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MiG-21PF ejection seat

(Eduard - Nr. 648145)

Eduard - MiG-21PF ejection seat

Produktinfo:

Hersteller:Eduard
Sparte:Flugzeuge Militär Modern
Katalog Nummer:648145 - MiG-21PF ejection seat
Maßstab:1:48
Kategorie:Detail-Sets
Erschienen:November 2014
Preis:ca. 12 €
Inhalt:
  • 12 graue Resinteile
  • Farbige Bauanleitung
  • Eine Platine Ätzteile
  • Ein Abziehbilderbogen

Besprechung:

Parallel zum Erscheinen des Bausatzes der MiG-21 Version PF von Eduard kommen in den Monaten November und Dezember eine ganze Reihe Ergänzungskits für diese Version in den Handel. So auch ein Bausatz aus der Brassin-Serie für den Schleudersitz SK, der bei der MiG-21F-13, PF und U zum Einsatz kam. Durch die Integration von Sitz und Kabinendach ermöglichte des Rettungssystem den Ausstieg auch bei Überschallgeschwindigkeit. Dabei legt sich das Kabinendach als Schutz vor den Sitz und trennte sich erst bei Unterschreiten einer kritischen Geschwindigkeit. Die Kehrseite ist der dadurch langsamere Katapultiervorgang, was insbesondere in geringen Höhen ungünstig ist. Daher gab es alternativ die Möglichkeit, das Kabinendach vorher abzutrennen, was den Ausstieg beschleunigte. Das ganze in Zahlen:

Ohne Dach:

  • 850km/h maximale Geschwindigkeit
  • 110m minimale Höhe (mind. 500km/h)
  • 130m minimale Höhe (unter 500km/h)

Mit Dach:

  • 1100km/h maximale Geschwindigkeit
  • 150m minimale Höhe

Eduard - MiG-21PF ejection seat

Der Bausatz enthält eine Handvoll grauer Resinteile, eine kleine, bereits bedruckte Ätzplatine und einen kleinen Abziehbilderbogen. Die Details der Bauteile sind um einiges filigraner, als die der originalen Bausatzteile. Die Ätzteile sind sinnvoll, im Sinne von auch nur für im Original flache Bauteile. Die Abziehbilder toppen das Ganze und überzeugen mit einem sehr präzisen Ausdruck.

MiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seat

MiG-21PF ejection seat

 

Der Zusammenbau ging aufgrund der wenigen Teile recht flott. Obacht geben sollte man bei der Trennung von Teil R29 vom Anguss, da hier die horizontale Parallelität zur Sitzrückwand schon beeinflusst wird. Die Gurte als Ätzteil sind etwas, was mir persönlich nicht sehr liegt. Zumal hier doch ganz anständig gebogen werden soll (PE1 und PE2). Ich habe es noch nicht probiert, erhoffe mir aber einige Vorteile von der neuen Reihe „Super Fabric“ (Stoffgurte).

Bei den Abziehbildern ist mir ein Fehler unterlaufen. Teil 1 bringt man besser an, bevor man PE6 montiert.

Mit Farbe und Kreide gefinisht macht der Sitz am Ende einiges her. 

MiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seatMiG-21PF ejection seatlinks Eduard-Bausatz MiG-21PF, rechts Brassinlinks Eduard-Bausatz MiG-21PF, rechts Brassin

MiG-21PF ejection seat

 

Und weil ich wissen wollte, wie gut der Resinsitz gegenüber dem Bausatzteil abschneidet, habe ich diesen in einem Rutsch mit zusammengebaut. Wie man sieht, wirkt er auf den ersten Blick etwas einfacher. Das Zweite was auffällt, ist der Sicherungsbügel. Dieser ist im Original-Bausatz als zu biegendes Ätzteil vorhanden. In der Brassin-Packung gibt es dafür ein Resinteil. Wenn man sich jetzt mal ein paar Bilder vom Original anschaut, wird man feststellen, dass das mit Sinn und Verstand zurecht gebogene Ätzteil wesentlich besser aussieht als das Resinteil. Beim Original wird die Biegung zum Ende geringer. Das Resinteil krümmt sich stattdessen mehr. Das, und der Umstand, dass es etwas zu dick ist, lassen es etwas plump erscheinen.

Brassin-Sitz in der Brassin-CockpitwanneSitz aus dem Eduard-Bausatz der MiG-21PF in der Brassin-CockpitwanneBrassin-Sitz in der Brassin-CockpitwanneSitz aus dem Eduard-Bausatz der MiG-21PF in der Brassin-Cockpitwanne

Brassin-Sitz in der Brassin-Cockpitwanne

Brassin-Sitz in der Brassin-Cockpitwanne 

Will man den Sitz in ein Modell einbauen, sind viele der tollen Details des Resinsitzes nicht mehr zu sehen. Denkt man sich die Decals weg, oder beim Bausatz-Sitz hinzu, fällt der Unterschied noch geringer aus. Die Sitzflächen und Rückenlehnen inklusive Gurtzeug sind nahezu identisch.  

Vergleicht man den sichtbaren Teil bezüglich der Geometrie hätten wir als Vorteil das exakter nachgebildete Kopfpolster beim Brassin-Sitz, auf der anderen Seite den schon erwähnten besseren Sicherungsbügel beim Bausatzsitz. Die Beinauflagen sehen wiederum beim Resin-Sitz dem Original etwas ähnlicher.

Was ich bis jetzt noch nicht klären konnte, ist die etwas schiefe Einbauposition des Resinsitzes aufgrund der Schlauchanschlussgruppe (R32) auf der linken Sitzseite (deutlich auf dem Foto zu erkennen). Wahrscheinlich ist das Teil etwas zu breit, was sich sehr schnell mit einer Feile beheben ließe. Sollte sie insgesamt zu groß sein, wäre Scratchen das Mittel der Wahl - bei einem Sitz für 12 Euro?! Spätestens beim Einbau werde ich mich für etwas entschieden haben.

Ein Hinweis noch, Eduard gibt in der Bauanleitung seidenmattes Schwarz für das Kopfpolster an. Ich konnte das zwar anhand von Bildern nachweisen, es überwiegt jedoch ein Rotbraun in der Variante in Leder oder aber Grau mit einem Touch Oliv in Stoff. Aus Gründen der Vergleichbarkeit habe ich erst einmal bei beiden Sitzen zu Schwarz gegriffen. 

Fazit:

Die vielen Details an der phantastisch gestaltete Sitzwanne und an der Rückseite halten einen geradezu davon ab, den Sitz in einem Modell zu versenken. Stattdessen würden sie ihre Wirklung in einer externen Präsentation wohl am besten entfalten.  

Den Sicherungsbügel sollte man kritisch betrachten. Als Alternative bietet sich das Ätzteil aus dem Eduard-Bausatz an. 

Weitere Infos:

Anmerkungen:

Das Set auf der Homepage von Eduard sowie die zugehörige Anleitung erreicht ihr über folgende Links:

Diese Besprechung stammt von Kai Röther - 05. Januar 2015

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