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Avia B.534 Royal Class

(Eduard - Nr. R0010)

Eduard - Avia B.534 Royal Class

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:R0010 - Avia B.534 Royal Class
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:März 2015
Preis:ca. 65 €
Inhalt:
  • 8 graublaue Spritzrahmen
  • 2 transparente Spritzrahmen
  • 4 Fotoätzplatinen
  • 1 farbig bedruckte Ätzteilplatine
  • 1 Maskierbogen
  • 3 Decalbögen
  • Bauanleitung
  • Bemalungsanleitung
  • 64seitige Dukumentation

Besprechung:

Geschichte:

Ausgangspunkt dieser Entwicklungslinie war die B-34, die 1934 gute Erfolge zeigte. Drei weitere Modifikationen, B.234, B.334 und B.434, unterschieden sich nur in der Auswahl unterschiedlicher Triebwerke. Das erste Serienmodell Avia B.534 Serie I war ähnlich dem Entwurf des zweite Prototyps. Aber anstatt eines Metallpropellers wurde ein Holzpropeller verbaut und wie beim ersten Prototyp war das Cockpit offen. 100 Flugzeuge B.534 der 1. Serie wurden produziert.

Während des Einsatzes ab 1935 im 4. Fliegerregiment hatte sich gezeigt, dass der obere Flügelkasten nicht stark genug war und zu Verformungen führte. Diese Schwachstelle wurde sofort in der Produktion korrigiert. Diese Änderungen führten zur der Avia B.534 Serie II, von der 47 Exemplare gebaut wurden. Bei dieser 2. Serie waren alle vier Maschinengewehre an den Rumpfseiten eingebaut und man hatte die Seitenverkleidung vergrößert. Unter dem Flügel wurden Halterungen für leichte Bomben installiert. Mit zwei Serienmaschinen gab es im Frühjahr 1938 Versuche durch ein geschlossenes Cockpit die Aerodynamik des Flugzeugs zu verbessern.

Bei der Serie III der B.534 gab es einige Triebwerksänderungen und den Lufteinlass für den Vergaser hatte man nach vorne unter die Nase verschoben. Die 3. Serie wurde nur von März bis April 1937 gebaut. Erst die B.534 Serie IV war die perfekte Variante dieses Flugzeuges. Das Flugzeug gehörte mit seiner hohen Geschwindigkeit und guten Manövrierfähigkeit zu den besten Doppeldecker-Jagdflugzeugen ihrer Zeit. Vier Maschinengewehre vom Kaliber 7,92 mm bedeuteten eine starke Feuerkraft damals.

Bis zum Ende der Produktion im Jahr 1938 wurden 445 Maschinen gebaut. Die B.534 wurde von der tschechischen Armee-Luftwaffe als Standardjäger verwendet. Die Avia flog auch bei den Fliegerkräften der Slowakei, Ungarn, Bulgarien, Griechenland und bei der deutschen Luftwaffe. Hier vor allem in den Fliegerschulen, beim F-Schlepp von Lastenseglern, bei Versorgungsflügen für eingeschlossene Truppenteile und bei der Erprobung von Trägerdecklandungen.

Schöne Darstellung einer Avia B.534 der 4. Serie als Gratis-Wallpaper
Schöne Darstellung einer Avia B.534 der 4. Serie als Gratis-Wallpaper

Bausatz:

Die Optik des Kartons lässt schon erkennen, hier hat man bei Eduard etwas Besonderes für den Modellbauer verpackt, hier bewegt man sich im Plastikadel des Modellbaus. Man ist versucht, den Bausatz mit weißen Handschuhen auszupacken. Eine Royal Class Edition der Avia B.534 im Maßstab 1:72, aus neuer Form, gleich vier Bausatzvarianten, in dieser Aufmachung. Aber das würde den Preis nicht rechtfertigen. Dazu kommt eine 12-seitige, farbige Bauanleitung, eine 32-seitige, farbige Bemalungsanleitung für 31 Varianten (!), eine 63-seitige Broschüre mit Vorbildmaterial, drei Decalbögen, fünf Ätzteilplatinen und ein Maskierbogen. So, das muss man erst einmal sacken lassen, sich einen Tee aufbrühen und in Ruhe die Dinge betrachten. 

