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Pz. Kpfw. I Ausf. B

(Dragon - Nr. 6186)

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

Produktinfo:

Hersteller:Dragon
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:6186 - Pz. Kpfw. I Ausf. B
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. xx €
Inhalt:Die 421 Bauteile - davon 216 für die Einzelgliederkette - an insgesamt 7 Spritzlingen sind in 7 Klarsichtbeuteln verpackt. Das Wannenunterteil wurde bereits vom Spritzling "befreit" und ist wie die drei Klarsichtteile für die Hauptscheinwerfer separat verpackt. Im Beutel für die beiden Ketten- / Laufwerkspritzlinge sind der Decalbogen und der Ätzteilsatz für Auspuffabdeckung, Motorenlüftungsgitter, das Kolonnenlicht, die Rücklichthalterung und feine geätzte Kettchen für eine (alternativ anzubringende) Nebelanlage enthalten. An sich eine gute Idee, so kann nichts verloren gehen. Allerdings wurde diese Idee nicht konsequent zu Ende geführt: der Mini-Spritzling für die Klarsichtteile hätte durchaus Platz im Beutel mit der Unterwanne gehabt. Die Bauanleitung besteht aus einem Dragon-üblichen, achtseitigen Faltblatt. Der Zusammenbau des Fahrzeuges ist in neun Bauabschnitte gegliedert. Der 10. Abschnitt befasst sich mit der Bemalung der beiden beiliegenden Figuren sowie der Anbringung der Ätzteile für die Kopfhörer- und Kehlkopfmikrofone. Zwei weitere Seiten der Bauanleitung befassen sich mit Bemalung und Markierung des Fahrzeuges. Dem Besprechungsbausatz lag noch eine Korrektur der Bauanleitung für Bauabschnitt sechs bei, der auf die alternative Anbringung der unterschiedlichen Sichtklappen (mit oder ohne die konischen(!) Bolzen) hinweist. Ein Decalsatz von Cartograf für insgesamt 6 verschiedene Fahrzeuge im zeitraum von 1939 bis 1941 runded den Bausatz ab. Als "Bonus" liegt dem Bausatz noch ein Figurenspritzling bei. Dieser stammt aus dem Dragon Set # 6029 "German Sturmartillerie Crew" und beinhaltet zwei stehende Figuren sowie ein nochmals separat verpacktes Ätzteileset für Kopfhörer- und Kehlkopfmikrofonbügel.

Besprechung:

Mit dem vorliegenden Dragon-Bausatz kann ein Panzer I Ausf. B (Serie 6a /LaS) dargestellt werden. Die Darstellung der Details (Schweissnähte an den Verbindungen der Panzerplatten, versenkt dargestellte Schraubenköpfe und sehr feine erhaben dargestelle - teilweise konische - Nieten- und Bolzenköpfe) ist schon fast atemberaubend. Soweit festzustellen war, sind die Abmessungen des Fahrzeuges und Darstellungen der Details maßstäblich gut getroffen bzw. umgesetzt worden.

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

Der Spritzling mit den Klarsichtteilen sowie die beiden Ätzteilplatinen.

Die Wanne
Die Wanne

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

An der sehr detailiert dargestellten Unterwanne sind die oberen Kettenabdeckungen mit ihrer feinen Riffelblechdarstellung bereits mit angespritzt. Ebenso die detailierten Aufnahmen für die Laufräder und die Stützrollen für das obere Kettentrum.

Oberwanne
Oberwanne

Die Frontplatte (Vorgelegeabdeckung der Unterwanne) besteht aus einem einzelnen Bauteil mit fein dargestellten Bolzenköpfen (unten) und einer ebenso fein dargestellten Schweissnaht (oben). Für das Fahrzeugheck kann man zwischen dem Bau einer frühen oder späten Variante (mit/ohne Nebelanlage am Auspuff sowie Rücklicht mit/ohne Kolonnenlicht) des Panzer I wählen. Die Teile zum Aufbau der Rücklicht-/Kolonnenlichtbefestigung liegen als Ätzteile bei ...

