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Supermarine Spitfire Mk.VIII

"Aussie Eight" - eduards Mk.VIII in den Farben Australiens

von Oliver Peissl (1:48 Eduard)

Supermarine Spitfire Mk.VIII

Die Spitfire Bausätze von eduard sind nun schon seit einigen Jahren bekannt und genießen einen hervorragenden Ruf. Die tschechische Firma aus Obrenice hat bei der Planung, Konstruktion und Umsetzung dieser Modelle sehr gute Arbeit geleistet, denn nicht ohne Grund sind die Spitfire Bausätze die besten dieses Herstellers und eine der Besten, welche zur Zeit auf dem Markt zu finden sind. Ein weiterer Pluspunkt bei eduard ist, dass sie u.a. Zurüstartikel für ihre hauseigenen Modelle produzieren, wodurch eine höhere Formtreue und Passgenauigkeit gewährleistet wird. Aus diesem Grund verwende ich diese Kombination immer wieder gerne und muss bei jedem weiteren Modell feststellen, dass sich dieser Hersteller nicht auf seinen Lorbeeren ausruht, sondern immer wieder bestrebt ist, neue Herausforderungen zu meistern.

Bestes Beispiel hierfür ist das neue Modell der Spitfire Mk.VIII. Gab es bei dem letzten Modell, der Bf109G-6, noch Anpassungsprobleme der Brassinteile mit dem Bausatz, ist bei der Spitfire Mk.VIII nicht ein Gramm beim Einsetzen des Brassin Cockpits geschliffen worden. Im folgenden Baubericht möchte ich auf die Kombination aus Brassinteilen und Bausatz etwas näher eingehen und erläutern, wie ich diese ausarbeite.        

Mit dem Erscheinen der eduard Modelle Mk.VIII im März bzw. der Mk.XVI im Juli änderte dies schlagartig meine Priorität an zu bauenden Modellen, wobei es nicht schon wieder eine Mk.XVI werden sollte, sondern eine Mk.VIII der RAAF, und ich mich somit zum ersten Mal dem Thema Pacific-Theater aus dem Zweiten Weltkrieg widmen wollte. Klar, dass es daher auch eine Maschine mit Haifischmaul und dem „Pick Ass“ Emblem der 80. Fighter Wing werden würde. 

Supermarine Spitfire Mk.VIII

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Detaillierung gepaart mit Passgenauigkeit…

….das war bisher immer ein Manko von Resinzurüstteilen namhafter Hersteller, denn um ein gut detailliertes Resincockpit-, Fahrwerk- o.ä. Sets zu verbauen, musste immer reichlich geschliffen, geschnitten und angepasst werden. Dies hat teilweise dazu geführt, dass gut dargestellte Details durch die aufwendigen Anpassungsarbeiten wieder zunichtegemacht wurden. Eduards Brassinsets sind in der Vergangenheit hiervon nicht verschont geblieben, denn das von mir zuvor gebaute Modell der Bf109G-6 benötigte ebenfalls diverse Anpassungsarbeiten, um das dazugehörige Brassincockpit einzubauen. Anders ist dies bei der Spitfire Mk.VIII und dem gleichnamigen Cockpitset der Brassinreihe aus dem Hause eduard, denn die Resin- und Spritzgussteile entstammen aus einer Schmiede und sind gemeinsam und in Abstimmung geplant und konstruiert worden. Diese Vermutung bestätigt sich beim Zusammensetzen der Bausatzteile mit den Brassinteilen, denn hierbei sind keinerlei Nachbesserungen zur Passgenauigkeit nötig, im Gegenteil. Die Positionsbutzen in den Rumpfinnenseiten für das Bausatzcockpit dienen ebenfalls zum Ansetzen der Resinteile.

Neben dem Cockpitset habe ich mich ebenfalls noch für den Waffenschacht aus der Brassinreihe entschieden. Dieser wurde nach Bauplan zusammengesetzt und im Zusammenspiel mit den im Grundbausatz befindlichen Spritzgussteilen als Einheit des Fahrwerks- und Waffenschachts verbunden.

Zur Bemalung des Waffenschachtes nutzte ich die Internetseite Spitfire.com, welche schön verdeutlicht, dass dieser in Naturmetall belassen wurde.

