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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

(Special Hobby - Nr. 72350)

Special Hobby - SB2C-5 Helldiver

Produktinfo:

Hersteller:Special Hobby
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:72350 - SB2C-5 Helldiver "The Final Version"
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Mai 2017
Preis:ca. 25-30 €
Inhalt:
  • 3 Rahmen aus hellgrauem Kunststoff
  • 2 Rahmen mit Klarsichtteilen
  • 37 Resinteile
  • 1 Platine mit Fotoätzteilen
  • 1 Decalbogen
  • Farbige Anleitung

Besprechung:

Schon während der Indienststellung der trägergestützten SBD Dauntless bei der US Navy gab man die Entwicklung eines Nachfolgemodells in Auftrag. Von den sechs Firmen, die sich an der Ausschreibung beteiligten, wurden zwei ausgewählt, um in die nächste Phase des Projektes einzutreten. Dies waren Curtiss mit der XB2C-1 und Brewster mit der am Ende unterlegenen SB2A Buccaneer. Die siegreiche XB2C-1 absolvierte am 18. Dezember 1940 ihren Erstflug, allerdings verunglückte die Maschine nur kurze Zeit später. Die Handhabung der Maschine erwies sich als problematisch und die Leistung blieb weit hinter den Erwartungen zurück. Dies war vornehmlich darauf zurückzuführen, dass die Konstruktion der Maschine auf die Gegebenheiten der damaligen Träger ausgelegt wurde. Besonders die Größe der Aufzüge war problematisch.

Ungachtet dessen wurde die Produktion der SB2C-1 schon beschlossen, obwohl die Flugerprobung der modifizierten Prototypen noch nicht abgeschlossen war. Dadurch mussten während der Fertigung noch zahlreiche Modifikationen implementiert werden, am Ende waren es 880 Änderungen, einschließlich einer Neukonstruktion des Heckleitwerkes. Die Flugleistungen waren danach immer noch nicht gerade berauschend, aber mangels Alternativen blieb dem Militär keine andere Wahl, als dies zu akzeptieren.

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Die SB2C bekam den offiziellen Beinahmen "Helldiver", oft wurde sie jedoch einfach "The Beast" oder gar ganz vulgär "Son of a Bitch 2nd Class" (SB2C ausgeschrieben) tituliert. Die ersten Kampfeinsätze der SB2C-1 und SB2C-1C wurden 1943 geflogen und verliefen überraschend erfolgreich. Der dringende Bedarf an mehr Flugzeugen mit höherer Leistung führte zur Einführung der Versionen SB2C-3 und SB2C-4, die von einem 200PS stärkeren Motor angetrieben wurden. Die C-3 und C-4 wurden auch von zwei Fabriken in Kanada gebaut. Die US Army Air Force beschaffte das Muster ebenfalls, dort liefen sie unter der Bezeichnung A-25A Shrike.

Die SB2C-5 war die letzte Serienversion der Helldiver. Sie wies einige Verbesserungen auf, wie z.B eine höhere Treibstoffzuladung, einen Paddle-Blade-Propeller, einen etwas vergrößerten Bombenschacht, eine verbesserte Sicht aus dem Cockpit durch eine rahmenlose Schiebehaube, ein AN/APS-4 Radar und vieles mehr. Allerdings kam die Dash-5 zu spät für den Krieg, nur wenige Maschinen wurden noch im Kampf eingesetzt. Nach dem Krieg wurde die SB2C-5 weiterhin als Trägerflugzeug eingesetzt und ab 1947 nach und nach an die Reserve abgegeben. Bis 1950 war sie aus dem US-Inventar verschwunden.

Viele Maschinen wurden im Rahmen der diversen Hilfsprogramme an befreundete Nationen abgegeben, darunter Italien, Frankreich, Griechenland, Portugal und Thailand. Die letzten aktiven Helldiver waren die italienischen, sie flogen noch bis 1959. In Griechenland trugen die SB2C nicht unwesentlich zur Niederschlagung der kommunistischen Aufstände bei. Die französischen Helldiver nahmen intensiv am ersten Indochina-Krieg teil, besonderen Ruhm erlangten sie bei den letztlich für Frankreich erfolglosen Kämpfen um Dien Bien Phu im Jahre 1954.

Special Hobby - SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

Die Grundlage für dieses Paket bildet der hervorragend gemachte Bausatz der SB2C-4 von Academy. Um daraus eine Dash-5 zu machen, hat Special Hobby noch zwei eigene kleine Gussrahmen mit den benötigten, versionsspezifischen Teilen beigelegt. Dort findet man neben dem Paddle-Blade-Propeller auch ein paar Teile für den Bombenschacht sowie auf dem Rahmen mit den Klarteilen die neue, rahmenlose Schiebehaube. Eine ganze Reihe von Resinteilen sowie eine kleine Platine mit Ätzteilen sorgen für weitere Details am fertigen Modell.

