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Henschel Hs 123 A-1

Ein Obergefreiter im Winterkleid

von Jörg Teller (1:48 Revell)

Henschel Hs 123 A-1

Zum Original:

Die Hs 123 ging 1934 aus einer Ausschreibung für ein leichtes, einsitziges Sturzkampfflugzeug hervor. Insgesamt wurden 229 Maschinen der Serienversionen Hs 123 A-1 und B-1 produziert. Diese Maschinen wurden von einem BMW 132 Sternmotor (880 PS) angetrieben und erreichten eine Geschwindigkeit von 340 km/h. Die Standardbewaffnung bestand aus zwei 7,92mm-MGs und bis zu 450 kg Bomben.

Die Maschine war sehr robust, zuverlässig und konnte von jeder Wiese aus starten. In ihrer geplanten Rolle als Sturzkampfflugzeug zog sie gegenüber der schwereren Ju 87 den Kürzeren. Man erkannte jedoch ihre Stärken bei der Nahunterstützung von Bodentruppen und setzte sie fortan als Schlachtflugzeug ein. Auch deswegen wurde die Hs 123 von den Soldaten als „Fliegender Obergefreiter“ bezeichnet.

Henschel Hs 123 A-1

Ihre Feuertaufe erlebte die Hs 123 ab 1937 im Spanischen Bürgerkrieg bei der Legion Condor. Nach Beendigung des Bürgerkrieges gingen die verbliebenen 14 Hs 123 an die spanische Luftwaffe, wo sie erst im Jahre 1952 außer Dienst gestellt wurden.

Hs 123 flogen unzählige Einsätze über die gesamte Dauer des 2. Weltkrieges: Ab September 1939 unterstützte die II. (Schlacht)/LG 2 mit ihren Hs 123 den Vormarsch der XIV. Armee nach Warschau. Danach nahm die II. (Schlacht)/LG 2 am Westfeldzug teil, wo sie mit ihren Hs 123 u.a. am 10. Mai belgische Truppen an strategisch wichtigen Brücken am Albert-Kanal angriffen, und am 22. Mai, zusammen mit ihrem Jagdschutz, bestehend aus Bf 109 E der I./JG 21, bei Cambrai den Vorstoß von 40 französischen Panzern stoppten. Ab April 1941 wurden die Hs 123 der II. (Schlacht)/LG 2 erfolgreich auf dem Balkan eingesetzt. Im Jahre 1942 erfolgte die Verlegung nach Russland. Die Hs 123 der II. (Schlacht)/LG 2 wurden, zusammen mit Bf 109 E und Hs 129 B, auf die beiden neu gegründeten Schlachtgeschwader SG 1 und SG 2 aufgeteilt. In diesen Geschwadern flogen die Hs 123 noch bis Mitte 1944 unzählige Schlachteinsätze an der Ostfront. Nach Auflösung der Schlachtgeschwadergruppen flogen die verbliebenen Hs 123 noch vereinzelte Nachtschlachteinsätze bis zum Ende des Krieges.

Zum Modell:

Der Bausatz wurde hier auf Modellversium bereits ausführlich von Thomas Mohr beschrieben. Deswegen nur eine kurze Zusammenfassung: Es handelt sich um die Wiederauflage des alten ESCI-Bausatzes. Dieser ist etwas grobschlächtig und nicht immer passgenau.

Henschel Hs 123 A-1

Das Modell wurde aus der Schachtel gebaut. Auf Zurüstteile wurde verzichtet; einzig im Cockpitbereich wurden einige Scratchteile, wie z.B. Gurte, Scharniere und Hebel, verbaut. An einigen wenigen Stellen war etwas Spachtelmasse nötig. Große Probleme mit der Passgenauigkeit gab es im Bereich der Flügelverstrebungen und an der Motorabdeckung.

Henschel Hs 123 A-1

Lackiert wurde das Modell mit Emailfarben von Revell und Humbrol. Die Grundtarnung besteht aus RLM 71 Dunkelgrün und RLM 65 Hellblau. Nach dem Anbringen der Decals erfolgte das Aufbringen der Wintertarnung. Am Original bestand die Wintertarnung aus abwaschbarer Kalkfarbe. Am Modell wurde die Tarnung mit stark verdünntem Weiß imitiert, aufgetragen mit einem großen Pinsel.

Das Modell stellt eine Hs 123 A-1 der 4./SG 2 im russischen Winter 1943/44 dar.

Henschel Hs 123 A-1

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Quellen

  • Munson, K. (1977). Die Weltkrieg II-Flugzeuge. Alle Flugzeuge der kriegführenden Mächte. Stuttgart: Motorbuch Verlag.
  • Smith, J.R. & Kay, A. (1972). German Aircraft of the Second World War. London: Putnam.
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Hs_123.

Jörg Teller

Publiziert am 11. November 2009

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