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AT-16 Harvard II

U-328 der Schweizer Luftwaffe

von Helmut Dominik (1:48 Italeri)

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe
Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe

AT-16 Harvard II

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Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe

AT-16 Havard IIB (Advanced Trainer) der Schweizer Luftwaffe (Foto Sammlung H. Dominik)
AT-16 Havard IIB (Advanced Trainer) der Schweizer Luftwaffe (Foto Sammlung H. Dominik)

Angaben zum Original

In der Schweiz im Einsatz von 1949 bis 1968

Anzahl beschaffter Flugzeuge: 40

Immatrikulation U-301 bis U-340

Entwicklungsfirma: North American- Rockwell, Oklahoma, USA

Hersteller: Lizenzbau, Noorduyn Aviation Ltd.. Montreal, Canada

Baujahr: 1944

Verwendungszweck: Blindflugschulung, Verbindung

Besatzung: 1 Pilot, 1 Schüler oder Passagier

Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)
Dübendorf (Foto Sammlung H. Dominik)

U-324 - Ausmusterung 16.09.1969 (Foto Sammlung H. Dominik)
U-324 - Ausmusterung 16.09.1969 (Foto Sammlung H. Dominik)

Technische Daten

  • Bauart: freitragender Tiefdecker, Ganzmetall
  • Abmessungen: Spannweite 12,80 m; Länge 8,84 m; Höhe 3,50 m; Bezugsfläche 23,50 m2
  • Gewichte: Rüstgewicht 1 860 kg; Zuladung 670 kg; max. Abfluggewicht 2530 kg
  • Triebwerk: Pratt & Whitney «Wasp» R-1340 AN-1 (401 kg), Nennleistung 550 PS bei 2200 /min
  • Entwicklungsfirma: Pratt & Whitney, East Hartford, Connecticut, USA Hersteller: Pratt & Whitney Corp., Hartford, USA
  • Typ: luftgekühlt, 9-Zylinder, Einfachstern, 4-Takt, Zentralvergaser mit mechanischem Höhenkorrektor, Zylinderbohrung 146 mm; Kolbenhub 146 mm; Hubvolumen 22,03 1; Verdichtungsverhältnis 6,0:1; Aufladung: 825mm Hg; Volldruckhöhe: 2700 m ü. M
  • Propeller: 2-Blatt, Metall, Hamilton Standard 12 D, Constantspeed, D = 2,745 m, Verstellbereich 1 6° bis 32°
  • Ausrüstungen: Doppelsteuer, Einziehfahrwerk, Radbremsen, Spreizklappen, Blind- und Nachtflugausrüstung, Sauerstoff- und Funkanlage
  • Bewaffnung: Möglichkeit für 1 x 7.62 mm Maschinengewehr, vorgesehen für Fl-Mg, Bomben, Raketen

 Flugleistungen

  • Ve max. horizontal: 331 km/h
  • max. Steigleistung: 6,9 m/s
  • Dienstgipfelhöhe: 6600 m ü. M
  • Flugdauer: 3 Std.
  • Reichweite: 750 km

U-322 – In den Anfangsjahren wurden die AT-16 mit einem 7.62 mm Übungs-Mg. im rechten Flügel ausgerüstet. (Foto Sammlung H. Dominik)
U-322 – In den Anfangsjahren wurden die AT-16 mit einem 7.62 mm Übungs-Mg. im rechten Flügel ausgerüstet. (Foto Sammlung H. Dominik)

U-322 / Ausmusterung 10.04.1969. Heute (D-FHGK) von Walter Eichhorn (Foto Sammlung H. Dominik)
U-322 / Ausmusterung 10.04.1969. Heute (D-FHGK) von Walter Eichhorn (Foto Sammlung H. Dominik)

