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Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

(Eduard - Nr. 8281)

Eduard - Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:8281 - Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:April 2013
Preis:ca. 32 €
Inhalt:
  • 4 Gießäste aus dunkelgrauem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 2 Decalbögen
  • 1 Platine mit zum Teil farbigen Fotoätzteilen
  • 1 Bogen mit Maskierfolie
  • 1 farbige Anleitung

Besprechung:

Eduard - Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

Nach einer etwas länglichen Vorlaufzeit mit immer neuen Ankündigungen zu den Features der neuen Spitfire war es dann endlich im April soweit. Eduards neuestes Meisterstück betrat die große Bühne des Plastikmodellbaues. Die Erwartungen an den Bausatz wurden nicht enttäuscht, das Warten und die unzähligen Blogeinträge haben sich gelohnt. Verteilt auf vier Gießäste im typischen Grau von Eduard warten ca. 200 Einzelteile auf ihren Einsatz. Davon werden letztlich etwa 160 benötigt, die restlichen Teile sind den kommenden Versionen vorbehalten. Zwischenzeitlich sind mit der Royal-Class weitere Variationen der Mk.IX erschienen, die unterschiedlichen Flügel z.B. sind befristet auch einzeln erhältlich. Getreu dem Profi-Pack-Status liegen dem Bausatz Extras in Form einer kleinen Ätzteileplatine und ein Bogen mit Maskierfolie bei, allerdings scheint der gefühlte Umfang dieser Zugaben immer kleiner zu werden, gerade bei den Ätzteilen.

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Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

 

Die Oberflächendetails bestehen aus feinen versenkten Gravuren mit sehr vielen Nietenreihen. Letztere sind natürlich kein Vergleich zu dem, was man sonst so gewohnt ist, vor allem von Newcomer-Herstellern aus dem Reich der Mitte. Hier wurde wirklich fast jede Niete vom Vorbild übernommen, teilweise mehrreihig und natürlich auch von unterschiedlicher Größe. Wo nötig sind die Details erhaben ausgeführt, insbesondere die zahlreichen Wülste und Verkleidungen sind hier erwähnenswert. Man kann wirklich ohne Übertreibung sagen, dass die Oberflächendetails bei diesem Bausatz den Standard um einiges höher legen, hier muss sich selbst Tamiya warm anziehen. Die sehr gute Detaillierung setzt sich natürlich auch im Innenraum fort. Das Cockpit alleine besteht aus nicht weniger als gut 50 Einzelteilen, ein Viertel davon sind Ätzteile. Die Aufteilung der Bauteile macht sowohl den Zusammenbau als auch die Bemalung zum Kinderspiel. Das gesamte Cockpit wird als separate Einheit fertiggestellt und später als Ganzes in den Rumpf eingesetzt. Auch der Bereich hinter dem Pilotensitz wurde von Eduard nicht vergessen. Nettes Detail: Der Steuerknüppel ist zweigeteilt, so dass man abhängig von der Position der Klappen den Winkel der Teile zueinander korrekt einstellen kann. Die Löcher in den Schotts sollte man gemäß Fotos aufbohren. Ein paar zusätzliche Leitungen schaden ebenfalls nicht, das Originalcockpit wimmelt ja geradezu davon.

Eduard - Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

Ein Anlass zu regen Diskussionen in diversen Foren gibt die Form der Fahrwerksschächte. Diese sehen auf den ersten Blick sehr merkwürdig aus und erscheinen viel zu oval. Es ist schon klar, dass diese beim Original nicht kreisrund sind (wie man auf den diversen Zeichnungen irrtümlicherweise annehmen könnte), so extrem wie Eduard das umgesetzt hat scheint mir das aber auch nicht ganz richtig zu sein. Ein wirklich aussagekräftiges Foto habe ich bisher auch noch nicht finden können. Andere Spitfire-Bausätze haben deutlich weniger ovale Ausschnitte, siehe die vergleichenden Bilder unten. Abgesehen von der strittigen Form lässt der Fahrwerksbereich kaum Wünsche offen. Die Schächte sind aus insgesamt 13 Teilen aufgebaut, um der komplexen Form Rechnung zu tragen. Die Fahrwerke selbst sind sehr gut wiedergegeben und schön detailliert. Was fehlt sind die Federbeinscheren, es gibt weder Kunststoff- noch Ätzteile dafür, ebenso eine kleine Rohrleitung. Bezüglich der Federbeinscheren scheint es bei der Mk.IX welche mit und welche ohne gegeben zu haben, ob die darstellbaren Maschinen diese nun hatten oder nicht ist schwer zu sagen. Ein Diskussionsbeitrag auf Britmodeller.com kann im Zweifelsfalle hilfreich sein.

