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German Panzer Kpfw.38(t) Ausf.E/F

(HobbyBoss - Nr. 80136)

HobbyBoss - German Panzer Kpfw.38(t) Ausf.E/F

Produktinfo:

Hersteller:HobbyBoss
Sparte:Militärfahrzeuge bis 1945
Katalog Nummer:80136 - German Panzer Kpfw.38(t) Ausf.E/F
Maßstab:1:35
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Dezember 2015
Preis:ca. 30 €
Inhalt:
  • 7 Teilerahmen aus hellbraunem Kunststoff
  • 3 Rahmen mit Kettengliedern in Dunkelgrau
  • 1 Rahmen mit Klarteilen
  • 1 Platine mit Fotoätzteilen
  • 1 Decalbogen
  • Bauanleitung in Schwarz-Weiß

Besprechung:

HobbyBoss - German Panzer Kpfw.38(t) Ausf.E/F

Der Panzerkampfwagen 38(t) war für die Deutsche Wehrmacht eines der wichtigsten Fahrzeuge in den ersten beiden Jahren des Zweiten Weltkrieges. Das "t" in der Bezeichnung steht für das Herkunftsland, nämlich Tschechien, wo er zunächst als LT vz.38, später dann als TNHP-S bezeichnet wurde. Erst bei der Deutschen Wehrmacht wurde der TNHP-S als Panzerkampfwagen 38(t) in den Ausrüstungslisten geführt. Obwohl wegen seiner einfachen Konstruktion zunächst nur belächelt, stellte sich der Pz.Kpfw.38(t) als ein äußerst vielseitiges und robustes Fahrzeug heraus. 

Er wurde in den ersten Kriegsjahren praktisch an allen Fronten (außer Afrika) erfolgreich eingesetzt, zu Hochzeiten 1940/41 bildete er 25% des gesamten Bestandes an Panzern. Seine größte Schwäche war seine nur 3,7cm große Hauptwaffe, die ihn gegen schwere Panzer wie den T-34 praktisch wirkungslos machte. Daher wurde die Fertigung im Sommer 1942 eingestellt. Allerdings bedeutete das noch nicht das Ende. Auf Basis des Fahrgestells entstanden einige wichtige Umbauten, z.B. als Selbstfahrlafette für die größeren 7,5/7,6cm Kaliber und auch für die schweren 15cm Geschütze. Zu den bekanntesten Ablegern dürfte sicherlich der Jagdpanzer Hetzer zählen.

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German Panzer Kpfw.38(t) Ausf.E/F

 

Nachdem Hobby Boss vor einiger Zeit Tristar übernommen hatte war es nur eine Frage der Zeit, bis deren Bausätze unter eigenem Label wieder zu haben wären. Der Panzerkampfwagen 38(t) stammt bereits aus dem Jahre 2006 und wurde unverändert übernommen, also inklusive Bauanleitung, Decals, Ätzteile und sogar das Deckelbild. Die gut 500 Einzelteile verteilen sich auf elf Rahmen in Hellbraun bzw. Dunkelgrau. Knapp 230 Teile davon entfallen auf die Kette. Hinzu kommen noch einmal etwas über 40 Ätzteile. Die Qualität und Detaillierung der Bauteile liegt auf sehr hohem Niveau, die Werkzeugform scheint noch in einem sehr guten Zustand zu sein.

Der Zusammenbau beginnt mit den Laufrollenpaaren. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Gummi-Laufringe separate Teile sind, was deren Bemalung erheblich vereinfacht und natürlich auch den gesamten Alterungsprozess. Sehr ungewöhnlich ist auch die volle Beweglichkeit der Laufrollen, so kann man sein Modell dem späteren Untergrund sehr leicht anpassen. Die Wanne besteht aus sechs Teilen und weist die typischen Rundkopfnieten dieses Fahrzeuges auf. Die Sehschlitze am Bug können auf- oder zugeklappt angebaut werden, die MGs bleiben in ihren Kugelblenden ebenfalls beweglich.