Geschichte

Die AT-16 wurden 1947 aus Beständen der kanadischen Luftwaffe über eine Verkaufsorganisation als Occasionsflugzeuge erworben. Die Totalüberholung von Zelle und Motor wurde bei den holländischen Firmen Aviolanda und Fokker, Amsterdam und Schiphol, ausgeführt. Die Flugzeuge konnten zwanzig Jahre lang mit großem Erfolg für die Blindflugschulung in Betrieb gehalten werden. In dieser Zeitspanne konnten fast alle trainierenden Militärpiloten die Blindflugzulassung erreichen. Da die Piloten später mit dem neuen Ausbildungsflugzeug Pilatus P3-03/05 schon in den Fliegerschulen für den Blindflug trainiert wurden, konnte auf die AT-16 verzichtet werden. 1968 wurden größere Unterhaltsarbeiten, speziell das Auswechseln von Ermüdungsteilen, fällig. Diese Umstände führten zur Außerbetriebsetzung und Liquidation der gesamten AT-16-Flotte. Alle Motoren samt Propeller und Motorträger kaufte eine amerikanische Flugzeugunterhaltsfirma und ließ diese zur Verwendung in Sprühflugzeugen nach Dallas, USA überführen.

North American AT-16 Harvard IIB aus den ehemaligen Beständen der Schweizer Luftwaffe

3 Flugzeuge (U-311,U-315,U-317) für Filmzwecke nach Österreich verkauft, die U-322 als D-FHGK zu Walter Eichhorn nach Deutschland.

Zwei Flugzeuge und vier Motoren wurden als Ausstellungs- und Anschauungsobjekte reserviert. Neben der U-328, die im Fliegermuseum Dübendorf ausgestellt ist, ist das die U-323 (HB-RDN), die wieder flugfähig restauriert wurde.

Die U-328 ausgestellt in Dübendorf. Am 10.12 1966 stillgelegt. Ausmusterung am 12.02 1968 (Foto H. Dominik)
Die U-328 ausgestellt in Dübendorf. Am 10.12 1966 stillgelegt. Ausmusterung am 12.02 1968 (Foto H. Dominik)

Die U-328 ausgestellt in Dübendorf (Foto H. Dominik)
Die U-328 ausgestellt in Dübendorf (Foto H. Dominik)

Die U-328 ausgestellt in Dübendorf (Foto H. Dominik)
Die U-328 ausgestellt in Dübendorf (Foto H. Dominik)

Die U-328 im Airforce Center Dübendorf (Foto Copyright Christian Waser / Airliners.net)
Die U-328 im Airforce Center Dübendorf (Foto Copyright Christian Waser / Airliners.net)

U-322 (D-FHGK) von Walter Eichhorn

Ausmusterung als U-322 am 10.04.1969

Flugzeugbilder.de

North American T6 / Walter Eichhorn

Video

U-323 (HB-RDN)

Ausmusterung als U-323 am 16.09.1969

Ursprünglich war die U-323 als künftiges Museumsflugzeug eingelagert, dann aber zur Verschrottung vorgesehen worden. Auf Initiative von Max Vogelsang wurde sie 2001 vor diesem unrühmlichen Schicksal gerettet. Vogelsang hat viel Erfahrung mit Warbirds. Gut 13 Jahre flog er seine P-51D Mustang „Double Trouble Two“ bei Airshows vor. 1995 baute er zusammen mit Peter Zweifel von der Firma SkyParts die heute einzige flugfähige Morane D-3801 der Schweizerischen Luftwaffe auf. Dieses Ziel wollten beide auch beim Aufbau der AT-16 erreichen. Korrosion hatte arg an ihrer Beplankung und Flügelstruktur genagt. Viele Komponenten mussten neu angefertigt werden.

Aus Gewicht-Spargründen wurde viel militärische Ausrüstung entfernt. Der Sternmotor, ein Pratt & Whitney Wasp Neunzylinder, wurde in den USA komplett überholt. Äußerlich ist die AT-16 heute mit U-323 der Schweizer Luftwaffe bis ins kleinste Detail identisch.

Seit Ende August 2013 fliegt die U-323 wieder.

