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Hellcat Mk.II Weekend Edition

(Eduard - Nr. 84134)

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär WK2
Katalog Nummer:84134 - Hellcat Mk.II Weekend Edition
Maßstab:1:48
Kategorie:Bausätze (Plastik)
Erschienen:Juni 2012
Preis:ca. 16 €
Inhalt:
  • 5 Gießäste aus hellbraunem Kunststoff
  • 1 Gießast aus klarem Kunststoff
  • 1 Decalbogen
  • 1 Anleitung in Schwarz-Weiß

Besprechung:

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Gegen 1943 wurde der britischen Marinefliegerei bewusst, dass ihre eigenen Trägerflugzeuge den ihnen zugedachten Aufgaben nicht gewachsen waren. Es fehlte schlicht und einfach an einem robusten, von Flugzeugträgern aus operierenden Flugzeug mit ausreichender Reichweite und guten Flugleistungen. Da man mit der in Großbritannien unter der Bezeichnung Martlet bekannten F4F Wildcat bereits sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, zog man folglich auch deren Nachfolger, die F6F Hellcat in die engere Wahl. Durch diverse Hilfsprogramme war es möglich insgesamt 1.182 Hellcat in verschiedensten Versionen für die britische Fleet Air Arm (FAA) zu beschaffen.

Ursprünglich hat man Gannet FMk.I als Namen ausgewählt, diesen jedoch im Laufe des Jahre 1943 wieder aufgegeben und man konnte nur im Namenszusatz erkennen, dass das jeweilige Flugzeug in britischen Diensten steht. Die F6F-3 erhielt die Bezeichnung Hellcat Mk.I, die F6F-5 wurde als Hellcat Mk.II bezeichnet. 252 Mk.I und 930 Mk.II, darunter auch einige Nachtjäger (NF.Mk.II) und Aufklärer (PR.Mk.II bzw. FR.Mk.II).

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Die Hellcat der FAA erlebten ihre Feuertaufe Ende 1943 an Bord von Begleitträgern vor den Küsten Skandinaviens. Ihre Aufgabe bestand darin, Konvois zu schützen und den Torpedobombern als Geleitschutz zu dienen, daneben waren sie selbst mit Luft-Boden-Missionen beauftragt. Feindkontakt gab es während dieser Einsätze nur selten, es gab praktisch nur einen Luftkampf mit deutschen Jagdfliegern am 8.Mai 1944, nämlich mit Bf-109Gs und Fw-190As vom Jg5 die von Flugzeugen der HMS Empereor aufgebracht wurden. Den drei Abschüssen stand ein eigener Verlust entgegen. Es folgten weitere Einsätze über dem Ärmelkanal und im Rahmen der Landung in der Normandie, bei der die Hellcat Luftsicherungsaufgaben übernahmen. Im Mittelmeerraum unterstützten sie zusammen mit den Amerikanern die Invasionen der Alliierten im Süden Frankreichs.

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Ab Ende 1944 verlagerten sich die Operationen, an denen die Hellcat beteiligt waren, in den Pazifikraum. Zusammen mit der britischen Pazifikflotte konzentrierten sich die Einsätze schwerpunktmäßig auf die Sumatra-Inseln, Ostindien und Malaysia. Die Hellcat unterstützten die amerikanischen Invasionen von Okinawa und flogen Kampf- und Aufklärungsmissionen über dem japanischen Festland. Dabei spielten sie auch eine wichtige Rolle bei der Kamikazebekämpfung und dem Unterbinden feindlicher Luftaufklärung.

Insgesamt konnten die britischen Hellcat 52 Luftsiege über die Japaner erringen, die erfolgreichsten Piloten kamen von den Staffeln 1844 (28 Siege) und 1839 (12 Siege), die an Bord der HMS Indomitable stationiert waren. Im Laufe des Jahres 1945 wurde die Hellcat allmählich von britischen Trägerflugzeugen abgelöst und nur wenige der ursprünglich zwölf Geschwader waren ein Jahr später noch im Dienst, vornehmlich die Nachtjäger und Aufklärer. Einige wenige Hellcat blieben bis Anfang der 1950er bei den Streitkräften, allerdings nur für weniger wichtige Aufgaben.

