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R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

(Special Armour - Nr. 35003)

Special Armour - R-2 TACAM

Produktinfo:

Hersteller:Special Armour
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:35003 - R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juni 2016
Preis:ca. 22 €
Inhalt:
  • 6 Spritzlinge aus grauem Kunststoff
  • 1 PE-Platine
  • 1 Decalbogen
  • 1 Bauanleitung, 10 Seiten
  • 1 Farbblatt, 4 Seiten

Besprechung:

Special Armour - R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

Mitte 1943 entwarf ein von Constantin Ghiulai geleitetes Team für die rumänische Armee ein Geschütz auf Selbstfahrlafette mit der Bezeichnung T.A.C.A.M. Skoda R-2, was für "Tun Anticar cu Afet Mobil" steht. Der Prototyp wurde in der Zeit von Juli bis September 1943 konstruiert und am 24. Oktober 1943 fertig gestellt. Die Erprobung erfolgte auf dem Prüfgelände in Suditi. Am 12. Februar 1944 wurde eine Bestellung über 40 Fahrzeuge in Auftrag gegeben. Allerdings wurden Aufgrund technischer Schwierigkeiten nur 21 Fahrzeuge im Werk Leonida & Company in Bukarest fertiggestellt, inklusive dem Prototypen. Basis des Fahrzeuges bildeten erbeutete ZIS-3 und F-22 UWS Geschütze mit einem Kaliber von 76,2mm und modifizierte Panzerkampfwagen 35 bzw. Skoda R-2.

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R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

 

Der Einabu des Geschützes erfolgte anstelle des Turmes im vorderen Bereich des Fahrzeuges. Der Aufbau war oben und hinten offen und mit einer leichten Panzerung versehen. Die benötigten Panzerplatten stammten aus erbeuteten Fahrzeugen. Ansonsten blieb das Fahrgestell weitgehend unverändert. Der Munitionsvorrat bestand aus lächerlichen 30 Schuss, außer den MGs der drei Mann Besatzung wurde keine weitere Bewaffnung mitgeführt. Da sich der Einsatz der 76,2mm Munition als problematisch erwies, fertigten die Rumänen ihre eigenen Geschosse, die als "Constantinescu" bezeichnet wurden. Außerdem wurde das I.O.R. Zielgerät auf den Fahrzeugen eingesetzt. Die Munition erwies sich gegen die russischen T-34/85 bis auf eine Entfernung von etwa 600m als wirkungsvoll. Der T.A.C.A.M. wog 11,5 t und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 34 km/h. Der Entwurf des Fahrzeuges war mit dem deutschen "Marder" durchaus vergleichbar, auch er verfügte über eine hohe Shilouette und eine leichte Panzerung.

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Der Bausatz ist in einer neuen Serie von Special Hobby erschienen, die sich "Special Armour" nennt. Als dritter Bausatz dieser Serie stellt er das erste Fahrzeug dar (die beiden ersten waren Feldkanonen). Eine echte Neuheit ist der Bausatz freilich nicht, wie ein kurzer Blick auf die Ätzteileplatine belegt. Diese stammt nämlich von Eduard und ist mit einem Copyright von 2002 versehen. Damals erschien der Bausatz unter dem CMK Label. Aber auch da war er nur eine Wiederauflage bzw. eine Formvariante eines bereits seit 1995 auf dem Markt befindlichen Modells.

Die knapp über 260 Einzelteile verteilen sich auf sechs einzelne Rahmen. Gut die Hälfte der Teile ist für das Kettenlaufwerk vorgesehen. Die Detaillierung ist ganz ordentlich. Die für den PzKpfw 35 typischen dicken Nieten sind sehr gut wiedergegeben. Der Aufbau ist mit feinen Schweißnähten versehen. Sein Alter merkt man dem Bausatz an den zahllosen, teilweise sehr ungünstig platzierten Auswerferspuren an, darunter auch an jedem Kettenglied!

Special Armour - R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

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Die T.A.C.A.M. spezifischen Bauteile finden sich auf den Rahmen D und E. Das Geschützrohr ist leider vertikal geteilt, seine typische raue Oberfläche bekommt es laut Plan mit einem Cuttermesser, naja. Da der Grundbausatz ja zuerst als Skoda R-2 erschienen ist, muss man für den Einbau der 76,2mm Kanone der Oberwanne mit einer Säge zu Leibe rücken und den Bereich, wo sich normalerweise der Drehturm befindet, komplett heraustrennen. Das Geschütz selbst ist sehr schön gemacht (bis auf das Rohr eben) und wird als Einheit in der letzten Baustufe an das Fahrzeug angebaut. Alles wird miteinander verklebt, so dass die Positionen fix sind. An die Munition wurde natürlich auch gedacht, insgesamt 23 Geschosse werden im Fahrzeug verteilt. Die 13 Ätzteile werden alle hier am Geschützaufbau verwendet.

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R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

 

Die Unterwanne mit dem Kettenlaufwerk ist keine allzu große Sache. Die vier "Boogies" mit den jeweils acht Laufrollen bestehen aus gerade einmal vier Einzelteilen. Bei den 32 Laufrollen und den Antriebsrädern haben wir Glück, da es hier keine Auswerferpins gibt. Die Kette ist in Mischbauweise mit Segmenten und Einzelgliedern aufgebaut. Die Zahnkränze sind nur lose aufgesteckt, so dass man die Montage der Kette gut hinbekommen sollte, wenn da nur nicht die ganzen Auswerfer auf der Kettenaußenseite wären...

Der kleine Decalbogen hält vier Bemalungsoptionen bereit, die erste (die vom Deckelbild) dürfte optisch die interessanteste davon sein. Alle Fahrzeuge sind mehr oder weniger olivgrün über alles (Humbrol 86 oder Tamiya XF58) mit weißem Innenraum. Option 1 hat neben dem großen rumänischen Hoheitsabzeichen auf der Oberseite noch blaue Erkennungsbänder an den Seiten des Aufbaus. Dieses Fahrzeug wurde 1944 bei der Befreiung von Bukarest, Ploesti und Nordtranssilvanien eingesetzt.

Die Bauanleitung ist noch von der alten Machart in Schwarz-Weiß mit losen Blättern. Die Bemalungsanleitung hingegen ist neu und auf Hochglanzpapier farbig gedruckt. Die Farbangaben beziehen sich auf Humbrol und Tamiya.

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R-2 TACAM "Romanian Tank Destroyer"

 

Darstellbare Fahrzeuge:
  • 4 Fahrzeuge der rumänischen Armee der Jahre 1943-44-45
Stärken:
  • Gute Detaillierung
  • Nicht allzu komplizierter Aufbau
Schwächen:
  • Sehr viele Auswerferspuren
Anwendung:
  • Mittel

Fazit:

Der Bausatz ist ganz gut gemacht, kann aber sein Alter (fertigungstechnisch) nicht ganz verbergen. Mit 22 Euro ist er aber recht günstig.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Kit auf der CMK Seite findet ihr hier:

SA35003 - Skoda R-2 T.A.C.A.M. 

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 15. August 2016

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