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Die Oberwanne, wenn man sie so nennen mag, ist relativ komplex aufgebaut, was der Tatsache geschuldet ist, dass es früher ein separat erhältliches Set mit einer Inneneinrichtung gegeben hat. Daher sind alle Zugangsklappen einzelne Teile. Hier fehlt diese Inneneinrichtung, von daher gibt's hier nur die Option "zu". Zahlreiche Anbauteile komplettieren die Wanne, wie z.B. Ersatz-Kettenglieder, Staukästen, Werkzeuge usw. Der Turm ist ähnlich komplex aufgebaut wie die Wanne, auch hier alles einzelne Teile. Dafür freuen wir uns über eine voll bewegliche 3,7cm Kanone, die ist übrigens voll nachgebildet, also auch mit Innenleben. Die Luke des Kommandanten wird nur aufgesteckt, wie gut sie in der offenen Position stehen bleibt bzw. beweglich ist kann ich nicht sagen. Die "Clipse" sind so winzig, dass es auch Grat sein könnte. Die beiliegenden Ätzteile beschränken sich auf ein paar Gitter, Halteriemen und einige Halterungen.

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Die Kette ist als Einzelgliederkette in normalem Kunststoff ausgeführt. Die einzelnen Glieder werden ineinander geclipst und bedürfen sonst keinerlei Fixierung oder ähnlichem. An einigen Gliedern befindet sich auf der Innenseite ein Auswerferpin, den man aber leicht mit 2-3 Schleifzügen entfernen kann. Das Kettenglied mit der Nummer 2 (1 pro Rahmen) wird für die Reserveglieder benötigt, die am Bug der Wanne angebracht sind. Als nette Zugabe liegen dem Bausatz zwei Figuren bei, von denen laut Plan aber nur eine "benötigt" wird (was für'n Quatsch :).

Es handelt sich um den Kommandanten der, wie auf dem Deckelbild ersichtlich, "im" Fahrzeug platziert wird und nur zu 3/4 komplett ist. Die zweite Figur, vollständig ausgebildet, kann dann neben dem Fahrzeug hingestellt werden. Es stehen mehrere Köpfe und Schuhe zur Auswahl, darunter auch in Afrika verwendete Ausrüstung. Die kann man aber für dieses Fahrzeug nicht gebrauchen, da der Panzer 38(t) dort nicht zum Einsatz kam. Die Figuren sind sehr schön modelliert und es gibt sogar so Details wie z.B. einen Kopfhörer aus Ätz- und Kunststoffteilen.

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Auch die Decals wurden von Hobby Boss unverändert übernommen. Es sind die gleichen sechs Fahrzeuge wie seinerzeit bei Tristar enthalten. So wirklich überzeugen kann der Bogen nicht. Bei meinem Exemplar gibt es einen deutlichen Versatz zwischen Weiß und Schwarz, was die zweifarbigen Balkenkreuze unbrauchbar macht. Rot und Weiß passen hingegen gut, so dass man ggf. die "525" ohne weiteres verwenden kann. Lackierungstechnisch stehen drei Schemen zur Wahl, 3x Dunkelgrau über alles, 1x Sandgelb/Dunkelgrau und 1x Wintertarnung bestehend aus Weiß/Dunkelgrau. Alle darstellbaren Fahrzeuge waren an der Ostfront im Einsatz. Die zugehörige Bemalungsanleitung ist ziemlich klein ausgefallen und auch nur in Schwarz-Weiß, hier hätte Hobby Boss durchaus seine eigenen Standards anwenden können. Die Farbangaben beziehen sich auf Tamiya und Gunze, auch das eine Altlast von Tristar. Die eigentliche Bauanleitung wiederum ist ganz ok, die Zeichnungen sind trotz der vielen Einzelteile übersichtlich. In den einzelnen Baustufen sind zum Teil sehr detaillierte Bemalungshinweise angegeben.

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Darstellbare Fahrzeuge:
  • 3 Fahrzeuge des Panzerregimentes 204 der 22. Panzerdivision auf der Krim, 1941/42, Turmnummern 822, 714 und 522
  • Turmnummer 525, Panzerregiment 25, 7. Panzerdivision, Russland 1942
  • Turmnummer 243, 19. Panzerdivision, Russland 1942
  • Turmnummer II, Panzerregiment 10, 8. Panzerdivision, Russland 1941
Stärken:
  • Hervorragende Detaillierung
  • Inklusive Figur
  • Inklusive Ätzteile
Schwächen:
  • Keine
Anwendung:
  • Anspruchvoll

Fazit:

Schön, dass die Bausätze von Tristar wieder erhältlich sind. Die Qualität und Detaillierung sind sehr gut, der Preis angemessen. Dank seiner zehn Jahre, die der Ur-Bausatz nun schon auf dem Buckel hat, gibt es auch eine Vielzahl von Zubehör.

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 02. Mai 2016

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