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USS Nimitz CVN-68

(Trumpeter - Nr. 05714)

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Produktinfo:

Hersteller:Trumpeter
Sparte:Schiffe Militär Modern
Katalog Nummer:05714 - USS Nimitz CVN-68
Maßstab:1:700
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 59 €
Inhalt:633 Teile, Decalbogen für Airgroup und Träger, farbige Bemalungsanweisung, Bauanleitung in 23 Baustufen in Heftform ca. DinA4 quer

Besprechung:

Das Original

Die USS Nimitz (CVN-68) ist der erste Flugzeugträger, der nach ihm benannten Nimitz-Klasse der US Navy. Als Namensgeber wurde Chester W. Nimitz gewählt, der Oberbefehlshaber der Pazifikflotte im Zweiten Weltkrieg war.

Der Träger wurde von der Newport News Shipbuilding Company in Newport News gebaut. Die Kiellegung der USS Nimitz erfolgte am 22. Juni 1968, und am 3. Mai 1975 wurde das Schiff durch US-Präsident Gerald Ford auf der Marinebasis in Norfolk in Dienst gestellt. Ab 1976 war die USS Nimitz 11 Jahre lang hauptsächlich im Mittelmeer im Einsatz. Danach wurde der Flugzeugträger an der Westküste der USA stationiert und hatte seine Einsatzgebiete im Pazifik und im Indischen Ozean.

Seit 2001, nach einer umfangreichen Generalüberholung, hat die USS Nimitz ihren Heimathafen in San Diego. Das Schiff soll bis ins Jahr 2025 im Einsatz sein.

Technische Daten:

  • Länge: 332,8 m
  • Breite: 40,8 m
  • Breite des Flugdecks: 76,8 m
  • Tiefgang: 12,2 m
  • Verdrängung: 101.000 - 104.000 to
  • Antrieb: 2x Westinghouse A4W-Druckwasserreaktor, 4 Dampfturbinen, 4 Schrauben
  • Leistung: 2x 97 Megawatt
  • Geschwindigkeit: > 30 Knoten
  • Besatzung: 3.200 Seeleute, 2.480 Flugpersonal
  • Bewaffnung: 3x Mk29 Sea Sparrow-Starter, 90 Flugzeuge/Hubschrauber, nach der Umrüstung: 4 × 20mm Phalanx CIWS, 4x Sparrow-Starter

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Das Modell:

Der Bausatz kommt sauber verpackt in einem Karton, der noch zusätzzlich unterteilt ist. Hier kann nichts kaputtgehen. Der Rumpf wurde zusätzlich mit Schaumstoffstreifen eingewickelt. Eine Wasserplatte liegt oben auf, alle Flugzeuge, sowie Teile der Insel und andere Baugruppen mit Fenstern, liegen aus Klarsichtmaterial bei. Der Rumpf ist sehr strukturiert, sämtliche Klüsen, und Loggien sind teils erhaben, teils versenkt dargestellt. Es ist wie bei Trumpeter üblich eine Wasserlinien- sowie eine Vollrumpfoption vorhanden. Wasserlinienplatte und Vollrumpf sind aus rotem Material hergestellt, dass allerdings andere Materialeigenschaften hat als das übrige graue Spritzgussmaterial. Die Wasserlinienplatte sollte, um einen homogenen Übergang zum Überwasserschiff zu bekommen, abgespachtelt und verschliffen werden. Das Modell zeigt den frühen Bauzustand von 1975, was sich einerseits an dem Bordgeschwader erkennen lässt, andererseits sind die frühen Äußerlichkeiten, wie früher Fachwerkmast hinter der Insel und Mast mit der Anordnung von Radar und Sensoren auf der Insel umgesetzt. Außerdem fehlen einige später zugerüstete Plattformen am Rumpf. Da für diese fehlenden Plattformen am Rumpf allerdings Locations angeformt sind, kann man erwarten, dass es vielleicht noch einen späteren Bauzustand geben wird, oder man plant möglicherweise noch andere Einheiten dieser Klasse.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Unten sieht man sehr schön die Liebe zum Detail. Der aus einem Stück bestehende Rumpf ist etwas unstabil in der Mitte, was beim Zusammenbau aber nicht sonderlich stört, weil die Entwickler dem Modell ein komplett eingerichtetes Hangardeck spendert haben, welches dann für die notwendige Aussteifung sorgt. Zusätzlich besteht die Option, das Modell mit offenen oder geschlossenen Hangartoren auszustatten. Wer das in drei Teile gegliederte Hangardeck zeigen möchte, der muss zwangsläufig das Flugdeck abnehmbar gestalten.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Das Flug- sowie das Hangardeck sind einteilig, was sehr nützlich ist, da keine Stöße verborgen werden müssen. Die Decks sind mit dargestellten Zurrpunkten ausgestattet, die sich über das gesamte Bauteil erstrecken. Wegen der Einteiligkeit ist es natürlich andererseits schwierig die Option Hangardeck zu nutzen, weil durch das Abnhemen sicherlich die Lackierung des Rumpfes darunter leidet, da das Flugdeck auf dem Rumpf sehr stramm sitzt.

