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Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

(Special Hobby - Nr. SH72318)

Special Hobby - Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

Produktinfo:

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:SH72318 - Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:April 2015
Preis:ca. 17,50 €
Inhalt:
  • 4 Gießrahmen aus dunkelgrauem Kunststoff
  • 8 Resinteile
  • 1 Decalbogen
  • 1 farbige Bauanleitung

Besprechung:

Die Entwicklungsgeschichte der Spitfire war gekennzeichnet durch eine Reihe von Provisorien, die aufgrund der Überlegenheit der gegnerischen Maschinen notwendig wurden. Dies führte dazu, dass einige Varianten schon früh geplant bzw. entwickelt wurden, aber dennoch erst relativ spät (falls überhaupt) in die Kampfhandlungen eintraten. Die Mk.21 ist ein gutes Beispiel dafür. Schon 1942 begannen die Arbeiten an dieser ersten, der als "späten Versionen" bezeichneten Variante, zu denen auch die Mk.22/24 sowie die Seafire 45/46 gehörten.

Alle diese Versionen besaßen einen neu entwickelten Flügel, der für die höheren Geschwindikeiten der Griffon-Modelle optimiert war. Durch den neuen Motor ergab sich auch eine geänderte Rumpfform. Die Änderungen waren am Ende so zahlreich, dass man kurzzeitg den neuen Namen "Victor" ins Auge fasste. Der Erstflug der Mk.21 fand am 24. Juli 1943 statt, es sollte jedoch noch bis zum Juli des darauffolgenden Jahres dauern, bis die Serienproduktion anlief, wegen technischer Probleme mit dem neuen Flügel eigentlich sogar erst im September dieses Jahres.

Durch das Ende des Krieges wurde die Produktion nach nur 120 Maschinen eingestellt. Die gegenläufigen Propeller wurden erst nach dem Krieg zusammen mit dem Griffon 85 eingeführt. Die Höchstgeschwindigkeit der Mk.21 betrug atemberaubende 736 km/h. Der Sound war nicht minder beeindruckend (es gab bis vor einigen Jahren eine flugfähige Mk.21 in Frankreich, jedoch wurde diese mittlerweile auf den Fünfblatt-Propeller zurückgerüstet). 

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Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

 

Mit der Katalognummer 72319 haben wir nun die bereits dritte Reinkarnation des hervorragenden Bausatzes dieser speziellen Version vor uns liegen. Im Gegensatz zu den beiden früheren Auflagen aus 2012 (Spitfire F Mk.21 "No 91 Sq.RAF in WWII" und Supermarine Spitfire F Mk.21 "Post War Service") besitzt dieser Bausatz nun die Möglichkeit, Spitfires mit den gegenläufigen Propellern zu bauen. Am Plastik hat sich nichts geändert, die gut 150 Einzelteile weisen eine sehr gute Gussqualität und Detaillierung auf, wie eigentlich alle neueren 1:72er Bausätze aus diesem Hause.

Feine versenkte Grauvuren, sinnvoll gesetzte Nietenreihen sowie einige erhaben ausgeführte Details lassen im Außenbereich eigentlich keine Wünsche offen. Die Proportionen sind sehr gut getroffen, die Teile schmiegen sich perfekt an die Pläne aus dem Modeller's Datafile an. Gussfehler bzw. Sinkstellen sind nur an wenigen Stellen zu finden, wie z.B auf den Außenseiten des Cockpits. Grat oder Fischhaut habe ich keinen finden können.

Special Hobby - Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

Nehmen wir doch gleich mal im gut ausgestatteten Cockpit Platz. Neben den sehr schönen Details an den Seitenwänden werden hier noch weitere neun Bauteile eingebaut. Der Cockpitboden, als solcher gar nicht vorhanden, ist korrekt wiedergegeben. Das Instrumentenbrett verfügt über erhaben gravierte Instrumente und stimmt hervorragend mit dem Original überein. An den vielen Schaltkästen und Bedienelementen an den Seitenwänden ist soweit alles vorhanden, für ein 1:72er Bausatzcockpit wirklich super gemacht. Einzig nicht vorhanden sind die Sitzgurte, wer keine in seiner Ätzteile-Restekiste hat, kann sich die ebenfalls von Special Hobby erhältlichen Ätzteile dazukaufen oder alternativ die hier schon vorgestellten Eduard Gurte nehmen. Wer's ganz genau machen will kann noch einige Kabel und Leitungen ergänzen, wirklich nötig ist das aber nicht. Als Option in diesem Bereich kann man die Einstiegsklappe geöffnet bauen.

