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Airco DH-2 Weekend Edition

(Eduard - Nr. 8443)

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär bis 1939
Katalog Nummer:8443 - Airco DH-2 Weekend Edition
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juli 2012
Preis:ca. 13 €
Inhalt:
  • 5 Gießäste aus hellbraunem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Anleitung in Schwarz-Weiß

Besprechung:

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Die Airco DH-2 war der zweite Entwurf von Geoffrey de Havilland. Dank seines Druckpropellerprinzips („Pusher“) war es das erste Flugzeug, welches mit den deutschen Fokker Maschinen mithalten konnte. Ende 1915 war man in England noch nicht in der Lage die MGs so zu synchronisieren, dass man durch den drehenden Propeller schießen konnte. Mit der Pusher-Konfiguration konnte man dieses Defizit elegant umschiffen, unterschiedliche Anordnung der MGs war nun problemlos möglich. Daher war es wenig verwunderlich, dass die DH-2 zusammen mit der F.E.2b das Rückgrat des Royal Flying Corps bildeten, jedenfalls so lange bis die Entwicklung der MG-Synchronisation abgeschlossen war.

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Die DH-2 hob zum ersten Mal im Juli 1915 ab, sie war mit einem 7.7mm Lewis Maschinengewehr ausgestattet. Die ursprüngliche Idee das MG je nach Bedarf im Flug umzumontieren wurde nicht umgesetzt. Theoretisch war dies zwar jederzeit möglich, in der Praxis war es jedoch viel einfacher das ganze Flugzeug in die jeweils günstigste Schussposition zu bringen. Daher war das MG normalerweise in Flugzeuglängsrichtung montiert.

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Die DH-2 konnte sich bis zum Erscheinen der Halberstadt D.II und der Albatros D.I im Herbst 1916 am Himmel behaupten. Sie verblieben noch bis 1917 an den Hauptschauplätzen im Dienst, bis sie schließlich von der DH-5 abgelöst wurden. An weniger heißen Fronten über dem Balkan und dem Mittleren Osten konnte sich die DH-2 noch bis zum Kriegsende halten, außerdem wurde sie auch für Trainingsaufgaben eingesetzt. Die meisten DH-2s waren mit einem Gnome Monosoupape Umlaufmotor mit 100 PS ausgestattet, spätere Modelle erhielten den LeRhone 9J mit 110PS. Insgesamt wurden 453 Maschinen gebaut.

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Die Weekend-Ausgabe der DH-2 von Eduard kommt wie üblich ohne irgendwelches Zubehör daher. Die drei hellbraunen Gießäste bleiben natürlich unverändert. Nicht ganz 100 Bauteile, einige davon sehr klein, gilt es zu verbauen. Der Guss ist sehr sauber, Grate oder sonstige Fertigungsspuren findet man keine. Lediglich einige Sinkstellen, vor allem an den kleineren Bauteilen sind vorhanden, ärgerlich aber kein Beinbruch.

Die Detaillierung ist hervorragend, das gut einsehbare Cockpit ist vollständig nachgebildet, die fehlenden Ätzteile werden durch entsprechende Kunststoffteile kompensiert. Die erhaben geprägten Instrumente können mit Decals belegt werden. Was nicht so gut aussieht ist das "Weidekörbchen", also der geflochtene Pilotensitz, hier sollte man sich etwas einfallen lassen damit der etwas realistischer wirkt (das Ätzteil brachte hier aber auch nicht unbedingt die Erleuchtung). 

Die Darstellung der Nähte und der Stoffbespannung bzw. der Rippen ist sehr überzeugend und Bedarf keinerlei Nacharbeit. Die Maschinengewehre sind Spritzguss auf allerhöchstem Niveau, überhaupt sind viele Teile sehr filigran ausgeführt. Eine Herausforderung dürfte die abschließende Verspannung der Maschine sein. Warum kein entsprechender Plan beiliegt ist unverständlich, wenigstens ist die ProfiPack-Bauanleitung online verfügbar, dort kann man sich behelfen. Ein paar Teile wandern in die Restekiste, bzw. mit entsprechenden Decals können auch (zeitlich) andere Ausführungen gebaut werden.   

Eduard - Airco DH-2 Weekend Edition

Der kleine aber feine Decalbogen erlaubt, wie bei den Weekend-Ausgaben üblich, eine einzelne Markierungsoption. Es kann die DH-2 mit der Seriennummer #5967 der 'A' Flight, 24 Squadron gebaut werden, wie sie 1916 über Frankreich eingesetzt wurde. Pilot war Robert Saundby, der immerhin drei Luftsiege bei der No.24 erringen konnte. Neben den Hoheitszeichen enthält der sauber gedruckte Bogen noch eine Reihe von Instrumentendecals sowie die kleinen Firmenlogos für die Verstrebungen des Heckauslegers. 

Weitere Bilder

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Airco DH-2 Weekend Edition

 

Darstellbare Maschinen:

Airco DH.2, No. 5967, Robert H.M.S. Saundby, No. 24 Squadron RFC, 'A' flight, France, July 1916

Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen:
  • Es liegt kein Verspannungsplan bei. Diesen kann man sich aber aus der Anleitung der Profipack-Ausgabe besorgen
Anwendung: Der Bausatz dürfte auch für weniger geübte Modellbauer geeignet sein, allerdings ist die Verspannung hier schon eine echt Herausforderung.

Fazit:

Da kann man bedenkenlos zugreifen. Ein schöner Bausatz für kleines Geld. Die Ätzteile vermisst man nicht wirklich.

Weitere Infos:

Referenzen:
  • Airco DH-2, Windsock Datafile Nr. 48, Albatros Publications
Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 13. März 2013

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