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Hier sind die Zurrpunkte sehr schön zu sehen. Die Katapultbahnen sind versenkt dargestellt. Das gesamte Deck ist mit aufgeprägten und eingelassenen Locations für die Flugdeckmarkierungen übersäht, die dem Modellbauer helfen die Decals punktgenau aufzubringen. Wen diese Positionshilfen stören, kann sie vespachteln und abschleifen, was aber möglicherweise zum Verlust einiger Zurrpunkte führt.

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Auf Gussast A findet man die Hangartorportale, den Heckbereich des Trägers, die Schraubenwellen für die Vollrumpfoption sowie die vier Aufzüge. Laut Bauanleitung könnte man diese bewegllich darstellen.

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Gussast B beherbergt die Führungsschienen für die Aufzüge, Boote, strukturierte Unterbauteile für das Flugdeck und Teile für den Mast.

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Gussast C beinhaltet die Wandteile des Hangardecks und eine Traverse zum Anbau an den Rumpf.

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Gussast B enthält verschiedene Keinteile und Plattformen, ein Unterbauteil für das Flugdeck und den Bootskran.

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Der Gussast E ist doppelt vorhanden. Auf diesem findet man Hangartore in offener und geschlossener Variante und die internen Hangartore. Außerdem Schrauben und Anker.

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Auch Gussast F gibt es zweimal in der Box. Hierauf sind Antennen, Rettungsinseln, Mastzubehör und weitere Kleinteile. Die Deckstraktoren sind deutlich überdimensioniert.

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Guusast G beinhaltet den Mast hinter der Insel für das Luftraumüberwachungsradar, ECM-Sensoren für die Insel und weitere Kleinteile. Der Mast ist zwar viergeteilt, aber dennoch ist die Fachwerkdarstellung nicht so filigran ausgefallen wie einige übrige Teile.

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Auf Gussast A sind hauptsächlich Teile für die Inseln und die Plattformen für die Sea Sparrowstarter abgegossen.

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Der transparente Gussast beinhaltet die Teile der Insel, die mit Fenstern ausgestattet sind. Außerdem den LSO-Platz und den Katapultstarterplatz zwischen den beiden vorderen Katapulten. Einziger Fehler bei der Inseln: Vor den Bürckenfenster ist beim Original ein Umlauf, der leider beim unteren Fenster nicht mit dargestellt wurde.

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Das Ätzteil ist eigentlich überflüssig. Der Andockplattbereich ist in diesem Bauzustand noch nicht integriert und die Darstellung der Antennen ist einfach zu dick und zu platt ausgefallen. Hier sollte man auf die filigranen Bausatzteile zurückgreifen. Der Draht ist für die Fangseile gedacht, die auf dem Flugdeck nicht angegossen sind. Somit könnte man auch eine Szene mit einem gelandeten Jet darstellen, der das Fangkabel am Haken hinter sich herzieht.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

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Der Sockel oben ist zum Aufständern der Vollrumpfvariante und die bläulich-transparente Wasserplatte für die Wasserlinienoption. Nach dem Lackieren sollte man die Unterseite unterfüttern, das sich die Platte in Feldmitte kräftig durchbiegt.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Die Bemalungsanleitung liegt großformatig, beidseitung und farbig vor. Sie empfiehlt das Farbsortiment von Gunze. Leider ist für das Hangardeck inklusive der Wände dieses Bereichs keine Farbvorgabe vorgesehen.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Der Decalbogen ist hervorrangend. Der Druck sowie der Trägerfilm sind hauchdünn. Es sind alle Markierungen an Deck vorhanden, die Schiffnummern und die Flaggen. Sogar an die Markierungen an der Rumpfseite, die die Versorgungspunkte zeigen wurde geachtet. Leider fehlt die gelbe Beschriftung: "Beware of jetblast propellers and rotors", die an der Backbordseite der Insel angebracht ist.

