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Supermarine Spitfire Mk.IX

Spitfire hoch 2

von Mike Garamond (1:48 Eduard)

Supermarine Spitfire Mk.IX

Das Diorama entstand aus dem Wunsch, sowohl eine Spitfire mit offenen Verkleidungen und vielen sichtbaren Details als auch eine Maschine mit "ungestörter" Linienführung zu zeigen. Nach der Recherchephase entschied ich mich für zwei Spitfire IX im späten Bauzustand der tschechischen 313 Squadron (RY-F ML195 und RY-E MK694), die zwischen Oktober und Dezember 1944 in North Weald stationiert waren. Eine Spitfire ist während einer Wartung dargestellt, mit geöffneter Motorverkleidung, einsehbarem MG-Schacht, ausgefahrenen Flaps, abgebautem 90 Gallon Slipper Tank und ausgebauter Funkanlage. Die andere wird betankt. Ich wählte speziell diese beiden Maschinen der Einheit, weil eine das abgerundete und die andere das oben spitz zulaufende Leitwerk hatte.

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Beide Spitfire-Modelle sind von Eduard und neben nur sparsam eingesetzten Aftermarket-Produkten (Reifen, Masken für die Kennungszeichen, Slipper Tank) nutzte ich für die Wartungsdarstellung das Eduard Big-Sin Kit. Lackiert wurden sie mit Xtracolor Enamel-Farben, gealtert mit Ölfarben und Pigmenten. Das Storchenwappen gehört eigentlich zur 312 Sqn, da die 313 aber teilweise deren Maschinen übernahm, wurde dieses auch bei der 313 benutzt. Den Eduard-Bausätzen der Spit liegen leider nur die zweifarbigen Roundels für die obere Tragfläche bei. Auf Originalbildern sind aber die dreifarbigen mit weißem Innenband zu sehen. Sie wurden mit passenden Decals ersetzt.

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Die Figuren der Wartungsszene sind von ICM. Hier kamen teils Mechaniker aus deutschen und russischen Figurensets zum Einsatz. Sie wurden mit britischen Köpfen und geänderten Stiefeln in englisches Personal verwandelt. Eine Figur habe ich mit einem für die kalte Jahreszeit typischen Lederumhang versehen. Für die Betankungsszene wurde eine weitere ICM Figur so angepasst, dass sie auf der schrägen Fläche realistisch steht, eine Hand sinnvoll den Tankstutzen hält und die andere auf der Haube aufliegt. Neben dem Fuel-Truck stehen zwei Zinn-Figuren von Dartmoor Military. Von deren Lebendigkeit bin ich echt angetan. Lackiert wurden alle Figuren mit Humbrol Enamel und Ölfarben.

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Als Tankwagen erschien mir der Bedford QL 950 Gallon Tanker von Accurate Armour passend. Auf frühen Originalbildern der 313 Sqn, zur Zeit des Battle of Britain, ist oft ein Traktor mit Tank-Anhänger zu sehen, in North Weald dürfte aber auch "hochwertigeres" Equipment vorhanden gewesen sein. Wenn man beim Bau des Accurate Armour Modells ein bisschen Arbeit reinsteckt, kommt ein echtes Schmuckstück dabei raus. Ich mag die englischen Trucks wie AEC Matador und Bedford wegen ihrer eigenwilligen irgendwie unkonventionellen Optik. Lackiert wurde das Khaki-Green Nr.3 mit einer eigenen Mischung aus Xtralolor Enamel.

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Um das Dio optisch interessant zu gestalten, entschied ich mich für drei verschiedene Untergründe, die es in North Weald so auch gab. Geteerte Fläche (Schleifpapier mit Flicken und Fugen aus Gips), quadratische Betonplatten (dicker Karton mit Weißleim abgezogen) und eine Gras- bzw. Schlammfläche. Um die Pfütze darzustellen wurde ein passendes Stück Plastiksheet auf die Grundplatte geklebt, dann das Gelände mit Busch Geländemörtel aufmodelliert. Nach dem Begrünen des Areals wurde alles in verschiedenen Erd-, Grün- und Gelbtönen lackiert - auch das Gras. Das Wasser erhielt eine ockergelbe Farbe und wurde mit mehreren Lagen Glanzlack gefinished. Feuchte Erde, besonders im Bereich der Reifenspuren wurde abschließend mit Humbrol Clear angedeutet.

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Zur realistischen Darstellung der Szene wurden etliche Accessoires ins Diorama integriert. Leiter, Starterwagen, Eimer, Werkzeug. Diese Details sind zeitraubend, machen die Szene aber erst glaubwürdig. Der abgenommene Zusatztank wurde z. B. nicht einfach in den Matsch geworfen, er liegt auf Holzbohlen.

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Geschichte der 313 Sqn

Die 313. Jagdstaffel war neben der 310., 311. (Bomber) und 312. eine von vier tschechoslowakischen Einheiten der Royal Air Force und nahm an den Kämpfen der britischen Luftwaffe während des Zweiten Weltkriegs in Europa teil. Sie entstand am 10. Mai 1941 in Catterick, Richmondshire (North Yorkshire), aus Angehörigen der tschechoslowakischen Luftwaffe, die nach der Besetzung ihres Landes durch die Wehrmacht nach Frankreich flohen und dort Dienst taten. Nach dem Zusammenbruch Frankreichs kamen sie schließlich nach England. Neben der Luftschlacht um England unterstütze die 313. die Landung der Truppen in der Normandie. Ab Oktober 1944, nach einem Umzug nach Ostengland, eskortierte sie britische und US-amerikanische Bomberverbände nach Deutschland im Rahmen sogenannter "Round-the-Clock"-Attacken und unternahm Angriffe in den Niederlanden. Im August 1945 wurde die Staffel in die Tschechoslowakei verlegt, wo sie am 15. Februar 1946 als eine Einheit der RAF aufgelöst wurde und zum Bestandteil der neuen tschechoslowakischen Luftstreitkräfte wurde.

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Mike Garamond

Publiziert am 14. Januar 2016

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