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Junkers Ju88G-6 'Schönert'

(Hasegawa - Nr. 01955)

Hasegawa - Junkers Ju88G-6 'Schönert'

Produktinfo:

Hersteller:Hasegawa
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:01955 - Junkers Ju88G-6 'Schönert'
Maßstab:1:72
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Preis:ca. 30 -50 €
Inhalt:
  • 17 Spritzrahmen (davon 7 Stück 2x vorhanden und 3 Klarsichtteile)
  • 1 Ätzmetallplatine
  • Decals
  • Bauanleitung

Besprechung:

Seit geraumer Zeit bringt Hasegawa in regelmäßigen Abständen einen Junkers Ju88/188-Bausatz auf den Markt. Aufgrund der konsequenten Anwendung von Spritzrahmen-Modulen gelingt es, stets eine interessante Maschine anzubieten. Die Palette der Spritzrahmen reicht von A bis Z, CA bis CH (Klarsichtteile), QA bis QR sowie P-1. Durch Kombination der einzelnen Spritzrahmen und teilweise durch Zugabe von Ätzmetallteilen entstehen die unterschiedlichsten Versionen oder Einsatzvarianten. Bisher sind bereits folgende Bausätze erschienen: Junkers Ju88 A-4, A-4 „Finnish Air Force", A-6/U "KG54", A-11 (A-4trop), A-14, C-6 "Nachtjäger", D-1, G-1, G-6, G-6 "FuG240 Berlin", G-6 "Schönert" und R-2 sowie Junkers Ju188 A/E, A "with Torpedo", A/E "KG2" und Mistel S2 (Fw190 A-8 + Ju88 G-1). Da die Produktpalette der Junkers Ju88 recht groß war, kann man auch weiter auf interessante Bausätze hoffen.

Alle Teile sind sauber gespritzt und fein detailliert. Die Passgenauigkeit ist sehr gut. Doch die konservative Struktur der Hälften und der modulare Aufbau bringen es leider auch mit sich, dass an den unmöglichsten Stellen Klebenähte entstehen. Bei der kleinsten Unachtsamkeit muss man nacharbeiten, spachteln, schleifen.

Und leider noch zwei negative Punkte: Ins Auge sticht sofort der Preis, der stets recht hoch und meiner Meinung nach in dieser Höhe nicht gerechtfertigt ist, selbst wenn man den weiten Transportweg berücksichtigt. Wenn man sich mit dem zu bauenden Modell näher beschäftigt, fällt auf, dass Hasegawa teilweise schlecht recherchiert hat und sich kleine und manchmal auch größere Fehler eingeschlichen haben. Also auch in dieser Preisklasse sollte man nicht blind dem Hersteller vertrauen. Man kommt um eigene Recherchen nicht herum.

Die Decals sind stets versatzfrei und glänzend gedruckt. Neben den Kennungen und Hoheitszeichen werden noch Decals für die Kabineneinrichtung und diverse Wartungsbeschriftungen mitgeliefert.

In den meisten Bausätzen findet sich neben der Bauanleitung noch ein weiteres Faltblatt, gefüllt mit Informationen zur Geschichte der Ju88 und Ausführungen sowie Skizzen zur Version / Einsatzvariante des Bausatzes. Leider ist dieses Blatt nur in japanischer Sprache gedruckt.

Der Bausatz Junkers Ju88 G-6 'Schönert'

Der Bausatz enthält Teile für einen Ju88 G-6 Nachtjäger (Spritzrahmen A, B, C, 2x E, G, 2x H, Q, QB, QC, QH, QJ, QK, QR, N, W, Y, CA, CG, CH, P-1, MA-231). Trotz der vielen kleinen Spritzrahmen bleibt eine ganze Reihe an Teilen für die Restekiste. Dieser Bausatz ist eine Limited Edition. Er ist mit dem Bausatz der G-6 (Katalognummer E32) identisch. Einzige Änderungen sind die Zugabe einer Ätzmetallplatine und natürlich andere Bemalungspläne und Decals. Grundlage für diesen Bausatz bildet die Maschine des Kommodore des NJG5 Major Rudolf Schönert. Er hatte an sein Flugzeug noch zusätzliche FuG220-Antennen am hinteren Rumpf befestigt. Es gibt Fotos dieser ungewöhnlichen Anordnung der Antennendipole. Strittig ist die Frage der Farbe des Individualbuchstaben. In einigen Quellen geht man von der Farbe Blau aus, was für den Geschwaderstab auch richtig wäre. Andere Quellen und auch Hasegawa sehen für beide Buchstaben Schwarz vor. Aber auch das könnte richtig sein, denn in der Regel trugen die Nachtjäger keine farbigen Buchstaben. Hier muss also jeder selbst entscheiden, denn eine 100%ige Klärung wird wohl heutzutage nicht mehr möglich sein.

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Junkers Ju88G-6 'Schönert'

 

Die limitierte Auflage des Bausatzes nennt sich „Schönert", warum dann noch ein zweiter Bemalungsplan für eine „normale" G-6 mit FuG220 „Hirschgeweih" beiliegt, erschließt sich mir nicht. Wenn man sich diesen, im Vergleich mit dem „normalen" G-6-Bausatz etwas teureren Bausatz kauft, will man doch die Schönert-Maschine bauen, oder?

Darstellbare Maschinen:
  • Junkers Ju88 G-6, C9+AA, Kommodore NJG5 Major Rudolf Schönert, April 1945
  • Junkers Ju88 G-6, 4R+BR, 7./NJG2, Oblt. Walter Briegleb, März 1945
Stärken:
  • Sehr detaillierter Bausatz in gewohnter Hasegawa-Qualität
  • Sehr gute Passgenauigkeit
  • Ausführliche Bauanleitung mit Detailzeichnungen
  • Ungewöhnliche Radar-Variante
Schwächen:
  • Preis
  • Teilweise Klebenähte an Stellen, die man vermeiden könnte

Fazit:

Ein sehr guter Bausatz, der wunderbar die Ju88-Reihe von Hasegawa fortsetzt. Eine ungewöhnliche Variante der G-6. Hier bleiben eigene Umbauarbeiten erspart.

Diese Besprechung stammt von Enrico Friedel-Treptow - 21. Juli 2012

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