Leopard 2A4 40th Anniversary - Special Decoration(Revell - Nr. 03368)
Produktinfo
Besprechung
Der Leopard 2 in einer besonderen DekorationIm Jahr 2019 wurde der Leopard 2 zum 40-jährigen Jubiläum in der A4-Variante mit einem speziellen Design versehen, bei dem auf anthrazitfarbenen Untergrund alle Leopardtypen an den Seiten des Panzers schematisch abgebildet waren. Die Sonderdekoration bricht mit dem klassischen, monotonen Flecktarn oder NATO-Oliv. Sie umfasst grafische Elemente, feine Linien/Streifen sowie die historischen Embleme und Wappen der verschiedenen Leopard-2-Entwicklungsstufen (von den frühen Baulosen A0 bis hin zum modernen A7). (nach einem Text von revell.de)
Die Bauteile des Kits im Überblick
Der Leopard 2 bei RevellDer Leopard 2 wurde von Revell im Maßstab 1:35 immer wieder mal bis zum Jahr 2004 als Wiederauflage des Italeri-Modells angeboten. Erstmals im Jahr 2012 brachte Revell einen "eigenen" Leo in der Variante 2A6/ A6M als Bausatzneuheit im Maßstab 1:35 heraus. Die Bausatzreihe wurde zwischenzeitlich, quasi parallel zur technischen Entwicklung des Originals, immer weiter modifiziert, wobei Revell zunächst die früheren Typen A4 und A5 in das firmeneigene Modellprogramm aufnahm. Zuletzt ist bei Revell die moderne A7A1-Variante erschienen. Der vorliegende Kit basiert auf dem von Revell erstmals 2013 als Leopard 2 A4/A4NL veröffentlichten Modell, hier in einer Modellbesprechung bei MV. Dieser Kit wurde nun mit einer außergewöhnlichen Jubiläums-Lackierung und bunten Flaggendarstellungen versehen.
Fotos des gebauten Modells
Die Bauanleitung
Lackierung, Decals und MarkierungenDas dominante Lackiermuster ist natürlich der schwarze Jubi-Leo mit seinen kontrastreich-hellgrauen (nach der Bauanleitung fälschlicher Weise als "weiß" bezeichneten) lackierten Streifen und Vierecken. Wirklich eine außergewöhnliche Variante, die durchaus anspruchsvoll zu lackieren sein wird- die hellen Streifen liegen nicht als Decal bei, sondern müssen händisch auflackiert werden. An dieser Stelle ein großes Lob an den Protoyp-Bastler bei Revell, der die Foto-Vorlage dieses Bausatzes sehr gelungen gebaut und lackiert hat. Die weiteren Lackierschemem sind ebenfals vielfältig, da dürfte für jeden Leo-Fan etwas dabei sein: die beiden Bundeswehrpanzer, dazu ein polnischer und ein spanischer Leo, alle im bekannten Dreifarbschema Grün/Braun/Anthrazit gehalten, außerdem in einheitlichem Grün gehaltene österreichische oder niederländische Variante, und zu guter Letzt die exotisch anmutende griechische Variante im rotbraunen-grün-schwarz und beigefarbenen Kleid. Hier scheint sich ein Fehler in die Lackierungsanweisung eingeschlichen zu haben: dort steht für die beigefarbenen Farbflecken der Farbton Dunkelmetallic (!) vermerkt. Hier muss man also das Farbregal nach dem korrekten Farbton durchsuchen. Außerdem hat Revell bei allen Farbschemen angegeben, dass die gesamte Nabenoberseite der Laufrollen rot lackiert wird. Tatsächlich wird aber nur ein kleiner Lochkreis der Nabenmitte mit roter Farbe "betupft" - wenn überhaupt: manche Leopard II-Panzer haben gar keine roten Markierungen auf ihren Laufrollen.
Bau und BesonderheitenWährend des Baus wird der Bastler regelmäßig auf die Unterschiede der jeweiligen länderspezifischen Version hingewiesen, die sich von der deutschen Variante hinsichtlich der Nebelwurf- und Funkantennenanlage und des Bordmaschinengewehrs unterscheiden. Verschiedene Baustufen geben hinreichend Auskunft über die korrekt zu verwendenden Bauteile. Ansonsten dürften beim Basteln des Kits keine bösen Überraschungen zu erwarten sein. Revell gibt die Altersempfehlung "ab 12 Jahre" ab. Weitere Details des Kits (1)
Weitere Details des Kits (2)
Keine Gute Idee - Panzerkette aus WeichkunststoffLeider sind im Revell-Kit anstelle von gegossenen Segment-Panzerketten, die mittlerweile bei zahlreichen Panzer-Kits der fernöstlichen Modellbaukonkurrenz standardmäßig zu finden sind, zwei jeweils zweiteilige Vinylketten enthalten, die durch Verschmelzen/Verkleben der Noppen in gelochte Gegenstücke verbunden werden. Ich habe immer gemischte Gefühle bei diesen Weichplastikteilen: werden sie über die Jahre beständig bleiben oder irgendwann anfangen, zu zerbröseln? Legen sie sich bündig auf Lauf- und Antriebsräder, ohne abzustehen? Werden die erkennbaren Gussnähte an den Kettenbolzen und auf einigen Laufflächen der Ketteninnenseiten auch nach dem Lackieren und Altern erkennbar sein? Fragen über Fragen, wobei zumindest beim Leo keine durchhängenden Effekte der Panzerkette á la WWII-Tiger, Panther oder Elefant etc. erforderlich sind: die Panzerkette des Leos ist stets straff gespannt und verschwindet bei der Montage eh hinter den Seitensschürzen, wodurch beim fertigen Modell nur die untere Hälfte der Kette zu sehen sein wird. Was leider immer noch nicht ganz passt: die Laufflächen sind immer noch quadratisch, und nicht originalgetreu asymmetrisch mit leichtem Versatz geformt. Als Alternative bietet sich eine Segmentkette aus Polystyrol des Aftermarkets an, z.B. die Diehl-Kette von Rye Field Model RM-5057. Außerdem sind die ebenfalls als Gummiteile enthaltenen Schleppseile wirklich nicht schön gemacht - zu viel Gussgrat, zu seicht im Detail, und gut zu verarbeiten sind sie auch nicht. Hier sollte man auf den Aftermarket ausweichen.
Darstellbare Maschinen:
Stärken:
Schwächen:
Anwendung: Gemäß Herstellerempfehlung ab 12 Jahren. FazitEine ungewöhnliche Decalvariante eine Panzerklassikers. Für Heavy Metal-Fans eine interessante Wahl in ordentlicher Bausatzqualität. Weitere InfosAnmerkungen: Der Bausatz ist auf der Website von Revell zu finden und dort, Verfügbarkeit vorausgesetzt, auch käuflich erhältlich. Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 14. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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