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Die Bauanleitung in Heftform führt den Modellbauer in 23 Schritten zum Ziel. Übersichtlich aufgebaut, geht diese auch auf die Bauoption der Ätzteile ein.

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Zusätzlich gibt es noch die Baustufenbilder zur Montage des Bordgeschwaders. Leider wird nicht darauf eingegangen, wo die Tragflächen zu trennen sind, um eine Darstellung der Maschinen mit geklappten Flächen zu bekommen.

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Das Bordgeschwader

Alle Bordflugzeuge sind in klarem Material ausgeführt. Das hat den Vorteil, dass die Cockpitverglasungen der Maschinen mit "Colorstop" oder ähnlichem Maskierungsfluid abgedeckt werden können, um eine realistische Darstellung zu bekommen. Allerdings hat das Material auch Nachteile: Erstens ist das Material sehr brüchig, so dass man direkt aufpassen muss beim Entfernen der Teile, zum anderen sieht man durch die Transparenz nicht immer was man tut, weil die Locationpunkte nicht gut sichtbar sind. Ein schöner Zug: Es wurde an Außenlasten gedacht. Folgende Vorgehensweise ist sinnvoll: bevor man mit dem Zusammenbau beginnt, sollte man die Verglasung des Cockpits maskieren und dann grundieren. Schwarz eignet sich dazu besser als Weiß. Was leider negativ auffällt ist, dass einige Maschinen extreme Sinkstellen haben.

A3-D Skywarrior
A3-D Skywarrior

A6-E Intruder
A6-E Intruder

A7-E Corsair
A7-E Corsair

E2-C Hawkeye
E2-C Hawkeye

F4-J Phantom
F4-J Phantom

SH-3H Sea King
SH-3H Sea King

RA-5C Vigilante
RA-5C Vigilante

Der Decalsatz für das Bordgeschwader ist fantastisch ausgefallen. Die Markierungen sind sehr klein und lassen sich dennoch gut verarbeiten. Leider liegen zwar die Markierungen für alle mitgelieferten Maschinen bei, das war es allerdings. Wer noch weitere Maschinen zurüstet, hat jetzt keine fortlaufende Nummerierung und keine airwingtypischen Kennzeichen zusätzlich, was gerade für die Phantoms tragisch ist, weil nur 4 Maschinen beiliegen.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Hier einmal mein erster Versuch einige der Maschinen zusammenzusetzen. Die Tragflächen müssen abgeschnitten und wieder in geklappter Form angebracht werden.

Trumpeter - USS Nimitz CVN-68

Stärken:
  • bestes Modell der Nimitz in diesem Maßstab
  • teils sehr filigrane Teile
  • umfangreiche Bauanleitung und Bemalungsangaben
  • tolle Decalbogen
  • Flugzeuge in transparentem Material
Schwächen:
  • Fotoätzteile sinnlos, weil keine Verbesserung gegenüber den Plastikteilen, keine geätzten Teile für Radar und Fachwerkmast
  • Sinkstellen in den Rümpfen der Flugzeuge
  • zu wenig Phantoms
  • zu größe Deckstraktoren
Anwendung: Trockenpassrobe bei der Montage des Flugdecks auf den Rumpf und der Aufzüge zwingend erforderlich!

Fazit:

Deutlich bester Spritzgussbausatz eines modernen US Trägers in diesem Maßstab, der sich allerdings wegen der Filigranität und der Teileanzahl eher an den fortgeschrittenen Modellbauer richtet. Trotz der Nachteile: Sehr empfehlenswert!

Weitere Infos:

Anmerkungen: Einen Fotoätzteilesatz, allerdings für den Maßstab 1:720, gibt es von GMM: Supercarrier-Ätzteileset

Diese Besprechung stammt von Martin Kohring - 18. September 2006

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