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

Die Oberwanne des Bausatzes ist zweiteilig ausgeführt: zum einen das vordere Glacis mit dem eigentlichen Aufbau und zum Anderen die Motorraumabdeckung. Vermutlich aus spritztechnischen Gründen zur besseren Darstellung der Details hat man hier einen Weg gewählt, der vermutlich bei dem einen oder anderen Modellbauer für Kopfschüttlen sorgen wird: Die eigentliche Aussenhülle der Wanne wird in - wiederum hervorragend fein dargestellten Details wie Schweissnähten und Bolzenköpfen versehenen - Einzelteilen auf eine Art Wannenhülse geklebt ... bei der Materialstärke von ca. 1 mm der jeweiligen Bauteile ergäbe sich in der Realität eine Panzerblechstärke von ca. 70 mm ... Beim Zusammenbau der Motorraumabdeckung ist unbedingt darauf zu achten, dass das Ätzteil für das Motorraumgitter zwischen die beiden Teile der Abdeckung angebracht wird. Alle Zugangs- und Wartungsklappen sind als einzelne Teile ausgeführt. Bei einer Darstellung in geöffnetem Zustand sind an den Innenseiten leichte Auswerferstellen nachzubearbeiten. Von einer Ausnahme abgesehen (Unterteil des Lüfters im Kommandantenlukendeckel) lassen sich diese Auswerferstellen problemlos durch Spachteln und Schleifen entfernen. Überhaupt sind die Auswerfermarkierungen an Stellen zu finden, wo sie niemandem wirklich "weh" tun. Auf dem Oberteil des Lüfters (aussen auf dem Kommandantenlukendeckel) habe ich auch die einzige minimale Sinkstelle des Bausatzes gefunden. Die Sichtklappen können wiederum alternativ für eine frühe oder späte Version des Panzer I angebracht werden. Dies geht jedoch aus der Bauanleitung selbst nicht hervor. Wie bereits Eingangs erwähnt, liegt dem Bausatz eine Korrektur der Bauanleitung für diesen Bauabschnitt bei. Für das Anbringen der sehr feinen Kleinteile (im Sinne des Wortes) ist viel Geduld und vor allem eine ruhige Hand erforderlich.

Der Turm
Der Turm

Der Turm ist ebenso wie der restliche Bausatz hervorragend detailliert. An dem aus einem Stück gefertigten Turm sind die Sichtklappen bereits mit angegossen. Vorne am Turm befindet sich eine Öffnung zur Anbringung der MG-Blende mit den beiden MGs. Auch hier sind wieder feinste Strukturen der Schweissnähte, Bolzen und Schrauben zu erkennen. Im Turm selber kann noch ein Plastikteil (Sitz?) angebracht werden, um die Kommandantenfigur frei im Turm aufzustellen.

Ketten und Laufwerk
Ketten und Laufwerk

Eines vorweg: beim Zusammenbau der Kette ist Geduld angesagt - viieel Geduld... Die einzelnen Kettenglieder sind wiederum sehr fein detailiert. Trotzdem sich die Kettenglieder ähnlich wie bei einer beweglichen Einzelgliederkette in einer Art Stecksystem zusammenfügen lassen, müssen die Kettenglieder mit sehr wenig Kleber vorsichtig miteinander verklebt werden. Das Stecksystem sorgt für immer gleichbleibenden Abstand und Sitz der Kettenglieder zueinander. Das hervorragende Endergebnis entschädigt einen jedoch voll und ganz für die Nervenstrapazen beim Zusammenbau! Das Laufwerk besteht aus einer sehr gut detailierten, mehrteiligen Aufhängung für die Laufräder und einer separaten Achse für das erste Laufrad. Die beiden vorderen Stossdämpfer (bzw. das Federbein als sichtbarer Teil) und die Hebelarmanschläge sind als sehr gut detailierte Einzelteile vorhanden.

Abziehbilder
Abziehbilder

Cartograf hat hier gute Arbeit abgeliefert. Die Farben sind sehr gut getroffen und die Drucke sind einwandfrei auf dem Trägerfilm platziert. Der Überstand des Trägerfilms ist gering. Der Film selbst ist dünn genug und sollte sich auch ohne entsprechende "Mittelchen" einwandfrei verarbeiten lassen.

Dragon - Pz. Kpfw. I Ausf. B

Dieses auf einer Seite des Kartondeckels angebrachte Bild zeigt die nachfolgend aufgeführten möglichen Markierungsvarianten.

  • 7. Pz. Div., Frankreich 1940
  • 4. Pz. Div., Frankreich 1940
  • 1. Pz. Div., Polen 1939
  • Pz. Abt. zbV. 40, Dänemark 1940
  • 14. Pz. Div., 1941
  • 3. Pz. Div., 1940

"Bonus"- Figuren
"Bonus"- Figuren

Hier die Abbildung des dem Bausatz als "Bonus" beiliegende Figurenspritzling aus dem Dragon Set # 6029 "German Sturmartillerie Crew". Der Spritzling beinhaltet zwei stehende Figuren sowie ein nochmals separat verpacktes Ätzteileset für Kopfhörer- und Kehlkopfmikrofonbügel.

Darstellbare Fahrzeuge:
  • PanzerKampfwagen I (MG) Ausführung B (Sd. Kfz. 101), Typ I B LaS May.

Fazit:

Ein Traum von einem Bausatz in Bezug auf kompromisslos umgesetzte exzellente Details wie Schweissnähte, teilweise konische(!) Bolzen und versenkte Schraubenköpfe. Das fertiggebaute Fahrzeug wird einem beinahe zu schade erscheinen, um es zu lackieren ... Obwohl sich schon "out of the box" ein echter Augenschmaus bauen lässt, ist noch genügend Raum für weitere Detailierungen (z.B. Motorraum, Inneneinrichtung) vorhanden. Es bleibt zu hoffen, dass Dragon in dieser Richtung weitermacht.

Diese Besprechung stammt von Rolf Giebeler - 09. Juli 2004

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