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Bf 109F-2 Profipack

(Eduard - Nr. 82115)

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:82115 - Bf 109F-2 Profipack
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:2017
Preis:ca. 37 €
Inhalt:
  • 4 graue Spritzlinge
  • 1 klarer Spritzling
  • Bauplan
  • Ätzteile
  • Masken
  • Decals (eduard)

Besprechung:

Nach Erscheinen der Bf 109F-4 (82114) folgt nun der Bausatz der Vorgängervariante F-2 aus dem Hause eduard. Die äußerlichen Unterschiede zur F-4 lässt sich hauptsächlich durch den schmaleren Laderstutzen für das Lufteinlaufgebläse, die Versteifungsbleche am Rumpf-Leitwerk Übergang, die Positionsleuchten an den Flügelspitzen sowie die Hauptfahrwerksöffnungen erkennen. Ich werde auf diese Unterschiede noch verweisen. Die beiden folgenden Bilder beinhalten die Basisspritzlinge, welche für die Versionen F/G/K vorgesehen sind. Dies ist auch an den Bauteilen zu erkennen, vorrausgesetzt man kennt sich mit der Bf 109 ein wenig aus.

Die Bausatzteile sind von gewohnt hoher Güte und bestechen durch Details jeglicher Art, ob nun fein versenkte Gravuren ect. oder erhabene Strukturen, wie z.B im Cockpit oder Fahrwerksbereich. Die Klarsichtteile sind ebenfalls mit erhabenen Details versehen und glasklar. Dies sind nun alles keine Neuigkeiten, kennt man die neuen 109 Bausätze aus eduards Schmiede, daher will ich auch eher auf die Unterschiede der F-2 eingehen.

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

eduard hat die Unterschiede fast zu 100% sehr gut gemeistert, aber auf hohem Niveau wird auch immer etwas genauer geschaut. Daher will ich hier mal ein wenig "Nietenzählerei" betreiben, was aber nicht heißen soll, dass der Bausatz schlecht sei, im Gegenteil. Dies ist der beste Bf 109 Bausatz, welcher mir bisher in die Finger gekommen ist, denn nicht nur die Details, sondern auch der Schwierigkeitsgrad des Zusammenbaus hat maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser Bausatz der für mich beste ist. Ich hatte den ersten 109 Bausatz mit diversen Verbesserungsarbeiten gebaut und bin just dabei den F-4 Bausatz zu bauen, daher kann ich dies auch mit Gewissheit behaupten.

Die äußerlichen Unterschiede der F-2 zur F-4 habe ich oben bereits beschrieben und will nun näher darauf eingehen. Bei den folgenden Bildern habe ich die Details der Unterschiede herausgeschnitten, um sie etwas deutlicher zu machen. Die F-2 hatte, wie die E-Variante auch, die abgekanteten Hauptfahrwerksschächte. Bei der F-4 wurden diese später, wahrscheinlich aus aerodynamischen Zwecken, rund gehalten, was sich jedoch an den Fronten als Nachteil erwies, da die Frontflugplätze aus unbefestigten Pisten bestanden, was dazu führte, dass Schmutz und Schlamm oftmals ein Verklemmen bzw. kein korrektes Schließen des Hauptfahrwerks ermöglichten. Wie bei der E-Variante auch hatte die F-2 die Positionsleuchten frei an den Flügelspitzen sitzen, dies ist ebenfalls auf einem der folgenden Bildern zu erkennen, bei der F-4 wurden diese durch Glasabdeckungen geschützt.

Die markantesten Unterschiede der F-2 zur F-4 waren jedoch die Versteifungsbleche des Rumpf-Leitwerks-Übergangs. Hier wurden jeweils beidseitig zwei Metallschienen angebracht, um die Zelle in diesem Bereich vor Abbrechen in extremen Flugsituationen zu schützen. Die F-4 bekam hier einen verstärkten Zellenbereich, daher fielen die Versteifungsbleche bei der Nachfolgevariante weg. Dies ist auch der Punkt, an welchem ich "Nietenzählerei" betreiben will, denn hier hat eduard eine vereinfachte Lösung angestrebt, da die Formen identisch mit denen der F-4 sind. Die Bleche werden, laut Bauplan, mittels Ätzteilen aufgeklebt, nicht geübte Modellbauer können hier schon mal die Bleche schief aufkleben. Zvezda z.B. hatte damals eine F-2 und F-4 mit zwei verschiedenen Rümpfen herausgebracht, ich selbst habe die F-2 bereits gebaut.

Ein weiteres Indiz der F-2 war der etwas schmalere Laderstutzen für das Lufteinlaufgebläse, welcher auf Bildern jedoch nicht immer direkt erkennbar, zumal ohne Vergleich oft auch nicht als schmaler zu empfinden ist. Ein weiterer Pluspunkt an dem F-Bausatz allgemein, ob F-2 oder F-4, sind die beiden Kühlergehäuse unter dem Motor. Der größere fand bei der Trop Version "z" Verwendung. All diese Unterschiede fanden sich natürlich frontbedingt auch untereinander wieder, denn aus Ersatzteilemangel konnte es auch mal vorkommen Bauteile anderer Untervarianten zu verbauen.

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Bf 109F-2 Profipack

 

Die Ätzteile sind eduardtypisch in zwei bzw. hier drei Platinen verteilt. Zum einen die farbigen Teile für das Cockpit sowie ein farblich unbehandelter Teil für die Außenteile wie Kühler, Außenbewaffnung ect. Der dritte Bogen ist für die Variante des Jagdbombers, Decalvariante D (rote 1), welcher mit einem Bombenträger für vier 50kg Bomben ausgestatten ist. Die Ätzteile sind allesamt fein detailliert und bedenkenlos empfehlenswert, der Umgang damit sollte jedoch geübt sein.

Die Decals entstanden hausintern und machen auf den ersten Blick einen guten Eindruck, ich habe diese selbst noch nicht verwendet, kann jedoch sagen, dass eduard sehr viel Erfahrung mit Cartograph gesammelt und mit hoher Wahrscheinlichkeit viel daraus gelernt hat.

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Eduard - Bf 109F-2 Profipack

Quelle: eduard.comQuelle: eduard.comQuelle: eduard.comQuelle: eduard.comQuelle: eduard.com

Quelle: eduard.com

Quelle: eduard.com 

Darstellbare Maschinen:
  • Bf 109F-2 Hptm. Hans Philipp, Kommandeur I./ JG 54, Krasnogvardeysk, Russland, März 1942
  • Bf 109F-2 W. Nr. 9553, Oblt. Siegfried Schnell, Staffelkapitän 9./ JG 2, Théville, Frankreich, November 1941
  • Bf 109F-2 Lt. Horst Buddenhagen, 5./ JG 3, Darmstadt – Griesheim, Deutschland, April 1941
  • Bf 109F-2 1/48 Oblt. Wilhelm Hachfeld, 2./ JG 51, Kiev, Russland, Sommer 1941
  • Bf 109F-2 W. Nr. 9538, Lt. Hans Beißwenger, 6./ JG 54, Ostrow, Russland, Juli 1941
Stärken:
  • hoher Detaillierungsgrad
  • einfacher Aufbau
  • fantastische Decals
  • Fotoätzteile
  • Bauplan
Schwächen:
  • keine ersichtlich
Anwendung: Für alle Modellbauer, ob Anfänger oder Fortgeschritten, empfehlenswert.

Fazit:

Ein rundum gelungener Bausatz mit interessanten Markierungsmöglichkeiten.

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Oliver Peissl - 22. Juni 2017

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