Dem Grundbausatz liegen ja keinerlei Außenlasten bei, so ist es kein Wunder, dass man hier nun zwei Zusatztanks, einen Satz 0.5inch Raketen und auch den APN/APS-4 Radarpod vorfindet. Letzterer wird nur bei der amerikanischen Maschine benötigt. Der Grundbausatz von Academy stammt aus dem Jahr 2005 und macht nachwievor eine sehr gute Figur. Die Oberflächendetails bestehen aus zahlreichen versenkten Gravuren. Auf die Darstellung von Nietenreihen hat man verzichtet und sich nur auf die Schnellverschlüsse an den diversen Wartungsdeckeln beschränkt.

Die Gussqualität ist sehr sauber, Grat oder Fischhaut findet man keine an den Teilen. Es gibt aber einige störende Auswerferpins in sichtbaren Bereichen, z.B. an den Fahrwerksklappen oder im Bombenschacht. Der Zusammenbau beginnt wie üblich mit dem Cockpit, hier werden die mit erhabenen Details versehenen Teile noch durch einige Resin- und Fotoätzteile ergänzt. Stellenweise muss man die Bausatzteile ein wenig anpassen, um eine Dash-5 daraus zu machen, der Bauplan zeigt alle benötigten Schritte auf. In Summe werden am Ende fast 40 Einzelteile aus Resin, Kunststoff und Ätzteilen in diesem Bereich verbaut. Wer noch weiter supern möchte, kann auf die inzwischen verfügbaren Ätzteile von Eduard zurückgreifen, siehe unten.

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Die Klarsichtteile sind von guter Qualität und alle Elemente sind einzelne Teile, so dass man sowohl den vorderen wie auch das hintere Teil des Cockpits geöffnet bauen kann. Der Motor ist zwar nur als Relief vorhanden, aber für das, was man später noch davon sieht, mehr als ausreichend detailliert. Wer möchte, kann noch die Zündkabel ergänzen oder sich alternativ das Eduard Detailset besorgen.

Für den vergrößerten Bombenschacht der Dash-5 hat Special Hobby zwei neue Bauteile beigefügt. Zuvor müssen an jeder Rumpfhälfte die Aussparungen für die Bombenschachtklappen vergrößert werden. Damit es im Inneren nicht ganz so leer zugeht, sind zwei 500kg Bomben enthalten. Der Schacht selbst weist einige sehr schöne erhabene Details auf. Eine Möglichkeit, den Schacht geschlossen zu bauen, gibt es von Haus aus nicht, hier muss man wohl oder übel zur Säge greifen und die Klappen von den Seitenwänden der Schächte abtrennen.

Bleiben wir doch gleich bei den Schächten, im Bereich der Fahrwerke gibt es ebenfalls einige erhabene Strukturen und leider auch einige unschöne Auswerferpins. Wer gerne mit Ätzteilen hantiert, kann auf ein Set extra nur für die Fahrwerksschächte von Eduard zurückgreifen.

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Die Fahrwerke selbst sind sehr gut gemacht, für die Räder spendiert uns Special Hobby in dieser Auflage welche aus Resin. Diese sind nochmal einen Tick detaillierter als die Bausatzteile. Man muss an den Einsätzen für die Felgen noch etwas Fischhaut entfernen, damit man später auch die hinter den Speichen liegenden Details erkennt. Die Resinräder sind auch separat erhältlich.

Die Steuerflächen sind bis auf die Vorflügel alle fest angegossen, auch die charakteristischen, perforierten Sturzflugbremsen-Landeklappen Kombination. Für diese hat Eduard inzwischen auch neue Ätzteile aufgelegt. Die separaten Steuerflächen hat Special Hobby selbst im Programm, siehe unten.

Wer etwas unter die Flügel hängen möchte, kann sich eine der möglichen Kombinationen aus dem Bauplan heraussuchen. In Abhängigkeit der gewählten Markierungen sind nur bestimmte Kombinationen vorgesehen. Die Leitwerke der 0.5inch Raketen muss man ordentlich stutzen, damit man sie in der gezeigten Art und Weise montieren kann. Ganz originalgetreu wird es nicht werden, da beim Original die Raketen für den Maßstab 1:72 zu dicht beieinander liegen.