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Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

 

Die sehr gute Detaillierung setzt sich auch im Fahrwerksbereich fort. Die Schächte sind voll ausgebildet und müssen aus vier Teilen zusammengebaut werden. Die Schachtböden sind an den Innenseiten der Tragflächenoberteile angebracht, dadurch werden die Schächte schön tief und sie weisen zudem die korrekte "Hinterschneidung" auf (bei den früheren Marks sind die Schächte ja eher wie tiefgezogen). Ein paar Leitungen lassen sich auch hier noch ergänzen, ebenso an den hervorragend gemachten Fahrwerksbeinen. An den separat ausgeführten Federbeinscheren kann man noch die Durchbrüche (Löcher) anbringen. Die Räder sind vom korrekten 4-Speichen-Design, die Reifen unbelastet und unprofiliert. Die Klappen weisen auf der Innenseite sehr schöne Strukturen auf.

Ein kleines Manko an diesem Bausatz sind die fest angegossenen Steuerflächen. Das Seitenruder ist zwar separat, jedoch nur wegen der Versionsunterschiede. Gerade die Höhenruder sind am Boden oft ausgelenkt. Durch die Aufteilung der Tragflächen ergibt sich eine nicht ganz so scharfe Hinterkante. Je nachdem für welche Bemalungsoption man sich entscheidet, kommen entweder die Kanonenmündungen aus Resin oder Kunststoff zum Einsatz. Am Ende des Baues bleiben zahlreiche Teile für die Restekiste übrig, theoretisch kann man - Decals vorausgesetzt - auch eine Seafire 45 aus diesem Bausatz bauen, alle Teile sind vorhanden bzw. die Spritzlinge identisch.

Zu guter Letzt noch ein Blick auf die Klarsichtteile, hier liegen jeweils nur die geöffneten Hauben bei, eine einteilige geschlossene Kanzel gibt es nicht. Die Teile sind zwar ausreichend dünn jedoch ist der Durchblick wegen der starken Wölbung verzerrt. Bei offenem Cockpit sicherlich vernachlässigbar. 

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Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

 

Der 14x8cm große Decalbogen ermöglicht uns den Bau von drei Maschinen, zwei in Aluminiumfarben und eine getarnte Maschine, letztere eine zeitliche Variante einer der beiden anderen. Farblich interessant dürfte die Option A mit der polierten Motorhaube sein. Der Druck (von Aviprint) der Decals ist sehr sauber, allerdings glaube ich bei den kleinen, "post 1947" Kokarden eine Dezentrierung des roten Kreises erkennen zu können. Die übrigen scheinen in Ordnung zu sein.

Die Anleitung im DIN A5 Format ist vorbildlich gemacht. Durchgehend farbig führt sie in zwölf Schritten ans Ziel. Die Skizzen sind sehr übersichtlich gestaltet und lassen keine Fragen offen. Die Farbangaben beziehen sich - warum auch immer - ausschließlich auf die Gunze-Palette. Alternative Farbcodes werden keine angegeben. Dafür sind in den einzelnen Baustufen die zu bemalenden Teile farblich passend abgesetzt. Für die Wartungshinweise ist eine eigene Seite reserviert. Sehr vorbildlich gemacht! 

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Supermarine Spitfire F Mk.21 Contraprop

 

Darstellbare Maschinen:
  1. Spitfire Mk.21, LA283 / EB-?, No. 41 Sqn RAF, 1946
  2. Spitfire Mk.21, LA232, TT, Thomas C. Traill, Dark Green/Ocean Grey/Medium Sea Grey, 1946
  3. Spitfire Mk.21, LA232, Aluminium über alles, 1947
Stärken:
  • Hervorragende Detaillierung
  • Erstklassige Anleitung
  • Theoretisch auch als Seafire 45 baubar 
Schwächen:
  • Keine separaten Steuerflächen
  • Keine Sitzgurte
  • Post 1947 Kokarden leicht verdruckt
Anwendung:
  • Mittel, ein so kleines Modell mit knapp 150 Bauteilen erfordert ein wenig Sorgfalt

Fazit:

Ein hervorragender Bausatz, die Detaillierung ist erstklassig und lässt keine Wünsche offen. Sehr empfehlenswert! 

Weitere Infos:

Anmerkungen: Den Artikel könnt ihr euch auch hier im CMK E-Shop anschauen.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 04. Juni 2015

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