Mystère 5-01 c/n 67, 5ième escadre de chasse, escadron de chasse 02/005 "Ile de France", Base Aérienne 115 Orange-Caritat, Armée de l´Air / French Airforce, Juni 1963 - August 1966
    • Dassault Super Mystère 10-SK c/n 95, 10ième escadre de chasse, escadron de chasse 01/010 "Valois", Base Aérienne 110 Creil, Armée de l´Air / French Airforce, 1973
    Stärken:
    • Sehr gute Detaillierung 
    • Übersichtliche Teilezahl 
    • Luftbremse im geöffneten Zustand darstellbar 
    • Sauber gedruckter Decalbogen 
    • Übersichtliche Bauanleitung.
    Schwächen:
    • Keine angewinkelt/geöffnet darstellbaren Steuerklappen
    • Fehlende Sitzgurte.
    Anwendung: Aufgrund der präzise gefertigt wirkenden Teile dürfte die Passgenauigkeit des Kits gut sein. Bei der überschaubaren Teilezahl wohl auch für ambitionierte Anfänger handhabbar. Das oben beschriebene Abziehen der Deckschicht bei den Decals dürfte wirklich für ganz Mutige mit viel Fingerspitzengefühl zu empfehlen sein.

    Fazit

    Ein sehr schön gemachter Bausatz mit ansprechenden Details und interessanten Markierungen. Empfehlenswert!

    Weitere Infos

    Referenzen Ein Tutorial bei Youtube von The Rustyscale Show , bei Mike R. Williams Scalemodeller oder bei Hammerhead Modelmaking (ab etwa Minute 40:11) zum Ablösen des  transparenten Hochglanz-Trägerfilms bei dafür geeigneten Decals.
    Anmerkungen:

    Der Kit kann auf der Website des Herstellers Special Hobby betrachtet und  - Verfügbarkeit vorausgesetzt - auch käuflich erworben werden.

    Die Bauanleitung ist dort als .pdf-Dokument zum Download verfügbar. 

    Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 29. Juli 2026

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