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Für die Markierungen stehen insgesamt vier Maschinen zur Auswahl. Option Nummer 1 ist eine Helldiver der Flotille 3F der französischen Aéronavale, die Maschine wurde 1954 vom Flugzeugträger Arromanches aus über Indochina eingesetzt. Während der Kämpfe um Dien Bien Phu flog sie ihre Einsätze auch vom Stützpunkt in Bach Mai.

Die zweite Option ist eine Maschine der VB-9 der US Navy an Bord des Flugzeugträgers Lexinton. Die Helldiver der Lexington gehörten zu den wenigen SB2C-5, die noch Einsätze im Zweiten Weltkrieg flogen. Sie nahmen an den Angriffen gegen Yokosuka, Kure und Tokio teil. Die dargestellte Nummer 215 wurde bei einem Landeunfall am 25. September 1945 beschädigt.

Die dritte Option ist die farbenfroheste des Quartetts. Die bei der Aeronatica Militare unter der Kennung 86-11 eingesetzte Maschine wurde als Zielschlepper eingesetzt und weist die typischen, hier gelben Streifen auf der Unterseite auf.

Zu guter Letzt bietet uns Special Hobby noch eine griechische Helldiver der 336 Mira an. Diese wurden im Bürgerkrieg Ende der 1940er Jahre gegen die kommunistischen Aufständischen eingesetzt.

Der zugehörige Decalbogen wurde von Aviprint in Tschchien gedruckt und ist von hervorragender Qualität. Die kleinen Wartungshinweise sind alle entzifferbar, siehe die Nahaufnahmen. Leider sind die Decals von Special Hobby immer sehr dünn und dementsprechend empfindlich. Der Bauplan besteht aus dem üblichen DIN A5 Heftchen mit farbigen, recht übersichtlichen Grafiken. Die Bemalungshinweise sind wie üblich für die Gunze Palette angegeben. Leider gibt es keine FS Nummern für diejenigen, die andere Farben verwenden möchten.

CMK 7370 - SB2C-5 Helldiver Control Surfaces Set

Special Hobby - SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

Wer bei der Helldiver die Steuerflächen ausgelenkt anbauen möchte, kann dies mit diesem Set auf einfache Art und Weise tun. Es besteht aus fünf Resinteilen und enthält die benötigten Höhenruder, Querruder und das Seitenleitwerk. Die Landeklappen und Sturzflugbremsen sind nicht enthalten. Auch die schon beim Bausatz vorhandenen ausfahrbaren Vorflügel sind nicht dabei. Die Qualität der Teile ist sehr gut, die auf manchen Bildern erkennbaren Schlieren sind mit bloßem Auge nicht auszumachen (evtl. auch ein optischer Effekt). Die Detaillierung ist anders, ich würde nicht sagen grundsätzlich besser - es fehlen nun z.B. die bei den Kunststoffteilen angedeuteten Betägigungsgestänge und die Schnellverschlüsse rund um die Inspektionsdeckel. Dafür ist die Bespannung wesentlich realisitscher widergegeben. Die kleine Anleitung erklärt, was wohin gehört und wo man die Säge am Bausatz ansetzen muss.

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Eduard hat sich natürlich nicht lange bitten lassen und ebenfalls einige Detailsets für diesen Bausatz herausgebracht. Aufmerksame Leser werden die entsprechenden Artikel auf unserer Seite sicherlich schon gesehen haben, falls nicht, hier geht's lang:

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SB2C-5 Helldiver "The Final Version"

 

Darstellbare Maschinen:
  1. SB2C-5 Helldiver, Bu.No. 89357, 3.F-16, Flotille 3F, Aèronavale, Indochina 1954
  2. SB2C-5 Helldiver, No.216, USS Lexinton CV-16, August/September 1945
  3. SB2C-5 Helldiver, 86-11, MM80036, Aeronautica Militaire, Italien 1950-55
  4. SB2C-5 Helldiver, #9, 3329, 336 Mira, Larissa, Griechenland 1949 
Stärken:
  • Hervorragend detaillierter Grundbausatz
  • Nützliche Zugaben aus Resin
  • Hochwertige Decals (erfahrungsgemäß aber sehr empfindlich)
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen:
  • Keine Masken

Fazit:

"Ups I did it again" trifft es wohl ganz gut, der oder die Macher bei Special Hobby haben erneut ein glückliches Händchen bewiesen, als sie diese Limited Edition zusammengestellt haben. Der hervorragende Grundbausatz wird durch die Zugaben noch weiter aufgewertet. Ein Satz Masken wäre das Tüpfelchen auf dem "i" gewesen

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Special Hobby findet ihr hier:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 18. Oktober 2017

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