Hawker Hunter T.7/T.7A(Revell - Nr. 03786)
Produktinfo
Besprechung
Zum OriginalDie zweisitzige T.7-Variante der Hawker Hunter wurde ab 1958 als Trainingsflugzeug für die Royal Air Force entwickelt. Mit über 1.900 gebauten Exemplaren prägte die Hunter-Serie die Nachkriegsluftfahrt maßgeblich. Die T.7 spielte dabei eine Schlüsselrolle in der Pilotenausbildung und wurde auch von anderen NATO-Luftwaffen eingesetzt. Besonders die niederländische Luftwaffe setzte auf diesen zuverlässigen Trainer, der sich durch seine gutmütigen Flugeigenschaften auszeichnete. (Text: revell.de)
Willkommenes WiedersehenRevell brachte den Ursprungsbausatz des vorliegenden Modells, die einsitzige Hawker Hunter FGA.9 / MK.58, im Jahr 1998 auf den Modellbaumarkt, wo der Bausatz ungläubiges Staunen hervorrief: feinste, messerscharfe Gravuren und Oberflächendetails, hervorragende Passgenauigkeit und gute Formtreue waren zu verzeichnen, ebenso wie bei einigen anderen Neuerscheinungen von Revell im Maßstab 1:48 dieser Zeit. Die positiven Eindrücke der einsitzigen Hunter-Varianten von Revell werden hier bei MV von Christian Bruer und Frank Richter in ihren jeweiligen Besprechungen geschildert. Bei den späteren revellschen Neuerscheinungen im 32er Maßstab von Me 109, Fw 190, He 219, Me 262 usw. wurden die feinen, knackigen Gravuren und scharfen Details nicht fortgeführt, sondern Kunststoffoberflächen und Gravuren wirken bei diesen Modellen eher etwas weich und seicht. Die hervorragende, zeitgemäße Modellqualität tauchte erst wieder im Jahr 2025 auf, als wir von Revell mit dem sehr guten Bausatz der Gloster Meteor überrascht wurden (Besprechung hier bei MV). Nun liegt also die zweisitzige Trainervariante der Hunter auf Basis des tollen Einsitzer-Bausatzes auf dem Tisch - wir sind gespannt!
Die Bauteile des Kits im Überblick
Der Kit im DetailBeim Blick auf die Spritzlinge fallen direkt die altbekannten Bauteile für die hintere Rumpfsektion und Flügel sowie Fahrgestell ins Auge. Von diesen Spritzlingen bleiben zahlreiche, nicht verwendete Bauteile für die Restekiste übrig: Heckkonus und Canopy der FGA9/Mk58-Variante, außerdem die Sidewinderraketen und Mehrfachraketenwerfer, deren Aufhängungen, die großen 675 Liter Zusatztanks und einige Landeklappen. Die Spritzlinge A und B sowie die Klarsichtteile D sind neu hinzugekommen. Sie enthalten die Bauteile zur Darstellung der doppelsitzigen Trainervariante und zeigen die breitere Bugsektion mit einem wirklich toll detaillierten Cockpit. Hier hat Revell dankenswerter Weise die inneren Rumpfstreben/Spanten dargestellt (das ist bei der einsitzigen Variante nicht der Fall) und auch ansonsten einen guten Job bei der Detaillierung der Kommandozentrale gemacht. Spätestens beim Aufkleben der runden Decals für jedes einzelne (!) Rundinstrument weiß man, mit welchem Detailgrad man es zu tun hat, zumal zwei unterschiedliche Dashboards für die jeweils vorgesehene Hunter-Version beiliegen.
Und dann ist da noch das "Sahnehäubchen", ganz klein und fein in Blisterfolie verpackt: ein fingergliedgroßer 3D-Support/Gussast. Dieser enthält zwei dünne Bauteile zur Darstellung der Abzugschlaufen zur Auslösung des Schleudersitzes. 3D-Druckteile sind ein Novum bei einem Revellbausatz! Die Freude von Modellbau-Fans würde groß sein, wenn die Beigabe von Resindruckteilen zu Gunsten einer besseren Detaillierung bei künftigen Modellerscheinungen aus Bünde Einzug halten sollte.
Aber nochmal zurück zu den neuen Spritzgussteilen: während diese insgesamt eine feine Detaillierung aufweisen und wie die altbekannten Bausatzteile zu überzeugen wissen, sind die Gravuren der Bugsektion leider etwas schwammig geraten, das Plastik wirkt dort sogar etwas körnig. Hier wird beim Bau zum Glätten der Oberflächen etwas Nacharbeit erforderlich sein.
Die Bauanleitung
Bauanleitung, Konstruktion, Lackierung, DecalsFür die vorliegende Doppelsitzervariante wird eine kleine kosmetische Modifikation des hinteren, oberen Rumpfbereiches erforderlich. Dort soll in Baustufe 25 ein Panel, Bauteil 4, als obere Triebwerksabdeckung in eine freigeschnittende Lücke eingefügt werden. Um das erfolgreich zu bewerkstelligen, wird zuvor Bauteil Nr. 5, eine schalenförmige Schablone, auf dem hinteren Rumpfrücken angepasst und dient dort zum Markieren/Abgrenzen des herauszuschneidenden Bereiches. Das finde ich konstruktionstechnisch clever umgesetzt! Unter den Flügeln können wahlweise die 455 Liter Tanks mit ihren dazugehörigen Halterungen montiert werden. Dargestellt werden können drei unterschieldiche Maschinen, die vom Aussehen her grundunterschiedlich sind. Da ist die gewöhnliche RAF-Standard-Hunter im kämpferischen grau-grünen, umlaufenden "Wrap Around"- Tarnschema, die elegant-blaue XL 571 der Blue Diamonds, und die mit ihren orangen Akzenten als Hingucker wirkende N-301 der RNLAF, die wohl zu meiner favorisierten Auswahl zählen dürfte. So vielfältig, wie die drei Varianten sind, dürfte wohl für jeden Bastler was dabei sein. Die Decals selbst sind in tadelloser Cartograf-Qualität in kräftigen, glänzenden Farben gefertigt und weisen keinen Druckversatz auf.
Weitere Details des Kits (1)
Weitere Details des Kits (2)
Weitere Details des Kits (3)
Weitere Details des Kits (4)
Stärken:
Schwächen:
FazitSchön, dieses elegante Modell des Flugzeugklassikers nun als Zweisitzer bauen zu können. Der Bau macht Spaß, das Ergebnis wird sich durch die interessanten Markierungen sehen lassen können. Zugreifen! Weitere InfosAnmerkungen: Der Bausatz ist auf der Website von Revell zu finden und dort auch, Verfügbarkeit vorausgesetzt, käuflich zu erwerben. Diese Besprechung stammt von Alexander Jost - 03. Oktober 2026 © 2001-2026 Modellversium Modellbau Magazin | Impressum | Links |
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