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Saipan 1944

Ein Beispiel einer amphibischen Landungsoperation

von Thomas Schröder (1:1250 Verschiedene Hersteller)

Saipan 1944

Ein Beispiel einer amphiebischen Landungsoperation

Im Maßstab 1:1250 werden die recht kleinen Schiffsmodelle größtenteils in Weichmetall d.h. einer Legierung aus Zinn und Blei gegossen. 8cm entsprechen hier 100m in der Natur... Dennoch lassen sich durch perfektionierte Herstellungsverfahren sehr viele Details darstellen. Insbesondere Dioramen mit vielen verschiedenen Einheiten dieser "Waterline" Modelle sind in diesem Maßstab gut zu verwirklichen. Das Diorama zeigt einige wenige der 551 Schiffe, die sich am 15.06.1944 während der Operation "Forager" im Abschnitt "Able-red" vor der Küste der japanisch besetzten Marianeninsel Saipan befanden.

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Das handelsübliche Modell eines Truppentransporters der Bayfieldklasse - Modell von Neptun Nr.1392, im Maßstab 1:1250...

...und die überarbeitete Version als APA-34, USS Bolivar mit geänderten Masten, Schornstein, sowie zusätzlichen Details (Radar) und dem Tarnschema MS 32/16D bei der Ankunft in der Ausschiffungszone vor der Südwestküste Saipans.

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Weitaus mehr Änderungen erfuhr das Modell des APA-31, USS Monrovia, ein Kombipassagierfrachter, der hier bereits dabei ist Truppen und DUKW-Amphibienfahrzeuge auszuschiffen. Die Personen bestehen zum Teil aus Photoätzfiguren im Maßstab 1:1250, während die Marines in den Landungsbooten aus winzigen Streifen von Klettband gefertigt sind deren kugelähnliche Köpfe hier als Helme fungieren.

Saipan 1944

Hier erreicht das Landungsdockschiff LSD-7,USS Oak Hill seine Ausschiffungsposition. Das Modell dieses damals neuen Schiffstyps ist in 1:1250 bisher nur vom Hersteller Hansa erschienen und mittlerweile wohl 30 Jahre am Markt. So waren auch hier erhebliche Änderungen und Ergänzungen nötig...

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...komplett neue Waffen, Masten, Kranausleger und viele weitere Details, sowie Formkorrekturen des Rumpfes machten ein praktisch neues Modell aus der ursprünglichen USS Ashland.

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Das Tarnschema MS 31/9l der Oak Hill und einiger ihrer Schwestern war eher kurzlebig und wurde ab Sommer 1944 durch Navy-blue ersetzt. Bis dahin jedoch waren die LSDs die größten Einheiten der US-Navy in Grüntönen.

Saipan 1944

Auch dieses "Landing Ship Medium" bringt schwimmfähige Fahrzeuge zu Wasser. Dazu mußte ich die Bugsektion aufsägen und die geöffneten Bugklappen durch gebogene Blechteile mit Photoätzteilen als Innenverstärkungen herstellen. Die Schwimmpanzer LVT-2 und LVT-A sind Eigenbauten, die es im Maßstab 1:1250 so nicht gibt.

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Ein "Landing Ship Medium" und einige "Landing Craft Tank" folgen aus dem Tiefwasserbereich den Landungsbooten der ersten Wellen mit ihren aus Panzern und anderen Fahrzeugen bestehenden Ladungen...

Saipan 1944

Dieses LCT hat eine gemischte Ladung an Bord: vorn ein offener Halftrack, dahinter ein Halftrack als Artillerieträger, sowie ein weiterer mit Plane. An der Backbordseite ein leichter Panzer vom Typ M5-Stuart und dahinter ein offener Jeep mit MG. Das LCT, so wie die meisten hier gezeigten Schiffsmodelle sind vom Hersteller Neptun, die Fahrzeuge hingegen von Fleetline.

Saipan 1944

Unterdessen passieren Landungsboote der zweiten Welle einen PC-Typ-U-Jäger, der als Leitschiff auf Position liegt. Die größeren dieser Landungsboote sind LCMs "Landing Craft Mechanized", die anstelle von Infantrie auch leichte Panzer transportieren. Im Hintergrund befindet sich die USS New Mexiko/BB-40, eines der Schlachtschiffe der Feuerunterstützungsgruppe, das soeben die letzte Salve zur Vorbereitung der Landung abgegeben hat.

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Auch die schweren Einheiten wie hier die New Mexiko gingen bis dicht an die Korallenriffkanten heran...

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Dicht unter Land befinden sich hier zwei Einheiten vom Typ "Landing Craft Infantry", die jeweils eine Kompanie an Land bringen konnten. Das rechte der beiden ist dabei ein abgewandelter Typ mit verstärkter Bewaffnung - ein "Landing Craft Support".              

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Nahe einiger LVTs, die gerade die Korallenriffkante überquert haben, sind Einschläge japanischer Mörserstellungen von jenseits des Strandes zu sehen.

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Die erste Welle der Landungsboote und Amphibienpanzer ist kurz davor den Strand zu erreichen...

Zum Schluß noch ein größenvergleichender Blick auf die Küstenline. Das abfallende Gelände inklusive sichtbarem Meeresgrund ist aus Gips für Gießkeramik gestaltet und dann mit Wasserfarben bemalt, was beim Strand natürlich nur ein leichtes Abtönen wurde. Bei der Vegetation kamen zum Teil die üblichen Schaumstoffflocken zum Einsatz, Die Palmen hingegen bestehen aus gezogenen Polystyroldraht und angeklebten "Federn" einer Moosart, welche man in jedem nichtenglischen Rasen finden kann. Da jede Palme, um glaubhaft zu wirken, mindestens 6-8 Wedel braucht, ist da natürlich auch eine Menge Fleißarbeit unerlässlich. Das Wasser schließlich besteht aus eingefärbtem Epoxiharz. Die Grundplatte für den Strandabschnitt hat eine Kantenlänge von 34cm im Quadrat.

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Mehr Bilder dieser Szenerie gibt es übrigens auf meiner Homepage

Thomas Schröder

Publiziert am 13. April 2006

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