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MiG-21bis

(Eduard - Nr. 84131)

Eduard - MiG-21bis

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:84131 - MiG-21bis
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Februar 2012
Preis:ca. 25 €
Inhalt:
  • 8 graue Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • 1 kleiner Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Die MiG-21bis

Die MiG-21 ist der am häufigsten produzierte Strahljäger der Welt. Bereits 1958 baute die Sowjetunion den ersten Prototypen und noch im selben Jahr stieg man in die Serienproduktion ein. Seitdem wurden mehr als 10.000 weiterentwickelte Maschinen gebaut. Obwohl sich das Flugzeug in Russland nicht mehr im aktiven Dienst befindet, wird es von unzähligen Luftwaffen, vor allem in Afrika und Asien, immer noch betrieben. Größter Nutzer außerhalb der Sowjetunion war bzw. ist Indien, das fast 1000 Flugzeuge erwarb.

Die MiG-21bis war die letzte Version dieser erfolgreichen Flugzeugfamilie. Von den Vorgängern unterschied sie sich vor allem durch ein überarbeitetes Cockpit, das ergonomischer und übersichtlicher gestaltet wurde. Zudem konnte sie auch die modernen sowjetischen Lenkwaffen abfeuern. Im Äußeren erkennt man sie hauptsächlich am Rumpfrücken, der etwas weiter als bei der MF in das Seitenruder hineinläuft. Die MiG-21bis wurde in zwei Versionen gefertigt, die sich durch den Einbau verschiedener Steuersysteme (SAU und LASUR) unterschieden.

Der Bausatz

Der Karton samt Inhalt
Der Karton samt Inhalt

Nach der MF und der SMT brachte Eduard nun auch die MiG-21bis heraus. Die Unterschiede der Versionen sind nicht übermäßig groß. Und so unterscheidet sich auch der Bausatz nur durch den Spritzling J, der die Teile des Rumpfrückens mit dem Seitenleitwerk und ein paar neue Antennen enthält. Die Qualität der Einzelteile sowie die modellbautechnische Ausformung überzeugen vollständig. Sauber versenkte Panellines und Nietenreihen treffen hier mit knackigen Details zusammen.

Da es sich um die Weekend-Edition handelt, liegen keine Resin- und Fotoätzteile und auch keine vorgestanzten Maskierschablonen bei. Dafür erhält man wie bei den Vorgängerbausätzen zwei Spritzlinge mit Außenlasten. Neben einem 800 l und zwei 490 l Zusatztanks sind RS-2US, S-24, R-3S, R-3R, R-13, FAB 100, FAB 250 und R-60 enthalten. Die diesen verschiedenen Außenlasten entsprechenden Pylone liegen natürlich auch bei. Als Zusatz gibt es auch noch zwei externe Starthilfsraketen.

Die gute Qualität setzt sich bei den Klarsichtteilen fort. Sauber in der Ausführung und sehr klar und dementsprechend dünn sind die Teile ausgeführt. Die Cockpithaube lässt sich sowohl geöffnet als auch geschlossen darstellen. Für die Darstellung des Instrumentenbretts im Cockpit liegen zwei Teile bei. Eines ist mit modellierten Anzeigen zum Bemalen ausgeführt und eines ist glatt und kann mit den Decals versehen werden.

Die Rumpfteile samt Luftbremsen und PylonenDie Tragflächen mit Klappen und SeitenruderDer Spritzling mit den Außenlasten, zweimal vorhandenFahrwerks-, Triebwerks- und CockpitteileTeile fürs Cockpit, das Triebwerk und die FahrwerksschächteSpritzling J mit den spezifischen Teilen für die MiG-21bisKleinteile für die Außenlasten
Die Klarsichtteile

Die Rumpfteile samt Luftbremsen und Pylonen

Die Rumpfteile samt Luftbremsen und Pylonen 

Bauanleitung, Bemalung und Markierung

Die in der typischen Eduard-Qualität gehaltene Bauanleitung im A4-Format zeigt auf zwölf Seiten in übersichtlicher Art den Zusammenbau des Modells. Hinweise zur alternativen Verwendung von Bauteilen finden sich ebenso wie die erforderlichen Farbangaben. Die Farbangaben beziehen sich auf die Farbpalette von Gunze Mr. Color. Lediglich der Farbton des Cockpits muss aus drei verschiedenen Farben angemischt werden.

Der von Cartograf hervorragend gedruckte Decalbogen lässt bei der Weekend-Edition nur die Darstellung einer Maschine zu. Es handelt sich hierbei um eine ungarische Maschine aus dem September 1991. Für die Instrumentierung des Cockpits liegen Decals bei, die man verwendet kann wenn man die Teile nicht selber bemalen möchte. Leider fehlen fast alle Stencils zur Markierung des Flugzeugs und auch alle Beschriftungen für die üppigen Außenlasten. Hier hat Eduard an der falschen Stelle gespart.

Der sauber gedruckte kleine Decalbogen
Der sauber gedruckte kleine Decalbogen

Die Bemalungsanleitung für die darstellbare ungarische Maschine
Die Bemalungsanleitung für die darstellbare ungarische Maschine

Darstellbare Maschinen:
  • Izdelye 75AP, 31st „Kapos“ Tactical Fighter Wing, 2nd „Boszorkany“ Squadron, Taszár AB, September 1991
Stärken:
  • hervorragende Detaillierung
  • sauber verpackte Einzelteile
  • übersichtliche Bauanleitung
  • vollständige Außenlasten
  • sauber gedruckte Decals
Schwächen:
  • fehlende Stencils

Fazit:

Hervorragender Bausatz der MiG-21bis, der jedem Interessierten nur empfohlen werden kann. Wer noch mehr Auswahl bei den darstellbaren Vorbildern, sowie Ätz- und Resinteile für sein Modell haben möchte, der kann immer noch auf die Profi-Edition zurückgreifen.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 12. April 2012

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