Eduard - Avia B.534 Royal Class

Eduard - Avia B.534 Royal Class

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Also, zum Eingepackten. Da sind acht graublaue Spritzrahmen und zwei transparente, runde Spritzlinge für die Kabinenhauben. Die vier Spritzrahmen mit den Teilen für Fahrwerk, Propeller, Cockpit und Bewaffnung sind völlig identisch. Hier findet man je 43 Teile, die aber je Variante nicht alle benötigt werden. Die anderen vier Spritzrahmen sind zweigeteilt. Ein Teil Tragflächen, Leitwerk und Ruder, auf allen identisch. Der andere Teil, vier verschiedene Rumpfformen der B.534. Da kann man schauen, wie man will, alles sauber und perfekt gespritzt. Glatte Oberflächen, feine Strukturen, saubere Details. Die Oberflächendetails sind, wie von Eduard nicht anders zu erwarten, einfach exquisit. Die Paneellinien sind sehr fein und die Darstellung der Bespannung am Rumpf ist einfach nur schön. Die Maschinengewehre und Abgasstutzen sind ein Teil der Rumpfhälften und gleich angeformt. Sieht gut aus, ist aber nicht Jedermanns Sache. Auch nicht, dass die Räder mit der Radverkleidung ein Teil bilden.

Die Kabinenhauben für die unterschiedlichen Varianten sind glasklar gespritzt. Aber trotz aller Schönheit lassen wir uns nicht gleich blenden. Bei der Recherche im Internet haben unsere tschechischen Modellfreunde den Kit in diversen Foren schon genau seziert. Es ist ja für die meisten Tschechen das nationale Flugzeugdenkmal, diese B.534. Und so bleibt es nicht aus, dass die Diskussionen dort sehr emotional geführt werden. Und irgend etwas ist immer. So stellt sich heraus, das Rumpfhinterteil ist wohl 2 mm zu lang, die Triebwerkabdeckung oben leicht unstimmig und die Flügelstruktur mit den aufgesetzten Rippenbändern zu prägnant. Ich selber habe das jetzt nicht nachgemessen. Es liegt an jedem von uns selbst, ob er diese Differenzen fatal findet oder ob man damit leben kann.

Eduard - Avia B.534 Royal Class

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Avia B.534 Royal Class

 

Was diesen speziellen Bausatz preislich nach oben zieht, das sind ja nicht diese paar Spritzteile. Es ist vor allem die auf Glanzpapier gedruckte Bauanleitung, eine 32-seitige Bemalungsanleitung A4 in der gleichen Qualität und letztlich diese Typendokumentation mit 64 Seiten Umfang. Dabei wird speziell auf alle diese Typen und Bemalungen eingegangen, die man mit diesem Kit bauen kann. Schade ist nur, der Text ist durchweg auf Tschechisch. Eine Ausgabe in Englisch wäre da durchaus wünschenswert.

Für jedes Modell gibt es eine Ätzteilplatine. Das Beste und Auffälligste daran sind die Verspannungen für die Tragflächen. Auch die Methode der Anbringung ist interessant. Dabei müssen zur Vorbereitung jede Menge 0,3mm Löcher gebohrt werden, in die dann Befestigungsösen eingeklebt werden. Die Spanndrähte werden dann nur noch durch die Ösen gefädelt und umgebogen. Wie das funktioniert, das wird die Praxis zeigen. Eine weitere Ätzteilplatine ist farbig bedruckt und enthält die Gerätebretter, die Seitenruderpedale und das nötige Gurtzeug für die Sitze.

In die 12-seitige Bauanleitung muss man sich schon ein wenig einlesen, da nicht jede Variante die gleichen Bauteile hat. Bei den Farben orientiert man sich an Aqueous und Mr. Color. Um die Bemalung zu erleichtern gibt es noch einen Maskierbogen. Bei den Bemalungsvarianten hat man es schwer, sich aus einem Angebotskatalog mit 31 Modellvarianten für ein Modell zu entscheiden. Aber man kann ja vier Modelle bauen und trotzdem bleiben Decals übrig.

