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Chance Vought F4U-1/2 Bird Cage Corsair

(Tamiya - Nr. 61046)

Tamiya - Chance Vought F4U-1/2 Bird Cage Corsair

Produktinfo:

Hersteller:Tamiya
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:61046 - Chance Vought F4U-1/2 Bird Cage Corsair
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:1996
Preis:ca. 25 Euro
Inhalt:
  • 3 hellgraue Spritzlinge
  • 1 Klarsichtteilspritzling
  • Polycaps
  • Decalbogen
  • Bauanleitung

Besprechung:

Das Original

Um den neuen Pratt&Whitney R-2800 Sternmotor mit 2000 PS herumgebaut und mit dem größten Propeller, der je in ein Jagdflugzeug eingebaut war, wurde die Corsair schon zu ihrer Zeit zur Legende. Der Erstflug war im Mai 1940. Bewaffnet war sie üblicherweise mit sechs Browning-MGs in den Tragflächen, es gab aber auch etliche andere Ausführungen.

Die ersten Flugzeuge hatten noch das sogenannte Bird Cage (Vogelkäfig) Cockpit, während die späteren Versionen zur besseren Sicht ein erhöhtes Klarsichtcockpit mit einem ebenfalls erhöhten Sitz erhielten.

Die F4U-2 war eine mit Radar bestückte Version zur Nachtjagd. Dazu wurde an der Vorderkante der rechten Tragfläche ein Radardom angebracht. Als Gewichtsausgleich wurde das äußere MG entfernt. Zusätzlich erhielten die sechs Auspuffstutzen einen Flammendämpfer.

Der Bausatz

Der Bausatz von Tamiya stammt aus dem Jahr 1996, hat also schon mehr als zehn Jahre auf dem Buckel. Dennoch sind die Bausatzteile von hervorragender Qualität. Versenkte Panellines, saubere Details, keine störenden Auswerfermarken und eine tolle Passgenauigkeit zeichnen dieses Meisterstück aus. Das Cockpit, der Motor und die Faltmechanik der Tragflächen sind bereits sehr detailreich dargestellt, inzwischen gibt es dafür auch zahlreiches Material zum nochmaligen Aufwerten. Das Fahrwerk zeichnet sich ebenfalls durch saubere und originalgetreue Details aus. Durch Querholme wird die Montage der Tragflächen im richtigen Winkel erleichtert. Die extern abzubringende Bewaffnung besteht aus einer Bombe oder einem Zusatztank unter dem Rumpf. Außerdem liegt dem Bausatz eine Pilotenfigur bei.

Die Ruder und Steuerflächen sind bereits angegossen. Sollen sie ausgelenkt dargestellt werden, ist modellbauerisches Können gefragt. Die inneren Klappen sind separat und können ausgelenkt dargestellt werden.

Für sehr nützlich halte ich die Polycaps, mit denen der Propeller über eine Steckverbindung am Modell befestigt werden kann. Dadurch ist man flexibler, wenn es z.B. um den Transport des Modells geht.

Rumpfhälften, Motor und Höhenruder
Rumpfhälften, Motor und Höhenruder

Teile der Tragflächen mit Klappmechanismus
Teile der Tragflächen mit Klappmechanismus

Cockpitteile und Außenlasten
Cockpitteile und Außenlasten

Details der Spritzlinge - Unterseite des Rumpfs, Cockpit und Rumpfinnenseite
Details der Spritzlinge - Unterseite des Rumpfs, Cockpit und Rumpfinnenseite

Die wenigen Klarsichtteile sind sauber und schlierenfrei gespritzt. Die Cockpithaube liegt in zwei verschiedenen Ausführungen bei. Es gibt einmal die normale gerade Haube und eine mit einer oberen Ausbuchtung für eine etwas bessere Sicht des Piloten.

Sauber gespritzte Klarsichtteile - links die ausgebeulte Cockpithaube, rechts die gerade
Sauber gespritzte Klarsichtteile - links die ausgebeulte Cockpithaube, rechts die gerade

Bemalung und Markierung

Die in 12 Schritte aufgeteilte Bauanleitung ist gut verständlich und übersichtlich. Die Farbangaben beziehen sich ausschließlich auf das angebotene Farbsortiment von Tamiya, Angaben zur Palette anderer Hersteller wären hier wünschenswert.

Die Decals für die drei darstellbaren Flugzeuge sind sauber gedruckt, haben aber wie bei Tamiya oft üblich einen etwas dicken Trägerfilm. Hier wird man um den Einsatz von Weichmacher nicht herumkommen bzw. man muss auf einen anderen Decalhersteller zurückgreifen. Statt des Decal-Gurtzeuges sollte besser auf entsprechende fotogeätzte Gurte aus dem Zubehör oder auf selbstgemachte z.B. aus Bleifolie zurückgegriffen werden.

Die Decals für drei verschiedene Maschinen
Die Decals für drei verschiedene Maschinen

Ausschnitt aus der Bemalungs- und Markierungsanleitung
Ausschnitt aus der Bemalungs- und Markierungsanleitung

Bilder vom Verpackungskarton
Bilder vom Verpackungskarton

Darstellbare Maschinen:
  • VF-17, Trägerflugzeug der USS Bunker Hill
  • VMF-213, Marine Corps
  • VMF(N)-532, Marine Corps (Nachtjägerausführung)
Stärken:
  • vorbildliche Detaillierung
  • sehr gute Passgenauigkeit
  • gute Aufteilung der Bauteile
  • sauberer und gratfreier Spritzguss
  • schlierenfreie Cockpitverglasung
  • Faltmöglichkeit der Tragflächen
Schwächen:
  • zu dicker Trägerfilm der Decals
  • keine weiterführenden Farbangaben

Fazit:

Für den Anfänger kann bereits aus der Schachtel gebaut ein tolles Modell entstehen. Für den erfahrenen Modellbauer bieten sich zahlreiche Möglichkeiten durch Zurüstteile ein noch filigraneres Modell entstehen zu lassen. Sehr empfehlenswert !

Diese Besprechung stammt von Herbert Engelhard - 08. März 2010

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