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M113A2

Desert Version "Saddam Hunters"

von Kai Maier, 16 Jahre (1:35 Tamiya)

M113A2

Zum Original:

Das US-Militär begann 1954 mit der Entwicklung eines Nachfolgers für den M59. Dieses Fahrzeug sollte nicht nur auf Mobilität und Transportkapazität ausgelegt werden, sondern es sollte gleichzeitig amphibisch und leicht genug für den Lufttransport sein. Dieses Fahrzeug war der M113 gepanzerte Truppentransporter. Die Auslegung im Inneren wies einen Steuerraum im vorderen, linken Abteil auf, einen Motorraum vorne rechts und im hinteren Abteil Platz für den Truppentransport von 13 Passagieren. Der von Chrysler hergestellte M75 Benzinmotor des M113 mit einer Leistung von 270 PS ermöglichte Geschwindigkeiten von bis zu 64 km/h. Für eine stabile Schwimmlage im Wasser besaß der M113 eine Schwallwasserklappe und war mit einem 12.7mm Maschinengewehr in der Kommandeurskuppel ausgestattet. Nachdem die Produktion 1960 aufgenommen war, wurde der M113 nicht nur an die US ausgeliefert, sondern an Militärs auf der ganzen Welt. 1964 wurde der M113A1 mit dem vom GM gefertigten 6V53 Dieselmotor fertig gestellt. Viele der M113A1 Einheiten wurden nach Vietnam abgestellt und die Produktion lief bis 1979. Die Produktion des M113A2 begann im Juni des gleichen Jahres. Aufbauend auf die Kampferprobung aus Vietnam wurde diese Version mit einem verbesserten Antrieb, Bedienelementen, Kühlsystem und verstärkter Aufhängung ausgestattet. Die abnehmbaren Kraftstoffbehälter wurden zum Schutze der Mannschaft und der Passagiere seitlich zum Heck hin versetzt. M113A2 Einheiten wurden zum Golfkrieg 1991 und auch 2003 zum Krieg gegen den Irak abgestellt. Fast ein halbes Jahrhundert nach seinem ersten Erscheinen wird der M113 nach wie vor eingesetzt und verbessert, eine Referenz an seine überlegene Leistung und seine zeitlose Konstruktion.

M113A2

Zum Modell:

Tamiya liefert uns hier, mal wieder, einen spitzen Bausatz an dem es nichts zu beanstanden gibt. Ein sehr hoher Detaillierungsgrad, viele Teile, sowie einen reichhaltigen Decalbogen, welcher den Bau von 4 Versionen, darunter eine Kosovo Version und 3 Irak Versionen zulässt. Außerdem noch eine Kommandanten- sowie eine Fahrerfigur, letztere als Halbfigur.

Beachte den Treibstoff mit welchem sehr unvorsichtig umgegangen wurde.
Beachte den Treibstoff mit welchem sehr unvorsichtig umgegangen wurde.

Vielleicht ärgert sich manch anderer, wenn er einen Vergleich zwischen dem M113A2 von Academy und dem M113A2 von Tamyia anstellt. Bei Academy bekommt der Modellbauer eine Einzelgliederkette (und eine Vinylkette), sowie eine gesamte Innenausstattung, etliches Zubehör und ebenfalls noch 2 Figuren zum beinahe selben Preis. Allerdings muss gesagt werden, dass Academy den M113A2 als Vietnam Version auslegt. Vielleicht entschädigt hier bei Tamiya ja stückweit das beigelegte Zubehör...

M113A2

Bei meinem Modell entschied ich mich für die Version des 3rd Batalion Headquarters, 69th Armor Regiment, 1st Brigade, 3rd Infantry Division (Mechanized), Baghdad, April 2003. Außerdem verwendete ich neben dem Zubehör von Tamiya noch den von Verlinden erhältlichen Zurüstsatz M113 stowage Set Iraq war 2003 (siehe letztes Bild) welcher sehr reichhaltig ist.

Beachte die reichhaltige Verzierung des Schilds.
Beachte die reichhaltige Verzierung des Schilds.

Das Schild am MG, welches den Kommandanten schützen soll, ist so montiert, dass es auch abgenommen werden kann.

Beachte den Rost an Ketten und Abschleppseilhalterung, erzeugt durch 2-Komponenten Echtrost.
Beachte den Rost an Ketten und Abschleppseilhalterung, erzeugt durch 2-Komponenten Echtrost.

Irak-Krieg typisch ist der Panzer mit allerlei Gepäck und Gerödel bepackt, was ihm das gewisse extra verleiht. An dieser Stelle ein "Danke" an die US Soldaten im Irak die uns das so schön als Vorlage gegeben haben.

M113A2

Die Besatzung hat ihren M113 liebevoll mit der Aufschrift "Saddam Hunters", "Gunny´s Paradise" und "Fuck you Saddam! " versehen, was dies übersetzt heißt will ich hier jetzt nicht weiter erörtern...

Die Draufsicht zeigt das Durcheinander in welchem doch Ordnung steckt.
Die Draufsicht zeigt das Durcheinander in welchem doch Ordnung steckt.

Lackiert wurde mit Revell Farben mittels Airbrush. Es kamen verschiedene Wüstenfarbtöne von Matt 89 über Matt 17, Matt 35 bis hin zu Matt 15 zum Einsatz. Danach wurden die Decals aufgebracht und mit Mattlack versiegelt. Schließlich führte ich ein leichtes Washing und ein starkes Trockenmalen durch. Die Antennen bestehen aus gezogenem Gußast und die US Flagge stammt aus der Zubehörkiste.

M113A2

Fazit:

Ein sehr interessanter Bausatz, der dem Modellbauer viele Möglichkeiten gibt seiner Fantasie weitestgehend freien Lauf zu lassen. Dieser Panzer sollte in keiner modernen Militärfahrzeugsammlung fehlen, wobei der Preis wohl für manche nicht gerechtfertigt sein wird, und so mancher lieber zu Academy greifen wird. Der M113 wird Teil eines großen Irak-Dioramas werden, wann dieses fertig sein wird, steht aber noch nicht fest.

Beachte auch hier den Rost an den Ketten sowie die Farbe der Scheinwerfer im ausgeschalteten Zustand
Beachte auch hier den Rost an den Ketten sowie die Farbe der Scheinwerfer im ausgeschalteten Zustand

Der sehr reichhaltige Verlinden Zurüstsatz, von dem aber nicht alle Teile benötigt wurden.
Der sehr reichhaltige Verlinden Zurüstsatz, von dem aber nicht alle Teile benötigt wurden.

Kai Maier, 16 Jahre

Publiziert am 03. September 2005

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