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Es ist mal wieder soweit, 'the cat is back'. Dieses Mal beschert uns Eduard die britische Mk.II Version als geldbeutelfreundliche Weekend-Ausgabe. Wie üblich fehlen hier die Ätz- und Resinteile und die Maskierfolie. Das heißt aber nicht, dass man den Bausatz nun getrost vergessen kann, im Gegenteil! 144 Bauteile verteilen sich auf insgesamt sechs Gießäste. Diese sind allesamt bekannt aus den vorhergegangenen Auflagen, somit erhält man auch hier:

  • hervorragende Oberflächendetaillierung mit feinen versenkten Gravuren und dezent gehaltenen Nietenreihen
  • überzeugende Struktur des Rumpfes (leicht welliger Effekt)
  • detailliertes Cockpit
  • detaillierter, mehrteiliger Motor
  • komplette Zuladung (1 Tank, 2x 6 Raketen sowie 2 Bomben)
  • separate Steuerflächen
  • 28 Teile für die Grabbelkiste ;)

Die Ätz- und Resinteile vermisst man nicht wirklich, bis auf die Sitzgurte vielleicht. Ein paar Leitungen und Kabel hier und da zu ergänzen reicht völlig. Wer will kann die Instrumente und Seitenkonsolen mit den beiliegenden Decals belegen, so richtig schön sind die aber nicht. Die Kunststoffteile sind auf allerhöchstem Niveau gefertigt, keinerlei Grat oder sonstige Fertigungsartefakte sind vorhanden.

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Die Klarsichtteile sind von hervorragender Qualität - superdünn und schlierenfrei. Neben den zwei unterschiedlichen Frontpartien (hier wird nur die spätere Ausführung benötigt) liegen noch zwei unterschiedliche Schiebehauben bei, eine davon ist etwas größer, um bei geöffneter Darstellung die Materialstärke beibehalten zu können bzw. damit man die kleinere nicht unter Spannung einbauen muss. Elf weitere Teile komplettieren diesen Gießast, es liegen sämtliche Leuchten bei, wie z.B. die drei kleinen am Unterrumpf, die zwei auf dem Rumpfrücken und alle Positions- und Landescheinwerfer an den Tragflächen. Exzellent!

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

Der Decalbogen ist dem Weekend-Prinzip folgend eher spärlich ausgefallen. Wie üblich gibt es eine einzelne Markierungsoption, und zwar die Maschine vom Sub Lt. W.M.C. Foster der No. 1844 Sqn., 4.5 Abschüsse gehen auf sein Konto. Die Qualität der Decals ist sehr gut und versatzfrei. Die Cockpitdecals sind allerdings Geschmackssache. Die Anleitung ist auch hier zu einem wenig ansprechenden schwarz-weiß gedruckten Heftchen verkümmert. Die farbige Version gibt's wie immer als Download. Die Farbangaben beziehen sich auf die hierzulande eher ungängige Palette von Gunze.

Eduard - Hellcat Mk.II Weekend Edition

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Hellcat Mk.II Weekend Edition

 

Darstellbare Maschinen:
  • Grumman Hellcat Mk.II, JX814, No.1844 Sqn FAA, Sub-Lieutenant W. M. C. Foster, HMS Indomitable, Okinawa, April 12, 1945

Stärken:
  • Sehr gute Detaillierung
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schwächen:
  • Keine ersichtlichen
Anwendung:
  • Der Bausatz dürfte auch für weniger geübte Modellbauer geeignet sein.

Fazit:

Auch nach zig Reinkarnationen ein hervorragend detaillierter Bausatz zu einem sehr guten Preis. Die Ätz- und Resinteile aus der Profipack-Edition vermisst man nicht wirklich. Uneingeschränkt empfehlenswert.

Weitere Infos:

Referenzen:
  • F6F Hellcat in Detail & Scale Vol.26 & 49, Kalmbach/TAB Books/Squadron Signal
  • F6F Hellcat Walk Around No.9, Squadron Signal
  • F6F Hellcat in Action No.36 & 216, Squadron Signal
  • F6F Hellcat, Kagero Monograph No.10
  • F6F Hellcat Aero Detail Series No.17, Dai Nippon Kaiga
  • F6F Hellcat, Monografie Lotnicze No.15 & Aircraft Monograph No.20, AJ Press
  • Hellcat Aces of World War II, Osprey Aircraft of the Aces No.10
Anmerkungen:

Wer möchte kann sich den Bausatz mithilfe der verfügbaren Ätzteilsätze etwas aufwerten:

Den Bausatz auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Frank Richter - 08. März 2013

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