Top restauriert präsentiert sich die AT-16ND heute wieder in ihrem alten Glanz.  (Foto Copyright: Erich Gandet)
Top restauriert präsentiert sich die AT-16ND heute wieder in ihrem alten Glanz. (Foto Copyright: Erich Gandet)

Bausatz North American T-6G Texan in 1:48 von Italeri

Für den Nachbau der AT-16 Havard IIB der Schweizer Luftwaffe habe ich den Bausatz T-6G Texan von Italeri in 1:48 verwendet. Der Bausatz zeigt sich in einer guten Ausführung und Passgenauigkeit.

Als Ergänzung zum Bausatz habe ich noch zwei Eduard Sets mit eingebaut. Auch das Pitot Rohr und die Auspuffanlage wurden in Eigenanfertigung hergestellt.
Als Ergänzung zum Bausatz habe ich noch zwei Eduard Sets mit eingebaut. Auch das Pitot Rohr und die Auspuffanlage wurden in Eigenanfertigung hergestellt.

Für den Auspuff habe ich ein Mattsilber von Revell mit ein wenig Rostrot gemischt und mit einem seidenmatten Klarlack überzogen.
Für den Auspuff habe ich ein Mattsilber von Revell mit ein wenig Rostrot gemischt und mit einem seidenmatten Klarlack überzogen.

Bauhinweise

Zuerst habe ich mich dem Cockpitbereich angenommen, der vom Bausatz bereits gut detailliert ausgeführt ist. Als Zusatz wurden hier bereits einige Eduard Komponenten mit eingebaut und in die Rumpfhälften eingepasst.

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

Als nächsten Baufortschritt konnte ich jetzt die beiden Rumpfhälften zusammenkleben und Hauptflügel, Seiten- und Höhenruder montieren. In den Hauptflügeln wurden die Landescheinwerfer aus Klarsichteilen hergestellt und mit klaren zugeschnittenen Tesa Klebstreifen abgedeckt.

Triebwerk Pratt Whitney «Wasp» R-1340 AN-1

Auch das Triebwerk wurde neben den Kleinteilen schon einmal für die spätere Montage zusammengebaut und lackiert.

AT-16 Harvard II

Montage der Cockpitverglasung

Vor dem Aufsetzen der Cockpitverglasung musste ich noch folgende zwei schweizer Spezifikas beachten:

Da die Schweizer AT-16 vor allem für Schulungszwecke verwendet wurden, war am hinteren Pilotensitz für das Blindschultraining zusätzlich eine Blindflughaube eingebaut.

Foto Sammlung H. Dominik
Foto Sammlung H. Dominik

Die Blindflughaube habe ich anhand einer sehr dünnen Plastikfolie selbst hergestellt und mit einer matten beigen Farbe schattiert bemalt.

Bei der Cockpitverglasung habe ich den hintersten Teil der Haube von einer T-6 Haube auf eine AT-16 ausgetauscht. Für diese Modifikation hatte ich noch eine komplette Cockpitverglasung von einem Heller Bausatz in 1:48 zur Verfügung, der für den hintersten Teil der Haube genau der schweizer Variante entspricht.

Cockpitverglasung Heller Bausatz
Cockpitverglasung Heller Bausatz

Die restlichen Haubenteile habe ich vom bestehenden Italeri Bausatz genommen. Ich musste nur bei meinem Italeri Rumpfteil die notwendige Rundung für die hintere Heller Kanzel nachfeilen, einpassen und etwas spachteln. Nach der Montage aller Haubenteile habe ich als Vorbereitung für die Grundbemalung die Klarteile mit zugeschnittenen Tamiya Masking Tapes abgedeckt.

Bemalung:

Da die Gravuren vom Bausatz etwas zu tief geraten sind, habe ich sie vor der Grundbemalung noch mit Mr. Surfacer 500 ein wenig aufgefüllt und abschließend die Oberfläche feingeschliffen.

Vor dem Auftragen der Alclad Farben White Aluminium ALC 106 und Duraluminium ALC102 wurde noch mit Tamiya X1 Schwarz glänzend grundiert. Dies gewährleistet eine homogene Oberfläche und einen späteren metallischen Effekt. Das Seiten- und die Höhenruder lackierte ich mit Alcald Semi Matt Aluminium ALC 116.