Nach Zusammensetzen des Waffenschachtes mit der Flügelsektion und dem Rumpf war der Rohbau inklusive Detailarbeiten der Zurüstsets abgeschlossen. Ohne den Einsatz jeglicher Spachtelmasse kommt auch dieser Bausatz nicht aus, denn zumindest die Randbögen der Flügelvorderseiten sollten verspachtelt sein, da sich sonst ein unschöner Fügespalt am fertigen Modell ergibt. Bei den Höhenflossen hingegen hat sich eduard etwas Geniales einfallen lassen, denn die Fügestelle ist nicht, wie üblich, am Randbogen der Vorderkante, sondern am darunterliegenden Blechstoß zu finden, was absolut keinerlei Einsatz von Spachtelmasse nötig macht; sehr gut, eduard!

Ein Nachteil hingegen ist die Gestaltung der oberen, zweiteiligen Motorhaube. Diese musste mehrmals nachgespachtelt und verschliffen werden. Hier hätte eduard durchaus mit einem wenig detaillierteren Bauteil als einteilige Version dienen können, wobei die Wahl dem Erbauer selbst überlassen wird, welche er einsetzen will. Oder gar als zusätzliches Resinteil, welches ebenfalls im Motorset der Brassinreihe beinhaltet ist.

Nachdem der Rohbau abgeschlossen und die Bereiche Cockpit und Waffenschacht genügend abgeklebt waren, konnte mit der Vorbereitung der Lackierung begonnen werden.

Wie bei all meinen vorangegangenen Modellen auch, beginne ich mit dem Vorschattieren, in diesem Fall jedoch in anderer Reihenfolge wie üblich. Da die australischen Spitfire Mk.VIII sehr abgenutzt waren und auch diverse Ersatzteile anderer Maschinen eingesetzt wurden, verwendete ich an diversen Blechstößen abweichende Farben. Aus diesem Grund lackierte ich erst einmal diverse Wartungsklappen und Blechstöße in einem hellen Grau vor. Die gesamte Unterseite erhielt anschließend den für englische Jagdflugzeuge typischen Unterseitenanstrich in Medium Sea Gray (BS637). Nach intensivem Washing erfolgte ein erneutes Überlackieren diverser Teilbereiche mittels Grundfarbe in abgetönten Nuancen, um weitere Farbeffekte zu erzielen. Gleiches gilt auch für die standardmäßigen Oberseitenfarben Ocean Gray (BS629) und Dark Green (BS641). Was nun folgt, ist die Darstellung der feldmäßigen Anpassung der Maschinen mittels australischen Farben in Foliage Green (FS24092) und Dark Sea Grey (FS36118). Grund hierfür war das  Anpassen der Hoheitsabzeichen in Blau-Weiß, da die oben beschriebenen britischen Farben nicht zur Verfügung standen. Auch diese wurden von mir in verschiedenen hell und dunkel Abstufungen den vorangegangenen Verwitterungen angepasst.

Nach Anbringen der Decals aus dem „Aussie Eight“ Bausatz stellte ich diverse Lackabplatzer sowie Gebrauchsspuren des Wartungspersonals dar. Hierfür verwendete ich Acrylfarben aus dem Hause Vallejo in, den Grundfarben, leicht aufgehellten Nuancen. Nach erfolgtem Schutzlack mittels Gunzes Metal Primer erhielt das gesamte Modell an den zuvor bearbeiteten Stellen ein erneutes leichtes Washing. Finale Arbeiten der Lackierung beinhalteten das Mattieren, die Darstellung der Schmauch- sowie Abgasspuren, Ölschlieren sowie Staub und Trittspuren im Cockpitbereich.

Nach der bereits vor einiger Zeit von mir gebauten Spitfire Mk.XVI von ICM ist dies der zweite Bausatz dieses berühmten englischen Jagdflugzeuges für mich. Der eduard Bausatz ist jedoch, wie auch die restlichen Bausätze dieses Herstellers, an Passgenauigkeit, Detaillierung und Gesamteindruck nicht zu übertreffen! Da eduard noch weitere Versionen in seinem Portfolio aufweist, werden auch auf meinem Basteltisch diverse Typen folgen, wünschenswert wäre noch eine Mk.V aus gleichem Hause. Ich kann diesen Bausatz nur jedem ans Herz legen, da es eine wahre Freude war, diesen zu bauen. Selbst der Einsatz an hausinternen Zurüstteilen erfolgte problemlos und ohne Anpassungsarbeiten, derart ausgeklügelt wurden diese konstruiert, bravo! 

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Weitere Bilder

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Oliver Peissl,
www.Erlawerke.de

Publiziert am 13. April 2018

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