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Sichtzeichenmast

von Heinz Küster (1:72 Eigenbau)

Sichtzeichenmast

Fliegerhorste sind laute Reviere. Jets machen einen Höllenlärm und eine Alarmierung, z.B. vor Luftangriffen, nur akustisch mit Sirenen läuft Gefahr überhört zu werden. Bei der Luftwaffe wurden deshalb Sichtzeichenmasten zur Alarmierung über optische Zeichen zusätzlich zur Alarmierung mit Sirenen verwendet.

Bild 1 zeigt ein Modell eines solchen Sichtzeichenmastes in 1:72 (wobei die Dimensionen geschätzt sind, Daten zur Abmessung lagen mir nicht vor), zusammen mit dem Original einer "Se-Warnungs- und Alarmierungskarte (SeWAK)" aus dem Jahr 1983 ("Kalter Krieg").

Sichtzeichenmast

Bild 2 zeigt anhand der SeWAK, wie alarmiert wurde: Hochgezogenes rotes Viereck = Luftalarm. Hochgezogenes schwarzes Dreieck = ABC-Alarm (=Angriff mit atomaren, biologischen oder chemischen Waffen).

Sichtzeichenmast

Bild 3 zeigt mein kleines Mastmodell. Evergreen-Plastik, Faden (Viereck und Dreieck sind beweglich), Basis besteht aus Holz. Damit 3- und 4-Eck von allen Richtungen als solche zu erkennen sind, waren jeweils zwei davon in 90 Grad zueinander angeordnet (ungefähr so wie im Modell).

Sichtzeichenmast

Bild 4 zeigt den Mast im Diorama (LUFTALARM). Das Diorama habe ich eigentlich für einen anderen Zweck gebaut, der Mast macht sich aber auch ganz gut. Figuren (umgebaut) von Preiser.

Sichtzeichenmast

Bild 5 - ABC-Alarm. Der ABC-Soldat ist von ESCI/Italeri.

Da Luftwaffenanlagen i.d.R. ortsfest sind, macht die optische Alarmierung über ortsfeste Masten schon Sinn. Im "kalten Krieg" an jeder Luftwaffenanlage anzutreffen, weiß ich allerdings nicht, ob die Sichtzeichenmasten heute noch in Betrieb sind.

Heinz Küster

Publiziert am 02. Januar 2013

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