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Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

 

Sämtliche Steuerflächen sind separat ausgeführt, gerade bei den Höheleitwerken eine sinnvolle Sache. Die Wirkung der bespannten Bereiche ist sehr überzeugend. Die Nietenreihen auf den Bauteilen sind aber derart fein, dass sie später kaum mehr zu sehen sein werden. Die Landeklappen sind nur geschlossen baubar, es gibt dafür aber entsprechendes Zubehör, siehe unten. Eine Motornachbildung gibt es nicht, wird aber sicherlich als Brassin Set irgendwann nachgereicht. Für die Markierung B liegen andere Motorenabdeckungen bei, da diese einen Merlin 66 anstelle des Merlin 61/63 eingebaut hatten. Die Abgasstutzen sind sehr schön gemacht mit offenen Enden, besser ist das in Kunststoff kaum zu machen. Für die diversen Kühler liegen - abgesehen vom zentralen Lufteinlauf unter dem Motor - keine Ätzteile bei, dafür kann man die Klappen der Ölkühler geöffnet bauen. Ein Satz Bomben nebst schön filigraner Aufhängungen sind für die Markierung A enthalten. Die Klarsichtteile sind von sehr guter Qualität, dünn und schlierenfrei. Für die geöffnete oder geschlossenen Darstellung des Cockpits gibt es jeweils extra Teile.

Eduard - Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

Die Decals machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Der Druck ist sehr sauber und versatzfrei, die Farben sind kräftig und fein pigmentiert. Neben dem Bogen mit den jeweiligen individuellen Kennungen ist ein weiterer Bogen mit Wartungshinweisen enthalten. Die Bemalungs- und Decalanleitung ist wie üblich großformatig angelegt mit einer Option pro DIN A4 Seite. Die Farbangaben beziehen sich auf die hierzulande eher ungängige Gunze-Palette.

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Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

 

Option A ist eine relativ bekannte Maschine, geflogen vom polnischen Piloten Henryk Dygala. Diese wurde schon früher des öfteren von Decalherstellern als Zubehör angeboten, unter Anderem auch von Kagero in der Topcolors Reihe (Band 15). Sogar die einzigen jemals an einer Spitfire angebrachten polnischen Hinweise sind enthalten ("Schuhe abwischen").

Option B ist eine Maschine von Otto Smik, einem slowakischen Fliegerass. Die Maschine ist nicht mit Invasionsstreifen ausgestattet. Eduard überlässt es dem Modellbauer ob das spitze oder das abgerundete Seitenruder zu verwenden ist, da es anscheinend keinen Fotobeweis dafür gibt.

Option C ist eine Maschine, die vom berühmten französischen Fliegerass Pierre Clostermann geflogen wurde. Informationen zu dieser Maschine finden sich z.B. in den Ausgaben Nr. 100 und 138 der französischen Fachzeitschrift Avions, eventuell wurde diese Markierungsoption von dort übernommen, es gibt dort ein Farbprofil der MJ586 vom exakt demselben Tag (7. Juli 1944).

Option D ist eine LFMk.IXc, geflogen von Flight Officer Desmond Ibbotson bei der No. 602 Squadron, vorwiegend über Italien im Einsatz. Das besondere an dieser Maschine war die fehlende Tarnung, lediglich die Motorenabdeckung scheint von einer getarnten Maschine zu stammen. Ein Bild und ein Farbprofil dieser Maschine findet man im Aircraft of the Aces Buch Band 98.

Option E und F sind beides Maschinen von Jerry Billing, einem kanadischen Piloten in der RAF. Die ML135 kann wahlweise mit vollständigen oder teilweise entfernten Invasionsstreifen gebaut werden, bei letzterer ist unter der Frontscheibe der Name "Dorothy" aufgemalt. 

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Spitfire Mk.IXc late version ProfiPack

 

Zeitgleich mit dem Bausatz ist auch eine Reihe von Zubehör erschienen welches wir euch bereits zum Teil hier auf Modellversium vorgestellt haben, so zum Beispiel:

Damit lässt sich der Bausatz weiter aufwerten, allerdings zu einem sehr hohen Preis.

Darstellbare Maschinen:
  1. Spitfire Mk.IXc, MH712, W/O Henryk Dygala, No. 302 Squadron, Normandie, Sommer 1944
  2. Spitfire HF Mk.IXc, MJ296, F/Lt Otto Smik, No. 312 Squadron, RAF North Weald, August 1944
  3. Spitfire LF Mk.IXc, MJ586, Pierre Clostermann, No. 602 Squadron, Longues-Sur-Mer, Juli 1944
  4. Spitfire LF Mk.IXc, MJ250, No. 601 Squadron, Italien, Sommer 1944
  5. Spitfire LF Mk.IXc, ML135, Jerry Billing, No. 401 Squadron, RAF Tangmere,  Juni 1944
  6. Spitfire LF Mk.IXc, ML135, Jerry Billing, No. 401 Squadron, Frankreich, Juli 1944
Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Gute Ausstattung
  • Sehr gute Decals
Schwächen:
  • Keine ersichtlichen, bis auf die Tatsache, dass im Vergleich zu früher der Profi-Pack immer magerer ausgestattet ist
Anwendung:
  • Mittel, es sind doch sehr viele Klein- und Kleinstteile vorhanden.

Fazit:

Eduard hat hier zweifelsohne einen der besten - wenn nicht den besten - Spitfire Bausatz in 1:48 auf die Beine gestellt. Die Detaillierung ist wirklich hervorragend, der modulare Aufbau wird uns sicherlich Abermillionen von Wiederauflagen bescheren.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 03. Juli 2013

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