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Avia B.534 Royal Class

 

Darstellbare Maschinen:

1. Avia B.534, 3. Serie, Letecky pluk 3, 37. stihaci letka, Priestany, 1938

2. Avia B.534, 4. Serie, OK-AMQ, IV. mezinarodni letecky meeting, Zürich, Schweiz 1937

3. Avia B.534, 4. Serie, OK-AMO, IV. mezinarodni letecky meeting, Zürich, Schweiz 1937

4. Avia B.534, 3. Serie, Letecky pluk 2, 51. stihaci letka, Olomouc, Mai 1937- März 1939

5. Avia B.534, 3. Serie, Letecky pluk 4, 34. stihaci letka, Hradec Kralove, August 1937

6. Avia B.534, 3. Serie, Letecky pluk 3, 37. stihaci letka, Priestany, 1938

7. Avia B.534, 4. Serie, Letecky pluk 2, 36. stihaci letka, Olomouc, Herbst 1937

8. Avia B.534, 4. Serie, Letecky pluk 4, 34. letka, Hradec Kralove, 1937

9. Avia B.534, 4. Serie, Letecky pluk 3, 45. letka, Priestany, Juli 1938

10. Avia B.534, 4. Serie, OK-PAR, četnická letecka hlidka, Hradec Kralove, 1937

11. Avia B.534, 3. Serie, Slovenské vzdušný zbraně, 1939- 1941

12. Avia B.534, 3. Serie, Slovenské vzdušný zbraně, Letecka slola, 1939-1941

13. Avia B.534, 4. Serie, Slovenské vzdušný zbraně, 1939-40

14. Avia B.534, 4. Serie, Slovenské vzdušný zbraně, letka 12, vychodni fronta, 1941

15. Avia B.534, 4. Serie, Slovenské vzdušný zbraně, letka 13, vychodni fronta, 1941

16. Avia B.534, 4. Serie, Kombinovana letka, Tri Duby, September- Oktober 1944

17. Avia B.534, 4. Serie, 1. vadaszezred, Madárske kralovske letectvo, Ende 1941

18. Avia B.534, 4. Serie, 2/1. vadaszszazad, Madárske kralovske letectvo, 1942

19. Avia B.534, 3. Serie, FFS A/B 24, Olomouc, Protektorat Cechy a Morava, September 1941

20. Avia B.534, 3. Serie, JFS 4, Fürth- Herzogenaurach, 1942

21. Avia B.534, 3. Serie, FFS A/B 8, Vilseck, 1939-1940

22. Avia B.534, 3. Serie, FFS A/B 115, Wels, 1939-1941

23. Avia B.534, 4. Serie, FFS A/B 112, Böblingen, November 1941

24. Avia B.534, 4. Serie, Fluglehrerschule der Luftwaffe, Brandenburg- Brist, 1940

25. Avia B.534, 4. Serie, Oblt. Heinz Schumann, Kommandeur I./JG 71, Bad Aibling, Juli- August 1939

26. Avia B.534, 4. Serie, 7./LLG 1, Ostfront, Winter 1942/1943

27. Avia B.534, 4. Serie, 2. stihaci Orljak, podoficer Stefan Iliev, letiste Karlovo, Juni 1940

28. Avia B.534, 4. Serie, 112. stihaci Jato, letiste Sofia-Bozuriste, pocatek 1941

29. Avia B.534, 4. Serie, 222. Jato, zakladna Bozuriste, Mai 1941

30. Avia B.534, 4. Serie, 1/6 stihaci Orljak, Sofia, August 1943

31. Avia B.534, 4. Serie, 2/2 bitevni Orljak, Herbst 1944

Stärken:
  • Komplettbausatz
  • hohe Spritzqualität
  • vier Modellvarianten
  • umfangreicher Decaloption
Schwächen:
  • Formabweichung am Hinterrumpf und der Triebwerkshaube

Fazit:

Eduard hat schon ein hervorragend verarbeitetes und abgestimmtes Modell der B.534 gemacht, da besteht nun gar kein Zweifel. Die kleinen Formabweichungen sind bedauerlich. Wie man damit umgeht, sollte jeder mit seinem persönlichen Anspruch ausmachen. Dieser Bausatz ist ein rundum Sorglospaket. Farbe besorgen, hinsetzen, bauen. Es wird auch nicht bei dieser Ausgabe bleiben. Es wird weitere Einzelbausätze der verschiedenen Serien der Avia B.534, auch für den schmalen Geldbeutel, geben. Also abwarten, es bleibt weiter spannend.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Auf der Seite des Herstellers findet man alle Seitenansichten der möglichen Bemalungsvarianten.

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Bernhard Pethe - 25. März 2015

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