Für den Blendschutz vor der Pilotenkanzel wurde Revell 9 anthrazit Matt verwendet.
Für den Blendschutz vor der Pilotenkanzel wurde Revell 9 anthrazit Matt verwendet.

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

Decalmontage

Für mein schweizer Modell der AT-16 hatte ich mir vorgängig einen Decalsatz bei Matterhorn Circle besorgt.

Webseite von Matterhorn Circle

Vor dem Anbringen der Decals habe ich noch eine dünne Schicht Mr.Metal Primer aufgetragen.

Bei der Montage der Decals musste ich jedoch sehr schnell feststellen, dass alle Decals für den Italeri Bausatz in 1:48 leider zu groß abgebildet wurden.

 

 

Ansicht über die Maßdifferenzen
Ansicht über die Maßdifferenzen

Da es nicht möglich war, direkt bei Matterhorn Circle die richtigen schweizer Kreuze nachzubestellen musste ich mir eine neue Decal Lösung suchen. Eine andere Möglichkeit, die Hoheitszeichen mit der Airbrush nachträglich zu spritzen, war mir wegen dem aktuellen Modellbaustand und den dabei heiklen Abdeckungsarbeiten dann doch zu aufwändig.

Nach einer Nachfrage bei Herrn Harald Hensel (HaHen), ob er mir die Schweizerkreuze im richtigen Durchmesser kurzfristig herstellen könnte, gab er mir einen positiven Bescheid.

So konnte ich bis zum Eintreffen der Schweizerkreuze wenigstens die übrigen Decals mit ein paar kleineren Korrekturen am Modell anbringen.

Modell nach der Decalmontage aber noch ohne Schweizer Kreuze
Modell nach der Decalmontage aber noch ohne Schweizer Kreuze

AT-16 Harvard II

Eine weitere Ansicht ohne Motorhaube und noch ohne Auspuffanlage
Eine weitere Ansicht ohne Motorhaube und noch ohne Auspuffanlage

Schweizer Hoheitszeichen von HaHen

Die Decals mit den 17mm und 9mm Schweizer Hoheitsabzeichen waren in der Zwischenzeit von HaHen per Post eingetroffen.

Farbe: Revell Feuerrot (RAL 3000)

AT-16 Harvard II

Decalendmontage

Jetzt konnte ich noch alle Schweizer Hoheitsabzeichen am Modell anbringen

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

Versiegelung

Nach der Decalmontage wurde das gesamte Modell nach dem Abdecken aller Klarsichtsektionen mit Mr.Metal Primer versiegelt.

Endmontage

Als Endmontage wurden jetzt noch die Fahrwerke, die Landeklappen, der Propeller und alle zu ergänzenden Kleinteile wie Antenne und Pitot Rohr montiert.

Modellfotos AT-16 Havard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe

Modellfotos nach der Endmontage aller Kleinteile

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

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Modell AT-16 Harvard IIB der Schweizer Luftwaffe-01

Modell AT-16 Harvard IIB der Schweizer Luftwaffe-02

Modell AT-16 Harvard IIB der Schweizer Luftwaffe-03

Modell AT-16 Harvard IIB der Schweizer Luftwaffe-04

Modell AT-16 Harvard IIB der Schweizer Luftwaffe-05

Weitere Modellfotos mit Landschaft

AT-16 Harvard IIAT-16 Harvard IIAT-16 Harvard IIAT-16 Harvard IIAT-16 Harvard IIAT-16 Harvard IIAT-16 Harvard II

AT-16 Harvard II

 

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Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-01

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-02

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-03

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-04

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-05

Modell AT-16 Harvard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-06

Modell AT-16 Havard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe-07

Die AT-16 Havard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe in Turtmann / Wallis / Schweiz

Modell AT-16 Havard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe in Turtmann / Wallis-07

Modell AT-16 Havard IIB U-328 der Schweizer Luftwaffe in Turtmann / Wallis-08

IPMS Schweiz

Weitere Informationen zum Original mit Fotos siehe Modellbaubericht auf der Webseite von IPMS CH.

Helmut Dominik

Publiziert am 16. Januar 2016

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