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VW Käfer Typ 1, 1967

(Hasegawa - Nr. 21203)

Hasegawa - VW Käfer Typ 1, 1967

Produktinfo

Hersteller:Hasegawa
Sparte:Autos
Katalog Nummer:21203 - VW Käfer Typ 1, 1967
Maßstab:1:24
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2009
Preis:ca. 25-30 €
Inhalt:
  • 5 Spritzlingsrahmen, schwarz, cremeweiß, weiß

  • 1 Rahmen mit verchromten Teilen

  • 1 Rahmen Klarsichtteile

  • 4 elastische Vinylreifen

  • 4 Polycaps

  • 1 Bogen Decals

  • 1 Minibogen Metallsticker (Markeninlay, Fahrzeugbezeichnung)

  • 1 Stück dunkelblaues, samtartiges Material („Teppich“) für den Innenboden mit Kleberückseite

  • 1 Bauanleitung (Linkslenker)

Besprechung

Er läuft und läuft und läuft...

Der Bausatz (Auflage 2009) folgt dem Urahn sämtlicher Hasegawa-Varianten, die seit 1990 bis heute vom automobilen Massenphänomen Käfer erschienen sind. Dabei erreicht die Palette – immerhin 18 Varianten und Wiederauflagen – von normalen Straßenfahrzeugen über Einsatz- bis zu Freizeitfahrzeugen - eingerechnet zweier Comic-Varianten. Auch in Japan hat(te) der Käfer seine Fans, weshalb nachvollziehbar ist, dass die Bauanleitung nur einen Rechtslenker des 171 mm langen Modells vorsieht. Allerdings werden – quasi stillschweigend – Teile mitgeliefert, die auch eine linksgelenkte Version ermöglichen. Anmerkungen [1], [2]

Hasegawa - VW Käfer Typ 1, 1967

Dem Bausatzkarton entnimmt man 80 Teile, was schon vermuten lässt, dass die Umsetzung des Fahrzeugklassikers nicht allzu sehr in die Tiefe gehen kann. So fehlt beispielsweise auch ein Fahrzeughimmel. Tatsächlich richtet sich der Bausatz an Modellbauer, die mit der reinen Außenansicht zufrieden sind. Und an der gibt es eigentlich nicht viel zu mäkeln. So findet sich an der einteiligen Karosserie auf dem Dach ein kleiner Angussrest, der sich leicht abfeilen lässt. Unschön ist eine Quernaht über Kotflügel und Fronthaube, deren Entfernung wegen der Wölbung der Fahrzeugteile ein vorsichtiges Vorgehen erfordert. Ansonsten lassen sich an den Bausatzteilen wenig störende Produktionsreste (bei meinem Modellbausatz etwas Flash) finden.

Hasegawa - VW Käfer Typ 1, 1967

Hasegawa - VW Käfer Typ 1, 1967

Erwartungsgemäß spiegeln die Teile eine gehobene Qualität wider, welche die Anmutung eines Käfers des genannten Modelljahres von außen sehr gut wiedergibt. Hinzuweisen ist auf die äußeren Besonderheiten der Modellpflege beim 67er Käfer, die ihn vom Tamiya-Käfer unterscheiden: z.B. senkrecht stehende Frontscheinwerfer.

VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967

VW Käfer Typ 1, 1967

 

Der 1500 ccm Motor, der sage und schreibe 44 PS leistete, ist leider nicht wiedergegeben, auch wenn eine Bodenattrappe von unten erkennbar ist. Front- und Motorhaube sowie die Türen sind verschlossen. Beweglich sind nur die Räder und die Anlenkung der Vorderräder, so dass man diese auch eingeschlagen bauen kann.

VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967

VW Käfer Typ 1, 1967

 

Die inneren Werte des Modellfahrzeugs beschränken sich allein auf den Fahrgastraum, der in seiner spartanischen Schlichtheit dem Original nicht nachsteht. Als kleines Accessoire gibt es zumindest das Blumenväschen am Armaturenbrett. Die Teppichattrappe ist sicher ein Alleinstellungsmerkmal. Beim angedeuteten Autoradio wird man selbst für eine Antenne sorgen müssen, wenn einem der Stummel vor der Frontscheibe auf der linken Seite zu winzig ist. Leider bleibt dem Modellbauer auch der Blick in den „Kofferraum“ verwehrt, in dem der Ersatzreifen schon einen Großteil des Platzangebotes beanspruchte. Dieser fehlt beim Bausatz konsequenterweise.

VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967das Material für die Teppiche

VW Käfer Typ 1, 1967

 

Der Bausatz des Rechtslenkers liefert aber als Endprodukt eine Art black box, die den technikinteressierten Modellbauer nicht so recht zufriedenstellen kann. Im Prinzip ist es ja konsequent, wenn sich nichts hinter einer Klappe verbirgt, diese auch verschlossen zu halten. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern setzt Hasegawa aber ganz auf das äußere Erscheinungsbild, das nach den Bauteilen zu schließen und gebauten Modelle zu Folge einen sehr guten Eindruck macht. Anmerkung [3]

rechts die Aussenansicht der FelgenVW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967

rechts die Aussenansicht der Felgen

rechts die Aussenansicht der Felgen 

Mit der übersichtlichen Bauanleitung, einem achtseitigen Faltblatt, kann man gut zurechtkommen. Elf Bauschritte führen zum fertigen Fahrzeug. Eine Fünf-Seiten-Ansicht des Modells beschließt neben der Teileübersicht die Bauanleitung. Farbangaben beziehen sich nur auf Farben von Gunze und Mr Color. Diese Beschränkung dürfte aber angesichts der Farbübersicht (Bauplan S.1) und der durchgängigen Farbempfehlungen kein wirkliches Problem darstellen. Wenn man sich an realen Vorbildern oder eigenen Vorstellungen orientiert, sowieso nicht. Die Farbdarstellung des Deckelbildes ist perlweiß.

VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967VW Käfer Typ 1, 1967

VW Käfer Typ 1, 1967

 

Darstellbare Fahrzeuge:

Die beiliegenden Decals erlauben den Bau eines Ausstellungsmodells und einer Variante mit japanischer Straßenzulassung (Rechtslenker). Allerdings entsprechen die Teile G1 und G2 sowie die Decals #6 und #7 dem Format mitteleuropäischer Nummerntafeln, so dass man mit etwas Eigeninitiative das Spektrum leicht erweitert.

Stärken:
  • Stimmige Anmutung eines 1967er Käfers

  • gute Qualität der Teile – überschaubare Nacharbeit

  • übersichtliche Anleitung (nur Rechtslenker)

  • Einfacher Zusammenbau

  • Teppichboden

Schwächen:
  • Außer den Rädern und der Lenkung sind keine Teile beweglich

  • Kein Motor, wenn man vom angedeuteten Bodenrelief absieht

  • Geringe Auswahl bei den Decals

Anwendung:

Ein eher einfaches Modell mit überschaubarer Teilezahl.

Fazit

Wer modellbauerisch dem Technikphänomen Käfer nachspüren möchte, wird vermutlich eher zu Bausätzen von Revell oder Tamiya greifen. Anmerkung [4]

Wer nur ein stimmiges Außenbild des legendären Volkswagen (curbside model) nachbilden möchte, ist mit dem Hasegawa-Bausatz bestens bedient.

Weitere Infos

Anmerkungen:

[1] unter https://www.scalemates.com/products/img/5/5/5/129555-67-instructions.pdf findet sich eine Bauanleitung, der ein Blatt für den Zusammenbau eines Linkslenkers zusätzlich beigefügt ist. Anzumerken bleibt, dass es in Japan auch Linkslenker gab und diese „Originale“ unter Käfer-Fans hohes Ansehen genossen.

 

[2] Rechts- oder Linkslenker: Die einteilige Pedalerie (D5) ist nur einmal, eine passende Nut im Bodenblech ist aber auf beiden Seiten vorhanden. Das Armaturenbrett mit Lenksäulenaufnahme gibt es zweimal im Bausatz (G3, J1). Bedeutsam ist noch das Teil C14, eine asymmetrisch gekröpfte Spurstange, die für den Linkslenker seitenverkehrt eingebaut werden muss. Die Außenspiegel sind für beide Versionen vorhanden.

[3] Zwei gebaute Hasegawa-Modelle finden sich unter:

https://www.modellversium.de/galerie/artikel.php?id=81

https://www.modellversium.de/galerie/artikel.php?id=3095

[4] vgl.

https://www.modellversium.de/galerie/12-autos/2468-vw-kaefer-tamiya.html

https://www.modellversium.de/kit/artikel.php?id=9554 (alle 12.8.26)

Diese Besprechung stammt von Thomas Ehrensperger - 25. September 2026

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